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12.08.2017

Die Veränderer! - The change makers! Teil 27

In einer Zeit, in der so viele Menschen ob der täglichen Flut der grausamen Nachrichten zwischen Verzweiflung und Resignation schwanken, brauchen wir Vorbilder: Teil 27

„11 Menschen verhungert - Die indigene Gruppe der Juang ist vom Aussterben bedroht.“

„Diese Nachricht traf mich bis ins Mark, besonders weil sie aus meinem Heimatdistrikt Keonjhar kam. Das war 1989. Ich musste etwas tun. Sofort!

Ich mobilisierte die Presse, gewann einige Mitstreiter und wir begannen mit Hilfsmaßnahmen für die vom Hungertod bedrohten Menschen. Ich suchte motivierte junge Adivasi, die für soziale Veränderungen brannten und half ihnen, die Ursachen ihrer extremen Armut zu verstehen.

Sie fassten schließlich den Mut, gegen die viel zu geringe Bezahlung der Adivasi bei einem großen Staudammprojekt vorzugehen. Sie kämpften gegen den Holzschmuggel und für das Land, auf dem ihre Vorfahren schon seit Jahrhunderten gelebt hatten und wo ihnen jetzt Vertreibung drohte.

Aber unsere Bewegung war noch viel zu klein. Wir konnten nicht verhindern, dass weitere Menschen verhungerten, darunter viele Kinder. 2006 konnten wir dank Unterstützung von ANDHERI HILFE unsere Arbeit auf 102 Dörfern ausdehnen, inzwischen sogar auf 225. Doch wir machen uns beileibe nicht nur Freunde.

Das Land der Adivasi ist reich: kostbare Hölzer über der Erde, reiche Rohstoffe unter der Erde. Da wird von starken Interessensgruppen gar nicht gerne gesehen, dass die Adivasi ihre Rechte kennenlernen und hierfür kämpfen. Wie oft wurden wir bereits als 'Maoisten' bezeichnet. Mehrere meiner Mitarbeiter wurden eingesperrt und über viele Monate festgehalten. Recht und Gerechtigkeit liegen oft weit auseinander. Aber so lange hier Menschen verhungern, kämpfen wir weiter!“

  • Die ANDHERI HILFE ist stolz, Partner wie Duskar Barik und sein Team von KIRDTI (im ostindischen Bundesstaat Odisha) zu haben, die sich trotz aller Bedrohungen vehement für die Allerärmsten einsetzen.

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In diesem Jahr wurde die ANDHERI HILFE 50 Jahre alt und ist damit eine der ältesten Nichtregierungsorganisationen in Bonn – gegründet von der „Ur-Bonnerin“ Rosi Gollmann! Seit 50 Jahren sind Engagement, Empathie und Ehrlichkeit die Werte, die uns bewegen, alles uns mögliche zu tun, um armen und diskriminierten Menschen in Indien und Bangladesch eine Starthilfe für ein Leben in Würde zu geben!

Setzt mit uns Euren Punkt gegen Armut und Unterdrückung. Postet Euer Statement auf der Kampagnenseite http://www.dein-punkt.org/ und seid aktiv an der Seite der Ärmsten in Indien und Bangladesch! 

Wollen Sie helfen?
Spendenkonto / Our donations account: IBAN: DE80 3705 0198 0000 0400 06, SWIFT-BIC: COLSDE33 

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Quelle   Elvira Greiner |  Vorsitzende der Andheri-Hilfe | Bonn 2017

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