Zukunft
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Der Bestseller in Sachen Gentechnik - informativ, fesselnd und schonungslos offen, berichtet über das, was uns alle erwartet:
Am Beginn des 3. Jahrtausends stehen wir, trotz gegenteiliger Prognosen vor immer größer werdenden, gesundheitlichen Problemen.
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Mitte der 80er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich scheint alles möglich!
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Artikel 136 von 236
:: Grüne Gentechnik gefährdet das Leben
Der neuen Landwirtschaftsminister Horst Seehofer will die bevorzugte Behandlung der Biolandwirtschaft beenden und die grüne Gentechnik befördern: Ist dies das Ende der Wahlfreiheit für die Bürger? Ist dies das Ende für die Biolandwirtschaft? Gastkommentar von Michael Schick.
Mir scheint, es besteht ein großes Informationsdefizit über die tatsächlichen Gefahren durch die Grüne Gentechnik:
- Schon heute ist es in Kanada nicht mehr möglich Bioraps (ein wertvolles Speiseöl) zu produzieren, weil inzwischen das gesamte Land mit Genraps verseucht ist. Die Pollen und sogar die Rapssamen werden vom Wind in alle Richtungen verbreitet.
- Konventionelle Landwirtschaft ist im Gegensatz zur Biolandwirtschaft sehr energieintensiv: Zur Herstellung und Ausbringung von 1 Tonne Kunstdünger ist die Energie von 2 Tonnen Erdöläquivalent notwendig. Würde ganz Deutschland biologisch bewirtschaftet, würde mehr Energie eingespart, als alle deutschen Atomkraftwerke zurzeit zusammen erzeugen...
- Es gibt keinerlei Langzeitversuche, die die Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen belegen. Für die Genehmigung des BT-176- Maises von Syngenta wurde vom Robert-Koch-Institut ein Fütterungsversuch über 60 Tage durchgeführt. Der Bauer Glöckner aus Hessen war einer der ersten in Deutschland der den Mais anbaute und über mehrere Jahre an seine Kühe verfüttert hat. Begonnen hat er im Jahr 1997 mit einem halben Hektar Genmais, im Jahr 2000 baute er auf 10 Hektar ausschließlich Genmais an. Bis dahin zeigten seine Kühe keinerlei Auffälligkeiten, doch dann nahm das Unheil seinen Lauf: Die Tiere wurden zunehmend krank, auch der Tierarzt stand vor einem Rätsel. Zwischen Mai und August 2001 starben die ersten 5 der insgesamt 70 Tiere. 2004 musste Glöckner seinen Milchviehbetrieb aufgeben, nachdem die Kühe nicht mehr gesunden wollten. Eine ausführliche Beschreibung der Vorgänge ist im Anhang zu lesen.Â
- Das Einfügen eines neuen Genes in einen Organismus ist alles andere als genau. Das fremde Gen wird meist mit Hilfe eines "Vektors" (am besten eignet sich hier ein Bakterium oder ein Virus) in die fremde Zelle geschleust. Um eine Abstoßung zu verhindern werden dem neuen Gen aktivitätsfördernde "Promotoren" hinzugefügt. Um überprüfen zu können, ob die Manipulation erfolgreich war wird noch ein "Antibiotika resistentes Marker-System" beigefügt. Dieser Vorgang wird Tausende Male wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis da zu sein scheint.
- Ein großes Gesundheitsproblem für die Menschheit stellt die Antibiotikaresistenz der Genpflanzen dar. Werden diese Pflanzen konsumiert, überträgt sich die Resistenz. Wird im akuten Krankheitsfall dieses Antibiotikum zur Therapie gereicht, wird eine Wirkung ausbleiben. Aus diesem Grund hat die British Medical Association nach einer Studie über GV-Nahrungsmittel einen eindeutigen Beschluss gefasst: "Die Verwendung von Antibiotika-resistenten Marker-Genen in GV-Nahrungsmitteln sollte verboten werden, da das Risiko für die menschliche Gesundheit durch eine in Mikroorganismen entwickelte Antibiotikaresistenz als eine der größten allgemeinen Gefahren für die Gesundheit im 21. Jahrhundert angesehen werden muss."...
- Wissenschaftler der amerikanischen Lebensmittelkontrollbehörde FDA warnen vor einem Nährwertverlust durch eine unerwünschte Veränderung auf dem Nährwertniveau. Die Behörde ignoriert aber ihre eigenen Wissenschaftler.
- Es gibt keine toxikologischen Langzeituntersuchungen von GV-Nahrungsmitteln, obwohl Wissenschaftler der FDA dies wiederholt gefordert haben. Wieder hat die FDA nicht auf ihre eigenen Mitarbeiter gehört, und dies obwohl auch der Fall Glöckner eine eindeutige Sprache spricht. Auf dem Hof Glöckner aber war kein Wissenschaftler zu finden...
