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09.06.2017

Indiens Temperaturanstieg ist tödlich

In den vergangenen beiden Jahren erlebte Indien extreme Hitzewellen, bei denen Tausende Menschen starben.

Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass dies keine Ausnahme ist. Durch die steigenden Sommertemperaturen auf dem Subkontinent ist die Wahrscheinlichkeit tödlicher Hitzewellen zwischen 1960 und 2009 um 146 Prozent gestiegen. Die Studie erschien jetzt im Fachmagazin Science Advances und ist dort frei zugänglich.


Grafik: aus der Studie | Indien muss sich auf noch mehr extreme Hitzewellen einstellen.

Für ihre Studie nutzten die Forscher Daten der indischen Meteorologiebehörde. Sie analysierten den Anstieg der Sommertemperaturen sowie Häufigkeit und Ausmaß von Hitzewellen und die dadurch verursachten Todesfälle. Besonders brisant sind die Ergebnisse der Untersuchung, weil der extreme Anstieg der Wahrscheinlichkeit von tödlichen Hitzeereignissen mit einem Anstieg der Durchschnittstemperatur von nur 0,5 Grad Celsius einhergeht, wie die Wissenschaftler betonen. Selbst ein moderater Temperaturanstieg kann demnach in bestimmten Regionen zu gravierenden Folgen führen.

Derzeit erlebt die Region erneut für den Sommerbeginn ungewöhnlich hohe Temperaturen. In Indiens Hauptstadt Neu-Delhi stieg das Thermometer Anfang Juni auf 47 Grad. Im benachbarten Pakistan wurden 52 Grad gemessen. 

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (vk) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!  

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