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12.08.2017

Wenn Leben gelingt: Eine Anleitung zum Glücklichsein

Es gibt viele ungelöste Probleme: in Politik, Umwelt, Kirche, Religion, Gesellschaft, Partnerschaft. Und alles hängt mit allem zusammen.

Früher gab es große Lösungsvorschläge: Liberalismus, Sozialismus, Kapitalismus. Und heute? Wo ist der große Lebensentwurf? Viele fühlen sich abgehängt, im Hamsterrad gefangen.

Probleme werden verdrängt. Dabei gilt, dass die von Menschen verursachten Probleme auch von Menschen gelöst werden.

Das kluge Buch „Wenn Leben gelingt“ sagt: Du kannst die Probleme auch lösen. Nimm die Herausforderung an! Das Buch ist ein kleines Hoffnungsversprechen an alle, die sich überfordert fühlen.

Der Philosoph, Journalist und Menschenkenner Dr. Franz Alt versucht dabei, auf die wichtigsten Fragen unserer Zeit Antworten zu geben. Auf alles, was uns bewegt, irritiert, unglücklich macht.

„Der Sinn unseres Hierseins ist doch, dass wir glücklich werden“, behauptet Alt, aber auch: „Zu einem gelingenden Leben gehört, dass wir zum Glück nicht immer glücklich sein müssen.“

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„Zum Glück muss man nicht immer glücklich sein.“

Sind Sie ein glücklicher Mensch, Herr Alt?

Ich führe ein zufriedenes Leben und hatte glückliche Phasen und Momente und weniger glückliche. Das kennt doch jeder. Das Leben ist Berg und Tal. Und ohne Phasen von Krisen und Unglücklichsein kann man auch nicht glücklich sein.

Im Grunde ist es also gut, wenn man immer wieder mal eine Krise hat?

Für ein gelingendes Leben auf alle Fälle. Denn jedes Mal, wenn man aus einer unglücklichen Phase wieder herauskommt, hat man auch etwas dazugelernt. So ist das Leben. Es lohnt sich zu kämpfen. Widerstand zu leisten. Ohne Kampf hätte es nie einen Fortschritt gegeben.

Und in Ihrem Buch finde ich dazu eine Art Anleitung?

Ich beschreibe die Lernprozesse. Ich behandle Fragen, die mich umtreiben. Ich möchte dem Leser die Erfahrungen eines neugierigen Menschen nahebringen. Als 79-Jähriger habe ich allein durch mein Alter schon viel erlebt. Und durch meinen Beruf als Journalist habe ich viele interessante Menschen kennengelernt.

Die Botschaft Ihres Buchs ist also?

Es gibt immer Alternativen. Man muss konfliktfähig sein und lernen, widerstandsfähig zu werden. Selbst ein so konservativer Mensch wie ich kann das. Wobei jeder natürlich seine eigenen Erfahrungen machen muss.

Fürchten Sie nicht, dass die Jüngeren Sie für unzeitgemäß halten?

Im Gegenteil! Wir leben zwar in einer Zeit des Jugendkults, aber überlegen Sie doch mal: Hier schreibt ein bald 80-Jähriger. Einer, der mit Michael Gorbatschow und mit dem Dalai Lama spricht. Der angefeindet wurde, dem man aber auch zuhört. Da kann man ja vielleicht schon erwarten, dass der etwas Interessantes zu sagen hat.

Was war Ihre stärkste Anfeindung oder vielleicht ja auch Krise?

Nachdem mein Buch „Frieden ist möglich“ erschienen war, führte ich einen jahrelangen juristischen Krieg mit meinem Sender. Als ich in den 1980er-Jahren sagte, dass wir zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien arbeiten können, gab es einen öffentlichen Aufruhr vonseiten großer Konzerne. Verlacht, bekämpft, dann doch für gut befunden — diese drei Phasen habe ich schon -zig mal erlebt.

Hatten Sie auch private Krisen? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

O ja, eine Midlife- und eine Ehekrise. Aber ich habe gekämpft und bin wieder herausgekommen. Man muss auch in Partnerschaftskrisen nicht immer gleich davonlaufen. Auch solche Dinge erfährt man in meinem Buch.

Was wäre das Schlimmste, das man zu Ihnen sagen könnte?

Bleib, wie Du bist. Ich bin doch nicht fertig mit 79! Ich will noch viel lernen und weiterhin neugierig sein.

Und welchen Tipp könnten Sie mir spontan für mein Leben geben?

Es ist kein Fehler, Fehler zu machen. Aber es ist ein ganz großer Fehler, aus Fehlern nichts zu lernen.

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Quelle   ZS Verlag 2017

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