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05.08.2017

Historische Chance für atomare Abrüstung nutzen

72 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Bundesweit rund 60 Aktionen und Veranstaltungen 

In den kommenden Tagen jähren sich die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August zum 72. Mal. Angesichts dieser Jahrestage fordert das Netzwerk Friedenskooperative die Bundesregierung auf, den Vertrag zu einem Atomwaffenverbot zu unterzeichnen. Dieser wurde im Juli von 120 Staaten verabschiedet und wird am 20. September zur Ratifizierung freigegeben. Nur so kann die Bundesregierung ihre Glaubwürdigkeit bezüglich ihrer Bestrebungen für eine atomwaffenfreie Welt wahren.

„72 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki lastet noch immer das Joch von 15.000 Atomwaffen auf unserem Planeten“, bilanziert Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative. Er fordert: „Wenn wir dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt wirklich näher kommen wollen, müssen unsere Schritte in diese Richtung endlich konsequenter werden. Deutschland sollte die historische Chance des Atomwaffenverbotsvertrages nutzen.“

Bei der UN-Vollversammlung wird der Vertrag nach derzeitigem Stand in Anwesenheit der Außenminister am 20. September zur Ratifizierung freigegeben. Notwendig sind 50 Ratifizierungen, damit der Vertrag 90 Tage später in Kraft tritt. Nach dem Inkrafttreten des Vertrages ist der Besitz von Atomwaffen mit einem beträchtlichen diplomatischen Reputationsschaden verbunden, wodurch der Druck für Abrüstungsinitiativen voranzutreiben massiv erhöht wird. Der im Juli verabschiedete Verbotsvertrag wird bei vielen Veranstaltungen rund um den Hiroshima und Nagasaki Gedenktag eine wichtiges Thema sein. Ebenso wie das Ende der nuklearen Teilhabe Deutschlands und der Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel.

Alle Infos zu Veranstaltungen und AktionenDeutschlandweit werden rund 60 Gedenkveranstaltung und Aktionen rund um die Jahrestage stattfinden. Eine Übersicht über die Termine und weiteres Hintergrundmaterial stellt das Netzwerk Friedenskooperative zur Verfügung unter.

  • Hiroshima, Nagasaki und Fukushima: Der Mahnruf des missachteten Gewissens | Vor 72 Jahren warfen US-Soldaten erstmals in der Menschheitsgeschichte eine Atombombe auf bewohntes Gebiet ab. Ihr Ziel am 6. August, morgens um 8.15 Uhr, war die südjapanische Stadt    
  • Bis 2020: Eine Welt ohne Atomwaffen? | Der frühere Bürgermeister von Hiroshima, Tadeshoki Akiba, schrieb 2005 an tausende Bürgermeister-Kollegen auf der ganzen Welt: „Die vornehmste Aufgabe eines Bürgermeisters ist es, das Leben und das Eigentum seiner Bürger zu schützen“. 
  • Nach Fukushima: Du sollst den Kern nicht spalten | Der Super-GAU von 2011 hat Fukushima einen dunklen Ruf beschert. Verdient haben diese Ruf aber eher der Atomkraftbetreiber Tepko und die japanische Atomlobby – hier in Japan „Nuclear Village“ genannt. In kaum einem anderen Land war der Glaube an die nukleare Sicherheit so tief verwurzelt wie in Japan, nun ist er ebenso tief erschüttert. Ein Bericht von Franz Alt 

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Quelle   Netzwerk Friedenskooperative 2017

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