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13.06.2018

Produktion von Fisch und Rindfleisch ist Klimakiller

Die Produktion von Rindfleisch und Seewolf aus Aquafarmen belasten die Umwelt am stärksten, der konventionelle Fang von frei lebenden Fischen und Muscheln aller Art am wenigsten.

Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Washington in ihrer aktuellen in "Frontiers in Ecology and the Environment" publizierten Studie. Das Team um Ray Hilborn wollte wissen, welche Nahrungsmittel die meisten Emissionen an CO2 und anderen Schadstoffen verursachen.

Ein Hamburger als Maßstab

Die Forscher haben für jede Produktionsart den Einfluss der Herstellung von 40 Gramm Protein auf die Umwelt errechnet, um einen exakten Vergleich möglich zu machen. Die Menge entspricht dem Fleisch in einem Hamburger. "Mit dieser Methode erhielten wir einheitliche Messergebnisse, mit denen normale Menschen etwas anfangen können", meint Hilborn. "Wir fanden heraus, dass es aus Umweltschutzsicht gute Entscheidungen gibt, was die Auswahl der Nahrungsmittel betrifft, und sehr schlechte."

Das Team hat zehn Jahre lang hunderte Studien ausgewertet, in denen die Umweltbelastung durch die Produktion von Tierprodukten analysiert wurden. Die Studie soll Politikern helfen, wenn es um die Entscheidung geht, bestimmte Produktionsarten zu fördern, die die Umwelt gering belasten. Die Kriterien waren Energieverbrauch, Emissionen von Treibhausgasen, Düngerverbrauch und die Emission von Substanzen, die sauren Regen verursachen.

Seewolf belastet am meisten

Die Untersuchung hat echte Gewinner gezeigt. Dazu zählen Krustentiere aus Aquafarmen, Muscheln aller Art sowie Sardinen, Heringe und Makrelen, die traditionell gefangen werden. Auch Seelachs und Dorsch schneiden gut ab, ebenso Lachs aus Aquafarmen. Insgesamt schneiden Aquafarmen allerdings nicht gut ab, weil sie sehr viel Energie brauchen, um Wasser umzupumpen. Es gibt aber auch hier große Unterschiede. So erzeugt die Produktion von Seewolf in Aquafarmen 20 Mal mehr Treibhausgase als die von Muscheln.

Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Haltung von Landtieren weniger Energie benötigt als die Produktion von Meerestieren. In Sachen Treibhausgase schnitten die Nutztiere an Land allerdings ganz schlecht ab, weil sie große Mengen an Methan emittieren, das bei gleichen Emissionsmengen weitaus stärker zum Klimawandel beiträgt als CO2.   

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "pressetext.com“ (Wolfgang Kempkens) 2018 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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