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29.01.2018

Ozeane brechen Temperatur-Rekord

Im vergangenen Jahr waren die Ozeane so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Das hat eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für Atmosphärenphysik in Peking ergeben. Die oberen 2.000 Meter der Weltmeere sind demnach wärmer gewesen als im zweitwärmsten Jahr 2015. Die vergangenen fünf Jahre waren zudem die wärmsten für die Ozeane überhaupt. Das einzige Jahr, das diesem Trend nicht folgte, war das Jahr 2016: Dort haben die Meere durch das El-Niño-Ereignis Energie abgegeben und sich abgekühlt, wie die Forscher schreiben.

Die Ozeane können wegen der hohen Wärmekapazität des Wassers viel Energie speichern und nehmen über 90 Prozent der überschüssigen Wärme auf, die durch den Klimawandel entsteht. Weil sich Wasser langsamer erwärmt und abkühlt als Luft, schwankt die Temperatur der Ozeane weniger als die der Luft. "Die Erwärmung der Ozeane spiegelt den Klimawandel wider und wird weniger von wetterbedingten Störungen und Phänomenen wie El Niño beeinflusst", schreiben die Pekinger Wissenschaftler.

Die Erwärmung der Ozeane sorgt dafür, dass sich das Wasser ausdehnt und der Meeresspiegel steigt. Im Jahr 2017 machte das im Vergleich zu 2015 einen Unterschied von 1,7 Millimetern aus, wie die Forscher berechnet haben. Weitere Folgen sind, dass die Ozeane weniger Sauerstoff aufnehmen, die Korallenbleiche zunimmt und die Eisschelfe schmelzen.

Auch mit der Lufttemperatur hat das Jahr 2017 einen Rekord gebrochen: Wenn man den El-Niño-Effekt herausrechnet, war es das wärmste jemals gemessene Jahr.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (fme) 2018 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!    

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