- Die Zahl der durch Lebensmittel ausgelösten Erkrankungen hat in Amerika seit Einführung der GV-Nahrungsmittel um 40 % zugenommen.
- Inzwischen werden 95% der Forschungsarbeiten von Wissenschaftler durchgeführt, die bei Gentechkonzernen beschäftig sind.
Die Kontrollbehörden werden unterwandert: Die zwei deutschen Vertreter bei der EFSA, (EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit) Buhk und Bartsch hatten in schriftlichen Befragungen der Behörde angegeben, neutral zu sein und keinerlei Interessen zu vertreten. Im Jahre 2002 traten die beiden in einem Werbefilm für Genmais auf. Das ARD-Magazin "Report" Mainz deckte auf, dass Buhk auch im Jahre 2004 noch Verflechtungen zur Genindustrie hatte: Er war an der Organisation der Biotechgroßkonferenz ABIC der Deutschen Gentechnikfirma Phytowelt beteiligt... - Der Monsanto-Konzern hat versucht Regierungsbeamte in Indonesien zu bestechen. Das Ganze flog auf, Monsanto wurde zu einer Geldstrafe von 1,5 Mio. Dollar verurteilt. Der Bestechungsbetrag von 50.000 Dollar wurde als "Consultinghonorar" in die Buchhaltung eingetragen...
- GV-Nahrungsmittel bergen ein riesiges Umweltrisiko in sich. Einmal freigesetzt gibt es kein Zurück mehr. Wir kennen das aus der Vergangenheit mit "exotischen Pilzen". Einer davon ist z.B. verantwortlich für das große Ulmensterben in Europa: Es gibt Regionen, wo die Ulme vollständig ausgerottet wurde. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist der Gen-Raps in Canada.
- In Argentinien gibt es schon jetzt mehrere Dutzend Superunkräuter, denen die Farmer mit noch giftigeren Spritzmitteln wie dem gefährlichen Atrazin beizukommen versuchen. Farmer berichten von Ausschlägen, Übelkeit, Augenschmerzen, gestorbenen Haustieren sowie Tot- und Fehlgeburten bei Ziegen und Schweinen nach dem Einsatz von Atrazin.
- Bei Gentech-Pflanzen dreht sich fast immer alles um Gift: Entweder produziert die Pflanze selber das Gift (BT-Mais und -Baumwolle) oder sie wird resistent gegen ein Gift gemacht, das ansonsten alles tötet: alle anderen Pflanzen, allerlei Kleingetier und leider auch Regenwürmer und andere Nützlinge.
- Beim konventionellen "Integrierten Anbau" wird wenigstens versucht nur bei einem entsprechend hohen Befall von Schädlingen zu behandeln. Diese Anbauform wird durch die Gentechnik vollkommen in Frage gestellt.
- Um unerwünschte Auskreuzungen zu verhindern kommt zunehmend die sogenannte Terminator-Technologie zum Einsatz: Sie macht die Pflanzen steril indem sie kurz vor der Reife der Samen die Keimfähigkeit zerstört! Was sind das für Lebensmittel, wo der wichtigste Teil im Samen zerstört ist???
- Es ist erschreckend wie wenig selbst manche Fachleute über die Grüne Gentechnik wissen. Der FDP-Bundestagskandidat unseres Wahlkreis von 1998 und Mikrobiologe erklärte mir vor wenigen Wochen in einem Streitgespräch einige grundlegende Dinge:
- Es sei unmöglich ein tierisches Gen in eine Pflanze einzubauen...
- Es sei unmöglich, dass das eingebaute Gen in den Pollen der Pflanze gelange...
- Wenn die Grüne Gentechnik so sicher und gefahrlos ist, warum kann dann die noch von Rot/Grün beschlossene Verursacherhaftung (Verursacht der Gen-Bauer einen Schaden für den Nachbarlandwirt, muss der Gen-Bauer haften) nicht bestehen bleiben? Warum gibt es keine Versicherung, die eventuelle Schäden durch Gen-Technik versichern will? Warum muss hier ein Haftungsfonds herhalten, in den alle (auch der Biobauer) einzahlen müssen?
Anhang:
Was ist geschehen bei Bauer Glöckner?
Fütterungsfehler seien wohl die Ursache. Dies ließ Bauer Glöckner nicht auf sich beruhen und ließ durch einen vereidigten Sachverständigen Futtermittelproben ziehen. Die Staatliche Versuchs- und Lehranstalt in Neustadt fand 8,3 Mikrogramm BT-Toxin pro Kilo Frischmasse. Hingegen fand das Syngenta-Forschungszentrum in den selben Proben kein Toxin...
