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03.12.2017

Rupert Neudeck

Gefährliche Erinnerungen an ein Leben wie Feuer

Er rief die »Cap Anamur« (Deutsche Not-Ärzte) und das Friedenskorps der »Grünhelme« ins Leben. Als Rupert Neudeck 2016 starb, trauerten nicht nur seine Freunde und Mitstreiter, sondern die ganze deutsche Öffentlichkeit. Sein radikales Leben im weltweiten Einsatz für Menschen und ihre Rechte ist weiterhin ein starker Impuls für alle politisch und ethisch interessierten Zeitgenossen.

Der bekannte Theologe und Journalist Michael Albus hat Zeugnisse und Erfahrungen zusammengetragen von Menschen, die mit Rupert Neudeck in Berührung gekommen sind, darunter seine Frau Christel ebenso wie prominente Stimmen. Ziel des Buches ist es, das unglaubliche Leben von Rupert Neudeck in Augenschein zu nehmen im Blick auf die Not all der Menschen, die unter die Räder kommen. Dafür bietet die Gegenwart nach wie vor Anlass genug.

Mit Beiträgen von Konstantin Wecker und Navid Kermani, Ruth Pfau und Lea Ackermann, Reiner Kunze und Alfred Grosser, Martin Kämpchen und Norbert Lammert, Wolfgang Schäuble und Wolfgang Thierse u. v. a.

  • zum außergewöhnlichen Leben des Gründers der »Cap Anamur«
  • mit Beiträgen prominenter Zeitgenossen
  • Impulse für ein politisch bewusstes Leben heute

NAVID KERMANI "Wir gewöhnliche Menschen helfen nicht in jeder Not und nicht jedem Bedürftigen, und wir haben durchaus Gründe, es nicht zu tun. Aber es braucht zu allen Zeiten einzelne Menschen, die alles geben. Nun ist er, ich bin ganz sicher, selbst ins Himmelreich gegangen. Jedoch wir, wir sind zurückgelassen ohne ihn."

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Vor mehr als einem Jahr ist Rupert gestorben. Für die Grünhelme war das vergangene Jahr dadurch natürlich besonders getrübt und voller Herausforderungen. Aber dieses Buch macht Mut. Es ist eine Sammlung aus sehr persönlichen gemeinsamen Erfahrungen und Geschichten von Gefährten und Freunden aus vielen Jahren humanitärer Hilfe und es ist schön, wie viel Rupert ihnen bedeutet hat. Diese facettenreiche Zusammenstellung enthält unter anderem die bewegende Trauerrede von Navid Kermani sowie Beiträge von Konstantin Wecker und Wolfgang Thierse. Aber auch viele Projektbegleiter wie Karim Abdul Guleid, der seit 1980 immer wieder mit Rupert zusammen in somalischen Flüchtlingslagern gearbeitet hat, kommen zu Wort. 

Für ihn war Rupert wie Muhammed Ali, weil er „in all seinen riskanten Unternehmungen nie besiegt wurde“. Gerade bei den Projekt-Anekdoten fehlt uns „jungen“ Grünhelmen Rupert besonders und doch muss man beim Lesen dieser Passagen immer wieder lächeln, weil man sich in die beschriebenen, für Rupert so typischen, Situationen so gut hineinversetzen kann.

Wie inspirierend Rupert für die Menschen war ohne es selbst zu ahnen, wird einem spätestens bei den Erzählungen aus Sarajevo von Ruperts Sohn Marcel klar. Er beschreibt, wie das unerschütterliche Vertrauen, das Rupert ihm entgegenbrachte, ihn zu dem „vielleicht Besten, was er jemals getan hat“ bewegt hat.

Vielleicht ist diese Eigenschaft, dieses fast naive Vertrauen, was Rupert jedem beim ersten Treffen entgegengebracht hat, das die Menschen, die mit ihm zu tun hatten, so für die Sache vereinnahmt hat. Bei uns hat es auf jeden Fall gewirkt und um es mit den Worten von Martin Mikat, unserem Vorstandsvorsitzenden, zu sagen, wir werden alles tun, um „deiner Radikalität treu zu bleiben“.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Die Grünhelme

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Quelle   Verlagsgruppe Patmos der Schwabenverlag AG 2017

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