Umwelt
Diese Wolken aus gefrorener Salpetersäure und Schwefelsäure bilden sich, wenn die Temperaturen in der Stratosphäre in etwa 20 km Höhe unter etwa -78 Grad Celsius fallen. Dies ist in diesen Tagen in weiten Teilen der Arktis der Fall. Obwohl diese Wolken natürlichen Ursprungs sind - sie sind vereinzelt auch schon auf Gemälden aus dem 18. Jahrhundert belegt - sind sie durch menschliche Aktivität inzwischen zu einem Menetekel für drohenden Ozonverlust geworden. Chemische Prozesse auf der Oberfläche der Wolkenpartikel wandeln die zunächst harmlosen Abbauprodukte der menschengemachten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in aggressive ozonzerstörende Substanzen um. Damit entfaltet sich die ozonabbauende Wirkung der FCKW immer dann mit voller Wucht, wenn es in der Stratosphäre extrem kalt ist. So wie in diesen Tagen über der Arktis. © Markus Rex, Alfred-Wegener-Institut
Die Lage des Polarwirbels am 14. März 2011. Die vom Ozonverlust betroffenen Luftmassen sind rot dargestellt. © EZMW/AWI-Potsdam
Laut Vorhersage des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) wird sich der Polarwirbel mit den verringerten Ozonkonzentrationen Anfang nächster Woche in Richtung Ostrussland verlagern. Die Abbildung zeigt die voraussichtliche Situation für den 20. März 2011. Die tatsächliche Lage am 20. März kann von der Vorhersage allerdings noch erheblich abweichen. Derartige Verlagerungen können jederzeit auch über Europa oder Nordamerika auftreten. © EZMW/AWI-Potsdam.
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