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Gabriele Walker und David King "Ganz Heiss - Die Herausforderungen des Klimawandels"
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Buch-Tipp 243 von 411
:: Wir Energiesäufer und Luxusverdiener - und wie wir unser Leben ändern müssen
Das Buch ist eindrucksvoll und enthält verlässliche auch dramatische Informationen. Es bringt manche Dinge für uns Luxus-Verdiener und Energiesäufer auf den Punkt: Wir müssen unser Leben ändern. Von Rupert Neudeck
Nicht allein die Erfindungskraft der Naturwissenschaftler, der Energieforscher, der Chemiker und Biophysiker wird uns vor dem Kollaps bewahren, sondern einfach: Indem wir den maximalen Verbrauch nicht mehr als unser selbstverständliches Lebens- und Menschenrecht verstehen. Es kommt, wie in vielen Büchern dieser Art, die Extrapolation vor: „Falls wir uns Verhalten nicht ändern“, dann wird z.B. die Luft im Jahr 2033 schon 550 ppm CO2-Äq enthalten. Am Ende des Jahrhunderts könnten die Emissionen bei 250 Prozent des heutigen Niveaus liegen und die Treibhauskonzentration könnte munter auf die 1000 ppm Marke zu streben.
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Das – so versichern wir uns pathetisch und feierlich am Sonntag und am Werktag – sei eine gewaltige Herausforderung. Aber dass es nicht darum geht, ungerecht über die Luftfahrt gegenüber dem Fahrrad zu sprechen, sondern dass wir in der Welt der Besitzenden, zu der wir ohne neue Definitionshaarspalterei alle in Europa gehören - weniger verbrauchen und einklagen dürfen, ist sonnenklar.
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„Allerdings müssen wir rasch handeln“, sagen die Autoren an manchen Stellen. Aber an anderen Stellen haben sie wieder zu viel Verständnis. Die Flugzeuge seien zu den „neuen Klimaschurken“ geworden. Das sei nicht fair, wenn man auf die Gesamtmengen schaut. Die Luftfahrt sei für ca. 700 Mio. Tonnen Kohlendioxid jährlich verantwortlich, was ‚NUR’ 1,6 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen entspricht. Doch weiß jedes kleine Kind – auch ohne physikalische Spezialbildung -: Die in großer Höhe freigesetzten Stickstoffdioxode (die an der Entstehung des Ozons, eines anderen Treibhausgases beteiligt sind) sowie das Wasser in den Kondensstreifen verstärken die direkte Wirkung des Kohlendioxids bis um das Dreifache.
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Dabei geht es ja schon lange nicht mehr um Fairness, die Frage ist auch, wer gegen wen? Wir beanspruchen in der Welt herumzukutschieren zu Wasser, zu Lande und in der Luft. In Addis Abeba fragt mich ein internationaler Globetrotter: „Wann ich denn mal nach Japan komme?“ Wieso soll ich nach Japan fliegen. Ein Hin- und Rückflug von London nach New York erzeugt 1,5 Tonnen Kohlendioxid pro Passagier. Das entspricht der Menge, die ein indischer Normalbürger im ganzen Jahr emittiert. Dann aber noch mal der Versuch von Gerechtigkeit der Autoren. Das gälte auch für die Stromerzeugung, denn ein Drittel der Menschheit habe keinen Zugang zu modernen Energiequellen.
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Es werden alle Daten zusammengefasst in diesem Buch und man bekommt ein dennoch gutes Bild der Katastrophe, in deren Ablauf wir uns schon rotierend bewegen. Die Botschaft der Natur sei klar: „Der Klimawandel ist bereits da“. Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für Naturliebhaber, sondern eine Beobachtung von Entwicklungen, die da sind.
