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03.03.2018

Banff Mountain Film Festival 2018: Atemberaubende Abenteuer und Natur

Acht packende Kurzfilme transportieren das Gefühl vom Leben im Hier und Jetzt, den Wunsch die Natur zu schützen und dankbar zu sein, das Privileg zu haben, sie erleben zu dürfen. Das Banff Mountain Film Festival tourt von Anfang März bis Anfang Mai 2018 durch Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande.

Der Saal ist voll ... die meisten der Gäste in Funktionsjacke und Jeans gekleidet und man sah ihnen an, dass sie nicht in München leben, weil sie die Biergärten und das Stadtbild so lieben. Die Liebe für den Bergsport verankern sie in dieser Region und hat sie in diesen Saal gelockt. Alle waren gespannt zu sehen wie Gleichgesinnte ihre Outdoorträume verwirklicht haben. Unter den Gästen auch ein paar der Hauptdarsteller, Kameramänner, Extremsportler, Visionäre. In einigen Fällen passten gleich mehrere Bezeichnungen zu den Protagonisten.

Seit mittlerweile 42 Jahren steht das kanadische Städtchen Banff alljährlich im Herbst ganz im Zeichen der sogenannten „Outdoor Oscars". Was daraus resultiert, geht dann auf Tour und wird auf Leinwände projiziert, die diesen Aufnahmen kaum gerecht werden können. Ein Nervenkitzel, mit bildgewaltigen Impressionen die den Zuschauer staunen lassen. Aber es geht nicht nur um Extremsport, denn auch humorvolle, emotionale und nachdenkliche Kurzfilme machten diese Filmvorführung zu einem abwechslungsreichen Abend. 

THE FROZEN ROAD
„Sich lebendig zu fühlen" war einer der Beweggründe für Ben Page’s (22) Weltumrundung mit dem Fahrrad. Mit der Durchquerung des Yukon Territory steht Ben die kälteste Etappe seiner Weltumrundung bevor. Auf einmal ist er sich nicht mehr sicher, ob das vorherrschende Gefühl die ersehnte Abgeschiedenheit, oder doch die gefürchtete Einsamkeit ist. Er folgt dem Ruf der Wildnis und macht sich auf den langen Weg zur Inuit-Siedlung Tuktoyaktuk: quer durch ein riesiges Wolfsgebiet, allein auf verschneiten Straßen bei Temperaturen von Minus 30 Grad, als er feststellte „ich war gefangen, damit hatte ich nicht gerechnet..."

MAGINATION: TOM WALLISCH
Zuviel los auf der Piste und der Funpark ist auch noch überfüllt? Dann bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als seinen Playground zu verlagern. Zum Beispiel ins Zentrum von Nelson, British Columbia – und dabei kleine Menschen mit großen Augen in Staunen zu versetzen. „Imagination: Tom Wallisch" ist eine Hommage an den 2014 verstorbenen Freeskier JP Auclair und sein „All.I.Can"-Street Segment aus dem Jahr 2011. Eine geniale Vorlage für Tom Wallisch, der JPs Ski-Performance nun noch einmal neu interpretiert.

EDGES
Yvonne Dowlen ist auf der Eisbahn groß geworden und fühlt sich dort auch noch mit 90 Jahren wie ein Fisch im Wasser. Die Amerikanerin dreht mehrmals in der Woche ihre Runden auf dem Eis. Fast so wie damals, als sie als Eiskunstläuferin in großen Revueshows aufgetreten ist. Einen Grund, mit dem Eislaufen aufzuhören, gibt es für Yvonne nicht. Nicht nur, weil es ihr geholfen hat, mehrere Krisen in ihrem Leben zu überstehen, sondern auch, weil es ihr mittlerweile leichter fällt als normales Laufen.

