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:: Konflikte, Krisen, Katastrophen - Hat der Frieden noch eine Chance?
WDR | 16.03.08 | 11:00 Uhr
Noch in den 80er Jahren gingen in Deutschland Zigtausende gegen das atomare Wettrüsten in Ost und West auf die Straße. Ihre Ablehnung einer militärischen Sicherheitspolitik gründete auf pazifistischen Ideen. "Frieden schaffen ohne Waffen" lautete damals die Devise.
Heute scheint der Pazifismus als politische Kraft der Vergangenheit anzugehören. Die Kriege auf dem Balkan, die ethnischen Konflikte in Afrika und die Terroranschläge vom 11. September 2001 bedeuteten für viele Friedensbewegte von einst eine Abkehr von "pazifistischen Illusionen". Zugleich wandelte sich die Bundeswehr von der reinen Verteidigungsarmee zur Eingreiftruppe. Längst haben wir uns an deutsche Soldaten im Ausland gewöhnt: Vom Balkan bis Afghanistan, von der Beobachtermission bis zur See-Überwachung sind sie in den Krisenregionen der Welt im Einsatz. Und schon bald könnten sie nicht nur Aufbau- und Friedensarbeit leisten, sondern auch gezielt in Kampfeinsätze geschickt werden. Gerade wurden im Bundestag die neuen Leitsätze zur "Inneren Führung" der Bundeswehr diskutiert, die erstmals an ein Tabu rühren: das Töten.
Anlass für west.art am sonntag, am 16. März 2008 danach zu fragen, ob wir uns Pazifismus heute überhaupt noch leisten können. Stellt sich Deutschland ins Abseits, wenn es die Teilname an UN-Missionen verweigert? Ist Pazifismus unzeitgemäß und naiv? Kann man den Frieden nur mit dem Gewehr im Anschlag retten, oder lassen sich internationale Konflikte auch mit zivilen Mitteln lösen? Darüber spricht Holger Noltze mit seinen Gästen:
Franz Alt Journalist und Buchautor ("Eine bessere Welt ist möglich")
Henryk M. Broder Publizist ("Hurra, wir kapitulieren")
Margret Johannsen Friedensforscherin
Bodo Kirchhoff Schriftsteller ("Eros und Asche")
Juli Zeh Schriftstellerin ("Alles auf dem Rasen") und Juristin
Mehr Information über die Gäste finden Sie hier
Heute scheint der Pazifismus als politische Kraft der Vergangenheit anzugehören. Die Kriege auf dem Balkan, die ethnischen Konflikte in Afrika und die Terroranschläge vom 11. September 2001 bedeuteten für viele Friedensbewegte von einst eine Abkehr von "pazifistischen Illusionen". Zugleich wandelte sich die Bundeswehr von der reinen Verteidigungsarmee zur Eingreiftruppe. Längst haben wir uns an deutsche Soldaten im Ausland gewöhnt: Vom Balkan bis Afghanistan, von der Beobachtermission bis zur See-Überwachung sind sie in den Krisenregionen der Welt im Einsatz. Und schon bald könnten sie nicht nur Aufbau- und Friedensarbeit leisten, sondern auch gezielt in Kampfeinsätze geschickt werden. Gerade wurden im Bundestag die neuen Leitsätze zur "Inneren Führung" der Bundeswehr diskutiert, die erstmals an ein Tabu rühren: das Töten.
Anlass für west.art am sonntag, am 16. März 2008 danach zu fragen, ob wir uns Pazifismus heute überhaupt noch leisten können. Stellt sich Deutschland ins Abseits, wenn es die Teilname an UN-Missionen verweigert? Ist Pazifismus unzeitgemäß und naiv? Kann man den Frieden nur mit dem Gewehr im Anschlag retten, oder lassen sich internationale Konflikte auch mit zivilen Mitteln lösen? Darüber spricht Holger Noltze mit seinen Gästen:
Franz Alt Journalist und Buchautor ("Eine bessere Welt ist möglich")
Henryk M. Broder Publizist ("Hurra, wir kapitulieren")
Margret Johannsen Friedensforscherin
Bodo Kirchhoff Schriftsteller ("Eros und Asche")
Juli Zeh Schriftstellerin ("Alles auf dem Rasen") und Juristin
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Quelle:
WDR | west.art 2008
WDR | west.art 2008
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