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Es gibt mittlerweile Klimakriege. Einer der ersten läuft vor unseren Augen ab: Der Krieg im westsudanesischen Darfur.  Und wir versuchen dem immer noch durch Stationierung von UN- Soldaten zu wehren, die dann dort mit allen leckeren Erzeugnissen Mitteleuropas versorgt werden müssen. Mindestens 400.000 Zivilisten wurden getötet. Das ist z.B. einfach wieder mal die Gläubigkeit gegenüber der UNO, die einfach irgendeine Zahl produziert, weil man eine Zahl haben muss. Es können also 158.567 sein, der auch 489.231 Tote.
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Die Dürre war ein Faktor verbunden mit wachsender Umweltzerstörung. Landwirtschaftlicher Raubbau und Überweidung hatten das Land in eine Staubwüste verwandelt. Dann gab es im Gefolge der Dürre Faktoren der Politik, die Vernachlässigung der Nomaden und Halbnomaden und die Entfesselung machtgieriger Warlords durch die Regierung des Sudans in Khartoum.
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Katrina ist die andere Katastrophe: Am 29. August 2005 brach dieser Hurrikan über der Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana herein. 1800 Menschenleben kostete die Katastrophe und wirtschaftliche in Höhe von unglaublichen 80 Milliarden USD. Die Autoren rechnen als dritte Katastrophe die Hitzewelle, die im Sommer 2003 Europa erreichte. Diese Hitze ließ 35.000, andere sagen sogar 52.000 Menschen weit vor Ihrer Zeit sterben.
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Wer wird die Kosten tragen, wer wird vorangehen, wer wird die größten Schmutzemissionen für sich verzeichnen müssen?
Die wichtigsten Veränderungen werden zwei Ländergruppen vornehmen müssen: die Industrieländer (1.) und die Schwellenländer (2.). Die Schwellenländer werden bei der „Aufholjagd“ am stärksten zum künftigen Anstieg der Emissionen beitragen. China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika – von diesen Ländern wird für die Bewältigung der Klimakatastrophe die größte Rolle und Verantwortung zukommen.
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Wenn China keinen Weg findet, sich ohne massive Treibhausgasemissionen zu entwickeln, „werden die Bemühungen der übrigen Welt kaum ins Gewicht fallen. Ein neues Abkommen nach Kyoto kann nur sinnvoll sein, wenn China mitmacht“. Die Veränderung der Emissionen seit 1990 liegen bei + 72,7 Prozent.
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Wir Industrieländer tragen aber die größte Verantwortung für den Klimawandel. Wir haben zugleich die Mittel, ihn zu bekämpfen. Besonders eindrucksvoll das Kapitel über die USA, die unter der jetzigen Administration alles getan haben, um die allgemeinen Erkenntnisse über die globale Erwärmung zu kritisieren und schlecht zu machen. das tat sie noch in einer Fast Personal-Identität mit den Firmen (Chevron, Halliburton), die kurzsichtig kein Interesse am Klimawandel hatten. ExxonMobil finanzierte Denkfabriken, um diese Erkenntnisse abzuwehren. Für Aufsätze, die die Erkenntnisse des IPCC Berichts kritisieren und madig machen würde, bekam man je 10.000 US Dollar. Doch kommen aus den USA auch Signale, die sich weltweit ausbreiten. Einmal der phänomenale Film und das Buch von Al Gore „Eine unbequeme Wahrheit“, dazu der Friedensnobelpreis 2007 für ihn.
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Der Governator Arnold Schwarzenegger hat mit einer Supermanns-Effizienz sich des Klimaproblems angenommen hat. Einer der Autoren des Buches (David King) wurde nach Kalifornien eingeladen. Typisch USA: Als King erzählte, Großbritannien habe sich einseitig verpflichtet, seine Emissionen bis 2050 um 60 Prozent zu reduzieren erwiderte Schwarzenegger mit der imperialen Pose der USA: „Dann reduzieren wir um 80 Prozent“.
