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07.07.2018

Solartipp: Der tägliche Blick auf die Anlage

Der Anlagenbetreiber – so er kein Fachhandwerker ist – kann und darf seinen Solargenerator nicht selbst instand halten. Dennoch kann er mit einem prüfenden Blick verhindern, dass sich Fehler auf den Ertrag auswirken.

Eine Solaranlage ist für die meisten Betreiber zunächst ein interessantes System und die Kontrolle der Erträge spannend. Doch im Laufe der Zeit schleicht sich hier eine Alltäglichkeit ein, die verhindert, dass die meisten Anlagenbetreiber mit Lust jeden Tag auf den Ertragszähler des Wechselrichters schauen. Dennoch sollten sie das tun. Denn der Zähler ist nicht dazu da, dass sich ein Betreiber freut, wie viel Solarstrom sein Generator schon erzeugt hat. Er ist dazu da, Mindererträge festzustellen, die auf Fehler hinweisen, die sich schleichend entwickeln können.

Zudem sieht er beim täglichen Blick auf den Wechselrichter, ob dieser eine Fehlermeldung anzeigt. Denn bemerkt der Anlagenbetreiber diese Fehlermeldung nicht, kann es teuer werden. Zum einen fehlen eventuell die Erträge. Zum anderen kann von einer fehlerhaften Solaranlage eine immense Gefahr für Leib und Leben ausgehen. Deshalb sollte eine konkrete Fehlermeldung am Wechselrichter dem Anlagenbetreiber einen Anruf beim Handwerker seines Vertrauens wert sein.

Modulfeld regelmäßig kontrollieren

Der verantwortungsbewusste Betreiber einer Solaranlage wirft auch einen regelmäßigen Blick auf die Module – auch wenn ein Montiroingsystem installiert ist. Bei einer solchen Sichtprüfung geht es darum zu erkennen, ob offensichtliche Mängel vorliegen. Dazu gehören nicht nur verschmutzte, sondern auch herunterhängende Module, lose Modulklammern und Teile des Montagegestells oder offensichtlich gelöste oder zerstörte Solarleitungen. Auch eine Schneeschicht kann die Ursache für eine Ertragsminderung im Winter sein.

Möglichkeiten des Betreibers sind begrenzt

Dem Generator sollte aber auch ein Blick nach einem heftigen Sturm oder einem Hagelschauer gelten. Auch ein Blitzeinschlag kann heftige Schäden an der Anlage hinterlassen. Hier stößt der Anlagenbetreiber mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln schon an die Grenzen des Möglichen. Denn selbst wenn ein Hagelkorn keinen offensichtlichen Riss auf der Moduloberfläche hinterlassen hat, können die Solarzellen unter dem Modulglas winzig kleine Schäden – Microcracks oder Mikrorisse – davongetragen haben. Das kann wiederum nur ein mit dem entsprechendem Prüfequipment ausgerüsteter und ausgebildeter Handwerker herausfinden. Auch durchgebrannte Bypassdioden kann der Anlagenbetreiber kaum identifizieren, der Handwerker schon.

Reinigung und Instandhaltung dem Profi überlassen

Schon aus diesem Grunde muss der Anlagenbetreiber die genau Inspektion seines System und die detaillierte Fehlersuche einem Fachhandwerker überlassen. Selbst wenn ein verschmutztes oder verschneites Modulfeld die Ursache für die Ertragsminderung ist, darf er nicht selbst Hand anlegen. Abgesehen davon, dass der Laie ohnehin nichts auf dem Dach zu suchen hat, kann er einen immensen Schaden anrichten, wenn er die Module selbst putzen will. Hier muss ein professioneller Reniger ran.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "photovoltaik" 2018 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! | photovoltaik.eu 2018 | photovoltaik 06/2018 | Inhalt | Einzelheftbestellung

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