Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

04.04.2019

Frei, fair und lebendig - Die Macht der Commons

Dieses Buch soll Mut machen. Es vereint ein beziehungsreiches Denken mit einer neuen Art zu handeln. Das Ziel: eine freie, faire und lebendige Gesellschaft. Doch das Gewohnte hat sich tief eingegraben in unseren Köpfen, in unserem Alltag, in Markt und Staat.

Wie kann die „große Transformation“ zu einer Wirtschaft gelingen, die die Grenzen des Planeten respektiert? Zu einer Gesellschaft von Freien und Gleichen, die im Einklang mit unserer lebendigen Mitwelt lebt? Diese Frage treibt uns um und an. Dabei tut not, jenseits der Tagespolitik grundsätzlich zu denken, und Begriffe wie Mensch, Eigentum und Staat neu in den Blick zu nehmen. Denn unser Verständnis von der Beschaffenheit der Wirklichkeit beeinflusst direkt, welche soziale und politische Ordnung wir für möglich halten.

In diesem Suchprozess hat der Begriff der Commons an Bedeutung gewonnen, als philosophische und praktische Alternative jenseits des abgedroschenen Dualismus von Markt und Staat. Manche sagen dazu auch „Gemeingüter“, doch das ist verkürzt. Commons sind eine verbreitete, schöpferische und doch vernachlässigte soziale Lebensform, schreiben Silke Helfrich und David Bollier in ihrem neuen Buch. Es trägt den programmatischen Titel „Frei, fair und lebendig: Die Macht der Commons“. Der Begriff der Commons beschreibt komplexe, lebendige Prozesse, in denen Vermögenswerte geschaffen und Bedürfnisse befriedigt werden.

Silke Helfrich und David Bollier legen überkommene Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgendes Wirtschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei Commons-Praktiken. Sie zeigen, wie wir in Verschiedenheit gemeinsame Ziele verfolgen. Ganz praktisch können so Häuser und Fahrzeuge in ähnlicher Weise wie die Wikipedia entstehen. Das Buch stiftet zudem an, wie ein »Commoner« zu denken. Es bietet eine Sprache für die Welt von morgen. Es verändert nicht nur die Wirtschaft und die Politik – es verändert uns.

Zurück zur Übersicht

Quelle   transcript verlag 2019Heinrich Böll Stiftung 2019

Das könnte sie auch interessieren

Die Wiese