Mit dem Neustädter Ergebnis konfrontiert, änderte Syngenta die zuvor geleistete Aussage, das Gift werde nach der Ernte des Maises beim Siliervorgang abgebaut. Jetzt hieß es, das Toxin werde in Sekundenschnelle im Verdauungstrakt der Kühe abgebaut und taucht deshalb weder im Fleisch, noch sonst wo im Tier auf.
Weitere Untersuchungen zeigten ein anderes Bild: Das Bakterium Thuringiensis fand sich im Blutkreislauf, in den Lymphknoten und im Kot und somit auch in der Gülle. Jetzt hüllte sich Syngenta in Schweigen. Glöckner gab weitere Untersuchungen in Auftrag: Es stellte sich heraus, dass das Aminosäurenmuster des BT-Körnermaises erheblich von dem eines normalen Körnermaises abwich. Die Sorten sind nicht homolog, also gleichwertig, weshalb der BT-176-Mais neu bewertet werden müsste.
Nach diesen Untersuchungen wurde Glöckner vom Syngenta-Deutschland-Geschäftsführer aufgefordert, er solle sich besser um seinen Betrieb kümmern, als um Dinge, von denen er nichts versteht...
Glöckner wollte seine BT-Silage nun natürlich nicht mehr verfüttern und fragte Syngenta nach einer Entsorgungsmöglichkeit: Die Silage sollte nicht auf Grünland ausgebracht werden, wegen etwaiger Wechselwirkungen mit Stalldung?!?!
Im Sommer 2002 verendeten weitere 7 Kühe, nachdem sie auf der Weide waren. Über die Gülle entstand ein Giftkreislauf: Wiese-Kuh-Gülle-Wiese...
Obwohl ab Februar 2002 kein Genmais mehr verfüttert wurde, wurden die übrigen Rinder unerklärlicherweise nicht mehr gesund. Im Jahr 2004 mußte Glöckner infolge massiver Schäden der Tiere die Milchproduktion ganz einstellen. Heute ist er einer der schärfsten Gegner der Grünen Gentechnik.
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Was ist geschehen bei Bauer Glöckner?
Fütterungsfehler seien wohl die Ursache. Dies ließ Bauer Glöckner nicht auf sich beruhen und ließ durch einen vereidigten Sachverständigen Futtermittelproben ziehen. Die Staatliche Versuchs- und Lehranstalt in Neustadt fand 8,3 Mikrogramm BT-Toxin pro Kilo Frischmasse. Hingegen fand das Syngenta-Forschungszentrum in den selben Proben kein Toxin...
Mit dem Neustädter Ergebnis konfrontiert, änderte Syngenta die zuvor geleistete Aussage, das Gift werde nach der Ernte des Maises beim Siliervorgang abgebaut. Jetzt hieß es, das Toxin werde in Sekundenschnelle im Verdauungstrakt der Kühe abgebaut und taucht deshalb weder im Fleisch, noch sonst wo im Tier auf.
Weitere Untersuchungen zeigten ein anderes Bild: Das Bakterium Thuringiensis fand sich im Blutkreislauf, in den Lymphknoten und im Kot und somit auch in der Gülle. Jetzt hüllte sich Syngenta in Schweigen. Glöckner gab weitere Untersuchungen in Auftrag: Es stellte sich heraus, dass das Aminosäurenmuster des BT-Körnermaises erheblich von dem eines normalen Körnermaises abwich. Die Sorten sind nicht homolog, also gleichwertig, weshalb der BT-176-Mais neu bewertet werden müsste.
Nach diesen Untersuchungen wurde Glöckner vom Syngenta-Deutschland-Geschäftsführer aufgefordert, er solle sich besser um seinen Betrieb kümmern, als um Dinge, von denen er nichts versteht...
Glöckner wollte seine BT-Silage nun natürlich nicht mehr verfüttern und fragte Syngenta nach einer Entsorgungsmöglichkeit: Die Silage sollte nicht auf Grünland ausgebracht werden, wegen etwaiger Wechselwirkungen mit Stalldung?!?!
Im Sommer 2002 verendeten weitere 7 Kühe, nachdem sie auf der Weide waren. Über die Gülle entstand ein Giftkreislauf: Wiese-Kuh-Gülle-Wiese...
Obwohl ab Februar 2002 kein Genmais mehr verfüttert wurde, wurden die übrigen Rinder unerklärlicherweise nicht mehr gesund. Im Jahr 2004 mußte Glöckner infolge massiver Schäden der Tiere die Milchproduktion ganz einstellen. Heute ist er einer der schärfsten Gegner der Grünen Gentechnik.
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Quelle:
Michael Schick 2005
Michael Schick 2005
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