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20.06.2018

Die Münchner Intersolar-Messe spiegelt das Auf und Ab der deutschen Solarpolitik

Diese Woche präsentieren auf der Intersolar Europe in München rund 1.200 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zur Solarenergie, erwartet werden etwa 40.000 Besucher.

Damit gibt es einen erfreulichen leichten Zuwachs bei den Ausstellern gegenüber den letzten beiden Jahren. Die Messe gibt es nun schon seit 27 Jahren, mit vielem Auf und Ab, vor allem bei Besucherzahlen und Angebot.

Im Jahr 2011 erreichte die Intersolar mit knapp 2.300 Ausstellern und 77.000 Besuchern ihren Höhepunkt. Danach wirkten sich die vielen für die Solarwirtschaft in Deutschland und Europa negativen EEG-Gesetzgebungen unter den Regierungen Merkel und EU-Kommissar Oettinger aus. Viele Unternehmen mussten um ihr Überleben kämpfen, einige verschwanden komplett aus dem Markt.

Klar ist: Deutschland ist nicht mehr Vorreiter bei der Solarenergie, China hat schon seit einigen Jahren die Vorherrschaft übernommen. Das zeigt sich nicht nur in der immer stärkeren Präsenz von chinesischen Ausstellern auf der Intersolar in München, sondern auch mit dem Erfolg der chinesischen Solarmesse SNEC in Shanghai. Dieses Jahr verzeichnete die SNEC über 2.000 Aussteller mit 260.000 Besuchern. Auch bei den Solarmessen hat also China Deutschland weit überholt.

Als Leitmesse für die gesamte Solarbranche veranstaltet Intersolar inzwischen auch Messen in Nordamerika, Indien, China und Südamerika, sowie sogenannte Intersolar Summits in Wachstumsmärkten. 2013 wurde das Angebotsspektrum um das Thema Speicherung und Netzintegration von Erneuerbaren erweitert. Seit 2014 findet zudem parallel die Electrical Energy Storage (ees Europe) statt, die internationale Messe für Batterien, Energiespeicher und innovative Fertigung.

Dieses Jahr werden zudem auch erstmalig zwei neue Messen unter der neuen Dachmarke „The smarter E Europe“ stattfinden, die die Intersolar, ees Europe, sowie Power2Drive (Ladeinfrastruktur und E-Mobilität) und EM-Power (intelligente Industrienutzung in Industrie und Gebäuden) vereint.

Die Entwicklung der beiden Solarmessen in München und Shanghai habe ich in den letzten Jahren vor Ort selbst mitverfolgt (siehe Links zu weiterführenden Beiträgen) und werde auch dieses Jahr wieder mit Interviews, der Gala von Solarfuture.Today und vielen Gesprächen auf der Messe präsent sein.

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