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12.05.2018

"planet e": Zement - der heimliche Klimakiller

Der begehrte Baustoff ist ein heimlicher Klimakiller. Bei der Herstellung entsteht mehr CO2 als durch den gesamten Flugverkehr weltweit.

Der Handel mit Zement ist längst ein internationales Geschäft geworden. Der globale Bauboom hält an, und so wächst vor allem in aufstrebenden Schwellenländern der Bedarf an Beton - und damit nach dem Bindemittel Zement. Kein Haus, keine Straße oder Brücke wäre denkbar ohne das Bindemittel aus Kalkstein.

Einer der weltweit größten Zementhersteller, HeidelbergCement, plant über seine Tochterfirma ein neues Zementwerk auf Java in Indonesien. Im dortigen Karstgebirge soll im Auftrag der Deutschen Kalkstein abgebaut und verarbeitet werden. Die einheimische Landarbeiterin Gunarti protestiert gemeinsam mit den Bewohnern der Region seit Jahren gegen das Vorhaben.

Nicht nur für viele ursprüngliche Naturlandschaften, auch für das Klima ist Zement eine massive und meist unterschätzte Bedrohung. Die Zementherstellung allein verursacht zwischen fünf und acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Trotzdem wird die Branche von der EU mit kostenlosen Emissionszertifikaten unterstützt.

Zement gilt zwar als Dreckschleuder - aber gleichzeitig als alternativlos, um dem Bedarf an Beton und Baustoffen nachkommen zu können. Stimmt das oder ist das nur ein Vorwand der großen Konzerne, die sich Innovationen versperren? "planet e." geht den Fragen nach, welche Alternativen es zu Zement gibt und wie sich mit weniger dieser dreckigen Masse auskommen lässt. 


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Quelle   ZDF | planet.de 2018

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