DREAMWALKERS – THE FAROES PROJECT
Die Färöer Inseln sind der wohl stürmischste Ort, den man sich fürs Highlinen vorstellen kann. Doch für die Dreamwalkers – eine Gruppe von Highlinern aus Holland – ist die Vorstellung nur allzu verlockend, zwischen den windumtosten Klippen des Archipels eine Highline zu spannen und über die raue See zu balancieren. Bislang ist das noch niemandem gelungen. Und die Dreamwalkers werden schon bald herausfinden, warum. Eine Herausforderung die nicht nur physisch unglaublich fordernd ist, sondern die Highliner auch mental an ihre äußersten Grenzen bringt.

MAMMOTH
Vor 2,5 Millionen Jahren bevölkerten Mammuts, Wollnashörner, Bisons und Wölfe die sibirische Steppe. Heute sind sie verschwunden. Und mit ihnen ein komplettes Ökosystem. Mit ihrem „Pleistocene Park" wollen der russische Wissenschaftler Sergey Zimov und sein Sohn Nikita dieses Ökosystem rekonstruieren und die Tiere dort ansiedeln, wo sie im Pleistozän geherrscht haben: in der Tundra. Am liebsten sogar mit zurück gezüchteten Mammuts.

Was klingt wie ein Nostalgieprojekt, ist eine ungewöhnliche Maßnahme gegen den Klimawandel. Es geht um eine drohende Gefahr die im schmilzenden Permafrost schlummert, einer Leidenschaft die dieses Vater-Sohn-Gespann vorantreibt und einem konträren Ansatz wie man einer Katastrophe entgegenwirkt.

DREAMRIDE 2
Der Traum von Mountainbiker Mike Hopkins geht in die zweite Runde. Dieses Mal entführt ihn sein Unterbewusstsein nach Hawaii, wo er mit seinem Rad die verwunschenen Palmenhaine und Höhlen der Insel erkundet, bevor es ihn mit einem Wimpernschlag ins frostige Kanada verschlägt. Dort geht die wilde Fahrt weiter – durch verschneite Winterwälder und öber vereiste Seen. Eine rasante Reise auf zwei Rädern durch fantastische Landschaften und mit jeder Menge Fahrvergnügen.

DENALI’S RAVEN
Das Gebirgsmassiv Alaska Range hat Leighan Falley seit ihrer Kindheit fasziniert. Aufgewachsen in Fairbanks wusste sie schon früh, dass sie ihren Lebensunterhalt einmal in diesen Bergen verdienen würde – zunächst als Mountain Guide, mittlerweile als Buschpilotin. Keine überraschende Berufswahl: Leighan ist Pilotin in der dritten Generation und bestand ihre Flugprüfung kurz bevor ihre Tochter Skye zur Welt kam. Seither genießt sie fast täglich den Blick von oben auf die Alaska Range, das sie einfach nicht loslassen will.

STUMPED
Beim Klettern hat Maureen Beck die Felswand immer fest im Griff. Trotz ihrer anatomischen Besonderheit: sie ist ohne linke Hand zur Welt gekommen. Doch davon lässt sie sich in keinster Weise aufhalten, weder im Alltag noch beim Sport. Einzig wütend macht sie die Stigmatisierung ihrer Behinderung und zeigt dem Zuschauer dass es keinen tatsächlichen Grund gibt, warum Menschen mit körperlicher Einschränkung anders behandelt werden. Sie beweist eindrucksvoll, dass man auch einhändig im Schwierigkeitssgrad 5.12 klettern kann.

Die 8 packenden Kurzfilme transportieren das Gefühl vom Leben im Hier und Jetzt, den Wunsch die Natur zu schützen und dankbar zu sein, das Privileg zu haben, sie erleben zu dürfen. Das Banff Mountain Film Festival tourt von Anfang März bis Anfang Mai 2018 durch Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande. Sollten Sie die Gelegenheit haben, gönnen Sie sich die kurze Flucht aus dem Alltag und lassen Sie sich inspirieren. 

Termine & Tickets 2018

 


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Quelle   forum Nachhaltig Wirtschaften | Sarah Ullmann 2018

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