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01.09.2016

Eine „Grüne Mauer“ in Afrika soll degradierte Böden nutzbar machen

Mit einem 7.000 km langen Waldgürtel wollen elf afrikanische Länder die Ausbreitung der Sahara aufhalten.

An der Grünen Mauer beteiligen sich Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, der Sudan, der Tschad, der Niger, Nigeria, Mali, Burkina Faso, Mauretanien und der Senegal. 50 Mio ha Land sollen so wieder nutzbar gemacht werden. 15 Prozent der Waldfläche seien bereits angelegt.

Die Grüne Mauer konzentriert sich auf die Sahel-Region vom Horn von Afrika bis zur Atlantikküste. Diese Region hat vor allem mit der rasant wachsenden Bevölkerung zu kämpfen. Durch klimatische Veränderungen schreitet die Bodendegradierung immer weiter voran, auch aufgrund von Überweidung und intensiver Landwirtschaft. Aber gerade fruchtbarer Boden ist notwendig, um die Bevölkerung zu ernähren, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaftskraft der Länder wieder zu stärken. Die Grüne Mauer ist eine Möglichkeit, die Menschen aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Die Menschen, vor allem die jungen, brauchen eine gute Perspektive. Wenn sie eine solche haben, werden sie sich auch nicht mehr so schnell radikalisieren. Damit wird auch dem Terror der Nährboden entzogen.

Die grüne Mauer in der Sahelzone ist ein besonders Erfolg versprechendes Beispiel, dass Aktivitäten für eine globale Abkühlung bereits umgesetzt werden. Neben dem Durchdringen der Weltwirtschaft mit Nullemissionstechnologien (insbesondere Erneuerbaren Energien und mit Ökostrom betriebene E-Mobiltät) ist die Reinigung der Erdatmosphäre von überschüssigem Kohlendioxid entscheidend.

Die Grüne Wand zeigt sehr gut auf, wie das geht: Die Umkehrung der weiteren Degradierung von Böden in eine Wiederbegrünung mit Bäumen und in landwirtschaftlichen Nutzflächen. Alleine die fertige Grüne Mauer soll bis 2030 250 Mio Tonnen CO2 aus der Atmosphäre binden.

Die Grüne Mauer kann und sollte noch durch Erneuerbaren Energien ergänzt werden: Beschattende PV-Anlagen neben den schattenspendenden Bäumen, um mehr Wasserschonung auf den Anbauflächen zu erreichen und gleichzeitig Energie zu liefern. Das bietet weitere Einkommensmöglichkeiten und fördert die Wohlstandsentwicklung. Damit wird die Armuts- und Terrorismusbekämpfung weiter gestärkt.

In dem Buch "Globale Abkühlung" hatte Hans-Josef Fell schon entsprechende Begrünungsentwicklungen beschrieben, u.a. auch in der Sahelzone.

Ähnliche Programm wie die Grüne Mauer sollten weltweit durchgesetzt werden: In der Gobi-Wüste, wo China bereits ähnliche Aktivitäten vornimmt, in ganz Arabien, z.B. in Jordanien, Libanon, Irak und andere Länder des Nahen Ostens, wo so neue Lebensräume z.B. für Flüchtlinge geschaffen werden können. Auch in Südafrika, Namibia, Brasilien und anderswo.

Hans-Josef Fell "Globale Abkühlung: Strategien gegen die Klimaschutzblockade ökologisch, wirtschaftlich, erfolgreich"

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