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02.01.2016

Flüchtling – Jesus, der Dalai Lama und andere Vertriebene

Was haben Jesus und der Dalai Lama, ein Flüchtlingsmädchen aus dem Iran, der prominente US-Bürger Steve Jobs, Theresia aus Ungarn, Helene Fischer und Peter Maffay, gerettete Boat People aus Vietnam und Gastarbeiter in Deutschland, der badische Revolutionär Carl Schurz und Papst Franziskus gemeinsam?

Sie alle sind Flüchtlinge oder Kinder von Heimatvertriebenen oder Auswanderern und sie erzählen in diesem neuen Buch von Franz Alt ihre sehr unterschiedlichen Schicksale und Lebensgeschichten oder diese werden erzählt.

Übrigens: Die 11.340 Boat People, die wir vor 35 Jahren in Deutschland aufgenommen haben, leisten in diesen Monaten besonders engagiert Willkommensarbeit für die jetzt ankommenden Flüchtlinge. Aus Hilfe suchenden  Vietnamesen sind gute Deutsche geworden.

Täglich verdursten in der Sahara Flüchtlinge, viele ertrinken im Mittelmeer  oder ersticken in einem mit 71 Menschen vollgestopften LKW  in Österreich. Sie erleben seit Jahren Bombenhagel in Syrien oder im Irak.

Frauen werden vergewaltigt. Kinder kommen ohne Eltern nach Deutschland. Familien werden auseinandergerissen. Babies weinen neben ihren verzweifelten Eltern, die an geschlossenen Grenzen nicht weiterkönnen und zusammenbrechen. Mitten in Europa. 2015 und 2016.

Und viele haben es einfach satt, immer hungrig ins Bett zu gehen. Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, haben ein Trauma, aber auch einen Traum vom Leben. Manchmal auch einen Traum vom Paradies in Europa.

Und was tun wir Europäer für die Schmuddelkinder unserer Zeit?

Die Geschichte der Menschheit ist eine Flüchtlingsgeschichte. Jeder Flüchtling aber ist mehr als eine zusätzliche Arbeitskraft, mehr als ein weiterer Steuerzahler oder Finanzier unserer Renten. Er bereichert uns kulturell und spirituell.

Schon vor 2.000 Jahren überlebte der Emigrant aus Nazareth nur, weil seine Eltern mit ihm vor dem Kindesmörder Herodes nach Ägypten fliehen konnten. Sein Leben und seine Lehre wurden eine Bereicherung für die ganze Welt.

Zu unserer Zeit ist der charismatische Religionsführer Dalai Lama zum „spirituellen Lehrer der Welt und zum großen Vorbild für Toleranz“ (Barack Obama) geworden, nachdem er 1959 aus Tibet nach Indien geflohen war.

Wir dürfen unser christliches und humanistisches Gedächtnis nicht verlieren. Die Bergpredigt des Flüchtlings aus Bethlehem lässt sich in diesem Satz zusammen fassen: „Selig sind die, die Flüchtlinge nicht im Meer absaufen lassen“. Die Pfarrerstochter Angela Merkel hat es begriffen. Vielleicht ist 2040 das heutige Kind eines Flüchtlings deutsche Bundeskanzlerin.

Im Koran finden wir den Vers: „Wer einem Menschen das Leben rettet, rettet die ganze Welt“.

Im Februar erscheint das neue Buch von

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Quelle   FRANZ ALT 2016

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