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Wolfgang Pomrehn :„Heisse Zeiten – Wie der Klimawandel gestoppt werden kann“
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Kommt alles noch viel schlimmer? US-Wissenschaftler fordern einen Baustopp für Kohlekraftwerke.
Ein Bericht von Wolfgang Pomrehn
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Buch-Tipp 166 von 345
:: Wie der Klimawandel gestoppt werden kann
Die Klimadebatte ist voll entbrannt und geht doch am entscheidenden Punkt vorbei: Es geht um den kompletten Umbau der Industriegesellschaft. Die Frage ist nicht, ob das Zeitalter von Öl, Kohle und Atomenergie zuende geht, sondern wann und wie das geschieht.
Den Umbau so schnell wie möglich zu beginnen und nicht abzuwarten, bis die ökologische Krise allgegenwärtig und die ökonomische nicht mehr abzuwenden ist, darum dreht es sich. Und zugleich um die Kontrolle über die gesellschaftlichen Ressourcen: Gelingt die Umstellung der Energieversorgung oder überziehen die Stromkonzerne das Land mit neuen Kohlekraftwerken? Diktiert weiterhin die Autolobby die Verkehrspolitik?
Können die Kämpfe für Klimaschutz und sinnvolle Beschäftigung miteinander verbunden werden? Wolfgang Pomrehn trägt die wichtigsten Fakten und Argumente zusammen. Er macht die physikalischen Grundlagen der Klimaprobleme verständlich, nimmt die Bedrohungsszenarien unter die Lupe und diskutiert Sackgassen und echte Alternativen.
Der Journalist und Geophysiker Wolfgang Pomrehn fasst die aktuellen Diskussionen, ihre naturwissenschaftlichen, ökonomischen und politischen Hintergründe zum Klimawandel kompetent zusammen. Mit seinem Buch „Heisse Zeiten – Wie der Klimawandel gestoppt werden kann“ gehört er weder zu den Weltuntergangspropheten, noch zu denen, die relativieren wollen.Â
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Pomrehn glaubt nicht an die Versprechungen der Politiker, die mit marktkonformen Mitteln und zusammen mit den großen Energiekonzernen den Klimawandel aufhalten wollen. „Der Klimawandel ist das größte Versagen des Marktes, den die Welt je gesehen hat“, zitiert der Autor einen der politischen Voreingenommenheit völlig unverdächtigen Kronzeugen, den ehemaligen Weltbank-Ökonomen Nicholas Stern.
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Offizielle Statistiken, die Deutschland bescheinigen, die Treibhausgasemissionen reduziert zu haben, nimmt der Autor fachgerecht auseinander, etwa bei den Emissionen im Straßenverkehr. Grundlage für die Berechnung sei hier nur der verkaufte Sprit an den Tankstellen, aber der Tanktourismus in die benachbarten EU-Staaten, wo Benzin und Diesel viel billiger sind, werde vom Umweltbundesamt nicht eingerechnet. Allein der schwere Frachtverkehr auf Deutschlands Straßen habe deshalb 18 Millionen Tonnen CO² mehr ausgestoßen als die vom Bundesamt veranschlagten 38 Millionen Tonnen.
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Energie- und Verkehrspolitik macht Pomrehn schließlich als Hauptverursacher der menschengemachten Treibhausgasemissionen aus. Dabei gebe es längst alternative und umweltfreundliche Technologien, deren öffentliche Förderung allerdings ein Schattendasein führe, z.B. Windkraft und dezentrale Blockkraftwerke. Statt Privilegien für den Luft- und individuellen Straßenverkehr zu erhalten, schlägt Pomrehn vor, Schienen-, Wasser- und öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Dafür müssten allerdings die heutigen Politiker den Willen und die Courage aufbringen, sich mit den starken Monopolen der Energiekonzerne sowie der Öl-und Automobilindustrie anzulegen.
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Die Schlussfolgerung des Autors ist konsequent
Mit der derzeitigen Bundesregierung sei der notwendige radikale Umbau der Industriegesellschaft nicht zu realisieren. Der Geophysiker macht auch deutlich, dass es bei der menschlichen Beteiligung am Klimawandel weniger um ein technisches, sondern um ein politisches Problem geht.
Können die Kämpfe für Klimaschutz und sinnvolle Beschäftigung miteinander verbunden werden? Wolfgang Pomrehn trägt die wichtigsten Fakten und Argumente zusammen. Er macht die physikalischen Grundlagen der Klimaprobleme verständlich, nimmt die Bedrohungsszenarien unter die Lupe und diskutiert Sackgassen und echte Alternativen.
