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06.02.2017

Greenpeace will Riff-Bohrung verhindern

Ein Team von Wissenschaftlern und Greenpeace-Aktivisten hat erstmals Unterwasseraufnahmen des Korallenriffs vor der Amazonasmündung gemacht, das erst im vergangenen Jahr entdeckt wurde.

Die Erkundung soll dabei helfen, das rund 9.500 Quadratkilometer große Riffsystem zu schützen. Nur wenige Kilometer entfernt planen die beiden Ölkonzerne Total und BP Erdölbohrungen in großen Tiefen. Dies könnte dem Riff großen Schaden zufügen, fürchten die Forscher und Umweltschützer.

Das Riff vor der Amazonasmündung gilt als wichtigste meeresbiologische Entdeckung seit langer Zeit und wird als wissenschaftliche Sensation eingeschätzt. Flussmündungen hielten Forscher bis dahin für ungeeignet für ein Korallenriff, da Korallen klares Wasser brauchen, was vor der Mündung des Amazonas in den Atlantik nicht gegeben ist. 

"Die riffbildenden Lebewesen wie Korallen, Kalkalgen und Schwämme scheinen hier aber zu überleben, ohne dass das Meerwasser ausgesprochen klar, sonnendurchflutet und sauerstoffreich ist", sagte die Meeresbiologin Sandra Schöttner, die für Greenpeace an der Expedition beteiligt ist.

Bislang sind erst rund fünf Prozent der Rifffläche kartiert. Möglicherweise ist das Riff sogar noch größer als bisher angenommen. Die Erkundung könnte den Forschern einen Einblick geben, wie Korallenriffe unter erschwerten Umweltbedingungen überleben können, etwa durch Klimawandel und Erosion.

Interview mit Greenpeace-Expertin Sandra Schöttner zum Amazonas-Riff: Eine unbekannte Welt entdecken

Schützt das Amazonas-Riff!
Überraschungsfund vor der Küste Brasiliens - Wo der Amazonas auf den Atlantik trifft, hat sich ein einzigartiger Lebensraum gebildet, der bis vor kurzem unentdeckt war. Das Korallenriff vor Brasilien ist eine wissenschaftliche Sensation – doch es wird von der Ölindustrie bedroht. Petition unterzeichnen

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (vk) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!   

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