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Unser Nachbarland Frankreich steht vordergründig besser da, es hat 2004 sein letztes Kohlebergwerk stillgelegt und erzeugt 80 % seines Stroms mit Atomkraft. Gut kommt Deutschland in dem Buch der beiden britischen Wissenschaftler weg. In der Herstellung und im Export von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sei Deutschland Marktführer. Jede zweite Windturbine und jede dritte Solarzelle weltweit werde in Deutschland hergestellt. Angela Merkel habe den Kampf gegen den Klimawandel beflügelt. Als ausgebildete Naturwissenschaftlerin begreife sie das Problem sehr gut, und sie habe es zu „einer der obersten Aufgaben ihrer Regierung“ gemacht.
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Das – so versichern wir uns pathetisch und feierlich am Sonntag und am Werktag – sei eine gewaltige Herausforderung. Aber dass es nicht darum geht, ungerecht über die Luftfahrt gegenüber dem Fahrrad zu sprechen, sondern dass wir in der Welt der Besitzenden, zu der wir ohne neue Definitionshaarspalterei alle in Europa gehören - weniger verbrauchen und einklagen dürfen, ist sonnenklar.
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„Allerdings müssen wir rasch handeln“, sagen die Autoren an manchen Stellen. Aber an anderen Stellen haben sie wieder zu viel Verständnis. Die Flugzeuge seien zu den „neuen Klimaschurken“ geworden. Das sei nicht fair, wenn man auf die Gesamtmengen schaut. Die Luftfahrt sei für ca. 700 Mio. Tonnen Kohlendioxid jährlich verantwortlich, was ‚NUR’ 1,6 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen entspricht. Doch weiß jedes kleine Kind – auch ohne physikalische Spezialbildung -: Die in großer Höhe freigesetzten Stickstoffdioxode (die an der Entstehung des Ozons, eines anderen Treibhausgases beteiligt sind) sowie das Wasser in den Kondensstreifen verstärken die direkte Wirkung des Kohlendioxids bis um das Dreifache.
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Dabei geht es ja schon lange nicht mehr um Fairness, die Frage ist auch, wer gegen wen? Wir beanspruchen in der Welt herumzukutschieren zu Wasser, zu Lande und in der Luft. In Addis Abeba fragt mich ein internationaler Globetrotter: „Wann ich denn mal nach Japan komme?“ Wieso soll ich nach Japan fliegen. Ein Hin- und Rückflug von London nach New York erzeugt 1,5 Tonnen Kohlendioxid pro Passagier. Das entspricht der Menge, die ein indischer Normalbürger im ganzen Jahr emittiert. Dann aber noch mal der Versuch von Gerechtigkeit der Autoren. Das gälte auch für die Stromerzeugung, denn ein Drittel der Menschheit habe keinen Zugang zu modernen Energiequellen.
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Es werden alle Daten zusammengefasst in diesem Buch und man bekommt ein dennoch gutes Bild der Katastrophe, in deren Ablauf wir uns schon rotierend bewegen. Die Botschaft der Natur sei klar: „Der Klimawandel ist bereits da“. Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für Naturliebhaber, sondern eine Beobachtung von Entwicklungen, die da sind.
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Es gibt mittlerweile Klimakriege. Einer der ersten läuft vor unseren Augen ab: Der Krieg im westsudanesischen Darfur.  Und wir versuchen dem immer noch durch Stationierung von UN- Soldaten zu wehren, die dann dort mit allen leckeren Erzeugnissen Mitteleuropas versorgt werden müssen. Mindestens 400.000 Zivilisten wurden getötet. Das ist z.B. einfach wieder mal die Gläubigkeit gegenüber der UNO, die einfach irgendeine Zahl produziert, weil man eine Zahl haben muss. Es können also 158.567 sein, der auch 489.231 Tote.
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Die Dürre war ein Faktor verbunden mit wachsender Umweltzerstörung. Landwirtschaftlicher Raubbau und Überweidung hatten das Land in eine Staubwüste verwandelt. Dann gab es im Gefolge der Dürre Faktoren der Politik, die Vernachlässigung der Nomaden und Halbnomaden und die Entfesselung machtgieriger Warlords durch die Regierung des Sudans in Khartoum.
