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06.10.2017

258.000 Tote jährlich durch Smog und Klimawandel

Luftverschmutzung in Kombination mit dem weltweiten Klimawandel kosten bis zum Jahr 2100 laut einer neuen Analyse des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) jährlich rund 258.000 Menschen das Leben.

Feinstaub ist der schlimmste Faktor. Er verursacht allein 215.000 Todesfälle. Der Rest basiert auf Ozon in der Luft.

Zehn Modelle einbezogen

Die LLNL-Forscher haben erstmals Klimamodelle mit Prognosen der Luftverunreinigung miteinander kombiniert. Diese gehe aufgrund von politischen Maßnahmen zwar zurück. In Verbindung mit dem Klimawandel nähmen die Sterbefälle dennoch zu. Sie zogen zehn Modelle in ihre Berechnungen mit ein. Sieben davon erwarten eine Steigerung der Todesfälle durch Ozon auf bis zu 237.000 pro Jahr. Es gibt allerdings auch Modelle, die eine Verringerung der Todesfälle um bis zu 195.000 pro Jahr ergeben. Bei Feinstaub ist die Spannweite noch größer. Sie reicht von einer Zunahme um 595.000 bis zu einem Rückgang um 76.000 Todesfälle.

"Die meisten Modelle ergeben eine Steigerung der Todesraten durch Luftverschmutzung in Verbindung mit dem Klimawandel", sagt LLNL-Atmosphärenforscher Philip Cameron-Smith. "Andere prognostizieren einen Rückgang. Das zeigt, wie wichtig es ist, viele Modelle zu berücksichtigen, um die Unsicherheiten zu beseitigen." Das habe sein Team überzeugt, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte der Gesundheit der Menschen zugutekommen.

Zunehmende Ventilation gut

Die Ergebnisse zeigen laut den Forschern auch, dass die Modelle verbesserungsbedürftig sind. Vor allem müsse der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Luftverschmutzung erforscht und der Einfluss dieser beiden Faktoren auf die Gesundheit beleuchtet werden. Laut Cameron-Smith beeinflusst der Klimawandel die Luftverschmutzung massiv. Zunehmende Ventilation könnten die Konzentration von Schadstoffe in der Luft erheblich verringern.

Photochemische Reaktionen, wie die Bildung von Ozon aus Stickoxiden durch Sonnenlicht, verändern die Luftverunreinigung. Regenfälle können Schmutzteilchen auswaschen. Zudem ändert sich der Austausch von Schadstoffen zwischen Atmosphäre und Stratosphäre. Vorerst geht der Atmosphärenforscher davon aus, dass die Ozonbelastung in städtischen Bereichen zu- und in ländlichen Bereichen abnimmt, weil dort die Luftfeuchtigkeit steigt. Das Ozon gehe dadurch kaputt.             

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Quelle   pressetext.redaktion | Wolfgang Kempkens 2017

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