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06.01.2018

5 Tipps gegen Langfinger bei Solaranlagen

Immer wieder werden Betreiber von Dachanlagen Opfer von Dieben. Gestohlen werden hauptsächlich Module und Wechselrichter, aber manchmal sind auch die Kabel weg. Wie Sie Ihre Dachanlage absichern können, lesen Sie in den Tipps bei "photovoltaik".

Auch wenn Langfinger meist Solarparks heimsuchen, sind auch Betreiber von Dachanlagen immer wieder von Diebstahl betroffen. Vor allem wenn die Anlagen auf Gebäude montiert sind, die weit ab von Ortschaften stehen, wie Scheunen, Ställen oder ehemalige Kasernen.

1. Die Trauben hoch hängen

Der erste Grundsatz ist: Den Weg aufs Dach möglichst versperren. Niedrige Nebengebäude, die als Räume für die Leistungselektronik dienen, sind optimale Aufstiegshilfen aufs Dach. Aber auch Holzstapel, geparkte Fahrzeuge, Kisten, Container oder andere Aufstiegshilfen nutzen die Diebe gern, um aufs Dach zu kommen. Nicht selten liegen sogar Leitern neben den Gebäuden. Diese gehören zumindest in einen abschließbaren Raum.

2. Doppelt gesichert kostet Zeit

Auch wenn Türen für Diebe kein wirkliches Hindernis sind, machen sie Mühe. Das Einzige, was der Dieb nicht hat, ist viel Zeit. Deshalb sollten Wechselrichter auch separat noch einmal gegen Diebstahl abgesichert sein, selbst wenn sie schon in einem abgeschlossenen Raum montiert sind. Ein einfacher Eisenbügel um die gesamte Leistungselektronik erschwert den Langfingern das Handwerk.

3. Technik geht auch auf dem Dach

Sicherungsvorkehrungen, wie sie in Solarparks bereits Gang und Gäbe sind, können auch auf dem Dach angewendet werden. Eine preiswerte Variante ist der Reißdraht, der bei der Installation durch die Montagelöcher des Modulrahmens gezogen wird. Eine Einbruchmeldeanlage registriert jede Veränderung des Widerstands im Draht, wenn er reißt. Dann gibt sie eine Alarmmeldung aus. Für größere Dachanlagen lohnt es sich, diese Meldeanlage auf eine Alarmzentrale aufzuschalten, die dann jemanden zur Anlage schickt, wenn Alarm ausgelöst wird. Auf diese Weise können auch Wechselrichter gesichert werden.

4. Sensoren melden einen Diebstahl sofort

Niedrige Dächer sind immer wieder eine echte Einladung für Diebe. Sie fahren dann mit der eigenen Aufstiegshilfe in Form eines Kleintransporters vor. In solchen Fällen sollten – zumindest bei größeren Anlagen – elektronische Diebstahlsicherungen eingebaut werden. So hat Viamon mit Sitz in Kaiserslautern ein System entwickelt, das aus einem Lagesensor und einem GPS-Empfänger besteht. Der Sensor schlägt Alarm, wenn das Modul über einen vorher festgelegten Bereich hinaus bewegt wird. Über den GPS-Empfänger können die Module dann verfolgt werden.

5. Kennzeichnung der Komponenten

Bei kleineren Anlagen bieten sich Labels an, die auf das Modul oder den Wechselrichter aufgeklebt werden und sich nicht mehr rückstandsfrei entfernen lassen. Dann ist zwar nicht gewährleistet, dass die Komponenten nicht gestohlen werden. Doch die Verfolgung eines Diebstahls seitens der Polizei und des Zolls ist dann einfacher, weil gefundene Module oder Wechselrichter bis zum Eigentümer zurückverfolgt werden können.

Alternativ kann der Betreiber seine Module auch mit künstlicher DNA sichern. Dabei wird eine Flüssigkeit mit Polymerpartikeln auf eine möglichst strukturierte Fläche des Moduls oder des Wechselrichters aufgesprüht. Auf den Partikeln ist eine Nummer eingraviert, mit der sich die Komponenten im Falle eines Diebstahls ebenfalls bis zum Eigentümer zurückverfolgen lässt. Beide Varianten machen die gestohlene Komponenten zudem auf dem Zweitmarkt nahezu unverkäuflich, womit das Modul und der Wechselrichter für einen Dieb keinen Wert mehr hat und er die Finger davon lässt. (Sven Ullrich)

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