Der Journalist und Geophysiker Wolfgang Pomrehn fasst die aktuellen Diskussionen, ihre naturwissenschaftlichen, ökonomischen und politischen Hintergründe zum Klimawandel kompetent zusammen. Mit seinem Buch „Heisse Zeiten – Wie der Klimawandel gestoppt werden kann“ gehört er weder zu den Weltuntergangspropheten, noch zu denen, die relativieren wollen.Â
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Pomrehn glaubt nicht an die Versprechungen der Politiker, die mit marktkonformen Mitteln und zusammen mit den großen Energiekonzernen den Klimawandel aufhalten wollen. „Der Klimawandel ist das größte Versagen des Marktes, den die Welt je gesehen hat“, zitiert der Autor einen der politischen Voreingenommenheit völlig unverdächtigen Kronzeugen, den ehemaligen Weltbank-Ökonomen Nicholas Stern.
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Offizielle Statistiken, die Deutschland bescheinigen, die Treibhausgasemissionen reduziert zu haben, nimmt der Autor fachgerecht auseinander, etwa bei den Emissionen im Straßenverkehr. Grundlage für die Berechnung sei hier nur der verkaufte Sprit an den Tankstellen, aber der Tanktourismus in die benachbarten EU-Staaten, wo Benzin und Diesel viel billiger sind, werde vom Umweltbundesamt nicht eingerechnet. Allein der schwere Frachtverkehr auf Deutschlands Straßen habe deshalb 18 Millionen Tonnen CO² mehr ausgestoßen als die vom Bundesamt veranschlagten 38 Millionen Tonnen.
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Energie- und Verkehrspolitik macht Pomrehn schließlich als Hauptverursacher der menschengemachten Treibhausgasemissionen aus. Dabei gebe es längst alternative und umweltfreundliche Technologien, deren öffentliche Förderung allerdings ein Schattendasein führe, z.B. Windkraft und dezentrale Blockkraftwerke. Statt Privilegien für den Luft- und individuellen Straßenverkehr zu erhalten, schlägt Pomrehn vor, Schienen-, Wasser- und öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Dafür müssten allerdings die heutigen Politiker den Willen und die Courage aufbringen, sich mit den starken Monopolen der Energiekonzerne sowie der Öl-und Automobilindustrie anzulegen.
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Die Schlussfolgerung des Autors ist konsequent
Mit der derzeitigen Bundesregierung sei der notwendige radikale Umbau der Industriegesellschaft nicht zu realisieren. Der Geophysiker macht auch deutlich, dass es bei der menschlichen Beteiligung am Klimawandel weniger um ein technisches, sondern um ein politisches Problem geht.
INHALT Vorwort     Â
1.    Einleitung  Â
2.    Der Planet erwärmt sich  Â
   2.1    Klimasystem und Treibhaus  Â
   2.2    Das vom Menschen gemachte Treibhaus  Â
   2.3    Der Wandel hat bereits begonnen  Â
3.    Was steht uns bevor?  Â
   3.1    Klimaveränderungen  Â
   3.2    Ökonomische Implikationen  Â
   3.3    Ein Ausflug in die Vergangenheit  Â
   3.4    Böse Überraschungen  Â
   3.5    Fazit   Â
4.    Die China-Kontroverse  Â
   4.1    Wer darf was?  Â
   4.2    Klimaschutz in China  Â
5.    Vorreiter Deutschland?  Â
   5.1    Ein kleiner Rückblick  Â
   5.2    Weitere Versprechen  Â
   5.3    Widerstände gegen eine Energiewende  Â
6.    Umbau der Stromversorgung  Â
   6.1    Der deutsche Windboom  Â
   6.2    Hinhaltender Widerstand  Â
   6.3    Erneuerbare weltweit auf dem Vormarsch  Â
   6.4    Potenziale  Â
   6.4    Technische Hürden?  Â
   6.5    Neue Netzstruktur notwendig  Â
7.    Revival der Kohle?  Â
   7.1    Konzerne wollen neue Großkraftwerke  Â
   7.2    Privatisierung der Luft?  Â
   7.3    Saubere Kohle?  Â
   7.4    Fazit  Â
8.    Verkehr auf Abwegen  Â
   8.1    Der Straßenverkehr  Â
   8.2    Luft- und Schifffahrt  Â
   8.3    Fazit  Â
9.    Alles Bio oder was? Von nachwachsendem Benzin und anderen Sackgassen  Â
   9.1    Nicht überall, wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin  Â
   9.2    Strahlende Trittbrettfahrer  Â
10. Ausblick | Glossar | BibliografieÂ
Über den Autor
Wolfgang Pomrehn, *1962, Diplom-Geophysiker. Lebt als freier Journalist in Berlin. War Korrespondent bei den Klimakonferenzen der UN in Berlin, Bonn, Genf, Den Haag und Kyoto. Zahlreiche Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge zu Klimaforschung, -schutz und -politik.
Quelle:
SWR2 Uwe Kossack | Katharina Borchardt
SWR2 Uwe Kossack | Katharina Borchardt
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Buch-Tipp 166 von 345