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Katrina ist die andere Katastrophe: Am 29. August 2005 brach dieser Hurrikan über der Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana herein. 1800 Menschenleben kostete die Katastrophe und wirtschaftliche in Höhe von unglaublichen 80 Milliarden USD. Die Autoren rechnen als dritte Katastrophe die Hitzewelle, die im Sommer 2003 Europa erreichte. Diese Hitze ließ 35.000, andere sagen sogar 52.000 Menschen weit vor Ihrer Zeit sterben.
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Wer wird die Kosten tragen, wer wird vorangehen, wer wird die größten Schmutzemissionen für sich verzeichnen müssen?
Die wichtigsten Veränderungen werden zwei Ländergruppen vornehmen müssen: die Industrieländer (1.) und die Schwellenländer (2.). Die Schwellenländer werden bei der „Aufholjagd“ am stärksten zum künftigen Anstieg der Emissionen beitragen. China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika – von diesen Ländern wird für die Bewältigung der Klimakatastrophe die größte Rolle und Verantwortung zukommen.
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Wenn China keinen Weg findet, sich ohne massive Treibhausgasemissionen zu entwickeln, „werden die Bemühungen der übrigen Welt kaum ins Gewicht fallen. Ein neues Abkommen nach Kyoto kann nur sinnvoll sein, wenn China mitmacht“. Die Veränderung der Emissionen seit 1990 liegen bei + 72,7 Prozent.
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Wir Industrieländer tragen aber die größte Verantwortung für den Klimawandel. Wir haben zugleich die Mittel, ihn zu bekämpfen. Besonders eindrucksvoll das Kapitel über die USA, die unter der jetzigen Administration alles getan haben, um die allgemeinen Erkenntnisse über die globale Erwärmung zu kritisieren und schlecht zu machen. das tat sie noch in einer Fast Personal-Identität mit den Firmen (Chevron, Halliburton), die kurzsichtig kein Interesse am Klimawandel hatten. ExxonMobil finanzierte Denkfabriken, um diese Erkenntnisse abzuwehren. Für Aufsätze, die die Erkenntnisse des IPCC Berichts kritisieren und madig machen würde, bekam man je 10.000 US Dollar. Doch kommen aus den USA auch Signale, die sich weltweit ausbreiten. Einmal der phänomenale Film und das Buch von Al Gore „Eine unbequeme Wahrheit“, dazu der Friedensnobelpreis 2007 für ihn.
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Der Governator Arnold Schwarzenegger hat mit einer Supermanns-Effizienz sich des Klimaproblems angenommen hat. Einer der Autoren des Buches (David King) wurde nach Kalifornien eingeladen. Typisch USA: Als King erzählte, Großbritannien habe sich einseitig verpflichtet, seine Emissionen bis 2050 um 60 Prozent zu reduzieren erwiderte Schwarzenegger mit der imperialen Pose der USA: „Dann reduzieren wir um 80 Prozent“.
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Unser Nachbarland Frankreich steht vordergründig besser da, es hat 2004 sein letztes Kohlebergwerk stillgelegt und erzeugt 80 % seines Stroms mit Atomkraft. Gut kommt Deutschland in dem Buch der beiden britischen Wissenschaftler weg. In der Herstellung und im Export von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sei Deutschland Marktführer. Jede zweite Windturbine und jede dritte Solarzelle weltweit werde in Deutschland hergestellt. Angela Merkel habe den Kampf gegen den Klimawandel beflügelt. Als ausgebildete Naturwissenschaftlerin begreife sie das Problem sehr gut, und sie habe es zu „einer der obersten Aufgaben ihrer Regierung“ gemacht.
Quelle:
Rupert Neudeck 2008
GRÜNHELME 2008
Rupert Neudeck 2008
GRÜNHELME 2008
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