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11.03.2018

Bioaktive Substanzen aus den Abfällen von Zitrusfrüchten gewinnen

Wenn Zitrusfrüchte verarbeitet werden, bleibt etwa die Hälfte der Biomasse als Abfall zurück. Diese Reste enthalten wertvolle natürliche Substanzen, die als Rohstoffe für die Produktion von Biomaterialien verwendet werden können.

An der Jacobs University versucht die Biologin Dr. Alejandra Omarini neue Wege zu finden, diesen Abfall zu recyceln. Sie ist Trägerin des Georg Forster Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Pilze spielen seine sehr wichtige Rolle bei der Zersetzung von Biomasse oder im Energiekreislauf. Als Modellorganismus verwendet Dr. Omarini den essbaren Pilz P. sapidus, er wird erstmals zur Herstellung von bioaktiven Verbindungen eingesetzt. Die Forschung stützt sich auf das Konzept der Bioökonomie, also der Nutzung biologischer Ressourcen, und recycelt Abfallprodukte durch Fermentationsprozesse unter Einsatz von Mikroorganismen. Sie fördert die Nachhaltigkeit der Zitrusindustrie und soll zugleich die Verfügbarkeit von bioaktiven Verbindungen verbessern. Sie werden unter anderem in der Lebensmittelindustrie, bei der Herstellung von Kosmetika und Pharmazeutika oder der Agrochemie verwandt.

Dr. Alejandra Beatriz Omarini gehört für 18 Monate der Arbeitsgruppe von Marcelo Fernandez-Lahore an, Professor für Bioverfahrenstechnik an der Jacobs University. Sie promovierte in Molekularbiologie und Biotechnologie an der Nationalen Universität San Martín in Buenos Aires, Argentinien. Dr. Omarini hat zwei Stationen als Postdoktorand absolviert, zunächst in Spanien in der Mikrobiologie und Genetik-Gruppe an der öffentlichen Universität von Navarra sowie am Institut für Lebensmittelchemie und Humanernährung der Leibniz Universität Hannover. Bevor sie an die Jacobs University kam, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Instituto de Ciencias de la Tierra y Ambientales de la Pampa (INCITAP), La Pampa, Argentinien.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt den interkulturellen Dialog zwischen deutschen und ausländischen Wissenschaftlern durch akademischen Austausch. Die Stipendien sind hoch angesehen. Mit dem Georg Forster-Forschungsstipendium fördert die Stiftung Postdoktoranden aller Disziplinen aus Entwicklungs- und Schwellenländern mit Ausnahme von China und Indien.

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Quelle   Jacobs University 2018

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