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06.11.2017

Strom per Prepaid aufladen

Studie zeigt Chancen und Hemmnisse für den Einsatz von Guthabenzählern

Schon bald könnte der Bezug von Strom über Guthabenkarten zum Alltag gehören. Ähnlich wie bei Mobiltelefonen lässt sich auch der Bezug von Strom mit Hilfe von Prepaid-Systemen abwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Guthabenzahlung für Strom", die das Wuppertal Institut im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt hat. Die Forscher geben Handlungsempfehlungen, die Prepaidzähler bald marktreif machen könnten.

Prepaidzähler lassen sich ähnlich wie bei Prepaid-Handys auch als Tarifmodell für Strom in Haushalten und Unternehmen einsetzen. Mit dem anstehenden Breiteneinsatz von intelligenten Stromzählern ist auch die Einführung der Prepaidfunktion ein Kinderspiel. "Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial", sagt Dr. Michael Kopatz, Mitautor der Studie und Projektleiter in der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik. Prepaidzähler könnten einen Beitrag für den Klimaschutz leisten, die finanzielle Lage von einkommensarmen Haushalten stabilisieren und die Versorgungsunternehmen im Inkassobereich entlasten.

Das Prinzip von Prepaidzählern ist denkbar einfach: Man verbraucht nur das, was man vorher eingezahlt hat. Das Guthaben für den Stromverbrauch kann über ein Display am Zählergerät jederzeit eingesehen werden. Dadurch erhalten die Nutzer eine umfassende Kostentransparenz und damit die Kontrolle über ihren täglichen Stromverbrauch. Schulden, Nachzahlungen oder gar Stromsperren gibt es nicht mehr.

"Durch den Einsatz von Prepaidzählern können letztlich Stromspareffekte erzielt werden, die das Finanzbudget der Haushalte entlasten", erklärt der Projektleiter Oliver Wagner aus der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.

Die Studie, die neben Recherche- und Befragungsergebnissen auch zahlreiche Handlungsempfehlungen aufzeigt, kann kostenlos unter nachfolgendem Link runtergeladen werden.

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Quelle   Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 2017

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