Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

20.04.2017

Verkehrslärm bedroht Artbestand von Singvögeln

Tiere verkürzen Gesang: Frequenz und Dauer von Autos beeinflusst

Die Lärmbelastung durch Straßenverkehr verändert den Gesang von Singvögeln enorm und kann den Artbestand sogar gefährden. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der George Mason University in ihrer aktuellen Untersuchung. Mehr temporäre Straßensperren könnten dieses Problem in den Griff bekommen.

Starke Schwankungen

Für die Erhebung der Daten studierten die Forscher den Gesang des Östlichen Waldtyranns in drei Parks um die US-Hauptstadt Washington. Die Tonaufnahmen wurden dort getätigt, wo die Lärmbelastung durch vorbeifließenden Verkehr relativ konstant ist und dort, wo diese Belastung durch eine wöchentliche 36-Stunden-Sperrung komplett beseitigt wurde.

Es zeigte sich, dass die Vogelart sofort auf Schwankungen in der Lärmbelastung reagierte und die Länge ihrer Lieder verkürzte. Auch passte das Tier die Frequenz seines Gesanges entsprechend an. Sobald die in dem untersuchten Gebiet befindlichen Straßen für den Verkehr gesperrt wurden, veränderte sich der Gesang wieder und wurde praktisch auf ein Normalmaß zurückgesetzt.

Straßensperren helfen

"Wir haben herausgefunden, dass der Östliche Waldtyrann seinen Gesang angepasst hat, um die akustische Übermittlung abhängig vom Verkehrslärm zu optimieren. Die Ergebnisse bestätigen, dass temporäre Maßnahmen zur Minderung von Verkehrslärm, wie etwa Straßensperren am Wochenende, vorteilhaft für Tiere sein können", erklärt Studienautorin Katherine Gentry. Es sei wichtig, solche Maßnahmen durchzusetzen, da vor allem die Fortpflanzung der Vögel durch die Veränderung des Gesangs beeinflusst wird.             

Zurück zur Übersicht

Quelle   pressetext.redaktion | Sabrina Manzey 2017

Das könnte sie auch interessieren