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29.07.2015

AKW-Mitarbeiter sterben häufiger an Leukämie und Krebs

Jedes mehr an Strahlung erhöht die Todeszahl.  Langzeitstudie in Frankreich, Großbritannien, Japan, USA.

„Leukämie schon bei geringster Strahlung“ fasst jetzt das Wissensmagazin scinexx  eine Internationale Studie zusammen. Über 300.000 AKW Mitarbeiter, die Strahlenmessgeräte (Dosimeter) trugen, wurden untersucht, ob sie vermehrt an Leukämie oder anderen Tumoren erkranken. Gerade Leukämie gilt als häufig durch Strahlung verursacht. Deutlich erhöht auch die Krebserkrankungen Lymphome und multiple Myelome (Knochenmarkserkrankung).

Das Hauptergebnis der Studie: Mehr an Strahlung führt zu mehr Krebserkrankungen. Die AKW-Mitarbeiter bekamen im Durchschnitt nur eine geringe zusätzliche Strahlenbelastung. Doch auch diese führt zu mehr tödlichen Krebserkrankungen. Entgegen langjährigen Behauptungen gibt es offensichtlich keine Unbedenklichkeitsschwelle. Zwischen Strahlung und Krankheitszahlen scheint ein linearer Zusammenhang zu bestehen.

Vermutlich werden die Grenzwerte zum Schutz der AKW-Mitarbeiter durch die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) nicht gesenkt werden. Denn die Mitarbeiter sind erwachsen und können wissen, was sie tun. 

Kinder sind mehr gefährdet

Kinder sind für strahlenverursachte Krebserkrankungen anfälliger. Infolge des Wachstums teilen sich die Körperzellen häufiger und zugleich sind die körpereigenen Zellreparaturmechanismen noch nicht so gut entwickelt.

Unsere Bürgerinitiative hält es für unverantwortlich, dass weiter bei Ferienprogrammen Kinder in das Gelände des AKW Gundremmingen gelockt werden. Das AKW Gundremmingen gibt ohnehin von allen deutschen AKW im Schnitt die meiste Strahlung in die Umwelt ab. Die Besuche der Kinder im AKW sollten sowohl in den Ferien wie auch in der Schulzeit (Klassenbesuche) unterbleiben!

  • Kinderkrebsrisiko in der nahen Umgebung von Kernkraftwerken
    Das Risiko für Kinder unter 5 Jahren, an Leukämie zu erkranken, nimmt zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kinderkrebsregisters in Mainz (DKKR) unter Leitung von Professorin Maria Blettner im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

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