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Tipp 140 von 212
:: Schock beim Einkaufen
Im aktuellen Greenpeace Magazin erfahren Sie die wahren Gründe, weshalb die Lebensmittelpreise rasant steigen und wer die Profiteure sind.
Lebensmittel werden deutlich teurer. Dass die Preise bald wieder sinken, ist nicht zu erwarten. Denn auf den Feldern, deren Früchte die Menschheit ernähren sollen, wachsen vermehrt Energiepflanzen für Biokraftstoffe heran.
Im Sommer 2007 lagen in Deutschland die Nerven blank. Ständig rechnete die Nation mit einer neuen Preisoffensive. Erst schraubte sich der Preis für einen Liter Vollmilch auf über 60 Cent hoch, dann überstieg das halbe Pfund Butter deutlich die Ein-Euro-Marke. Und als Aldi schließlich vorpreschte, mehrere hundert Produkte und damit fast die Hälfte des Sortiments verteuerte, kam es wie in Zeiten der Inflation zu Hamsterkäufen.
„Liebe Milch, liebe Butter, ich freue mich, dass ihr teurer werdet. Ihr wart ja schon nichts mehr wert“, schrieb zwar der Kolumnist der Bild-Zeitung, Franz Josef Wagner. Mit dieser Haltung stand er bei seinen Lesern aber ziemlich alleine da. Empört beschwerten sich viele Deutsche bei Verbraucherzentralen über „Abzocke“. Schwarzseher befürchteten bereits die Flaute im Kühlschrank.
Eine Wählerumfrage ließ ahnen, welche Brisanz auch für die Bundesregierung in dem Thema steckt. „Butterpreise kosten Union Stimmen“, meldete Spiegel Online das Ergebnis. Ein paar Tage später stand Kanzlerin Angela Merkel in Berlin bei Edeka an der Kasse, kramte im Portemonnaie und bewies Hausfrauenwissen in puncto Lebensmittelpreise. Bild-Kolumnist Wagner verfasste eine Liebeserklärung: „Sie ist eine einfache Frau, eine Traumfrau, eine Frau im Supermarkt.“
Kurioser noch mutet der Pasta-Streik an, den Verbraucherverbände in Italien kürzlich ausriefen, um gegen Preissprünge bei Nudeln zu protestieren. „Basta Pasta“ hieß es am 13. September; einen ganzen Tag lang sollten die Italiener ihre Nationalspeise boykottieren. Die Lebensmittelindustrie zeigte sich unbeeindruckt: „Das bleibt ohne Folgen“, erklärte ein Vertreter der Nudelfirma De Cecci.
Andernorts stellen hohe Lebensmittelpreise die Menschen vor wirklich existenzielle Probleme. So mussten die Brasilianer im ersten Halbjahr 2007 dreimal so viel für ihre Ernährung ausgeben wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Und in Mexico City kam es im Frühjahr zu Massendemonstrationen, weil Maismehl, Grundstoff der Tortillas, seit Jahresbeginn fast doppelt so teuer geworden war. Die Maisfladen gehören vor allem in armen Haushalten zu fast jeder Mahlzeit. Die Demonstranten beschimpften ihren neu gewählten Präsidenten, den Konservativen Felipe Calderon: „Calderon ist ein Mörder, weil er will, dass wir verhungern“, hieß es auf Plakaten.
Engpässe in Mexico, Preisschocks in Deutschland – was ist geschehen? Leben wir denn nicht im Zeitalter der landwirtschaftlichen Überproduktion, derer man sich noch vor Kurzem mit viel Aufwand entledigen musste? Was ist aus den Butterbergen geworden, wer hat die Milchseen trockengelegt?
An Erklärungsversuchen mangelt es nicht. Diese Erklärungsversuche und wer die Profiteure des Preisanstieges sind, lesen Sie im Greenpeace Magazin 6/07. Zu bestellen unter der Hotline 040/808 12 8080 oder gleich hier
Im Sommer 2007 lagen in Deutschland die Nerven blank. Ständig rechnete die Nation mit einer neuen Preisoffensive. Erst schraubte sich der Preis für einen Liter Vollmilch auf über 60 Cent hoch, dann überstieg das halbe Pfund Butter deutlich die Ein-Euro-Marke. Und als Aldi schließlich vorpreschte, mehrere hundert Produkte und damit fast die Hälfte des Sortiments verteuerte, kam es wie in Zeiten der Inflation zu Hamsterkäufen.
„Liebe Milch, liebe Butter, ich freue mich, dass ihr teurer werdet. Ihr wart ja schon nichts mehr wert“, schrieb zwar der Kolumnist der Bild-Zeitung, Franz Josef Wagner. Mit dieser Haltung stand er bei seinen Lesern aber ziemlich alleine da. Empört beschwerten sich viele Deutsche bei Verbraucherzentralen über „Abzocke“. Schwarzseher befürchteten bereits die Flaute im Kühlschrank.
Eine Wählerumfrage ließ ahnen, welche Brisanz auch für die Bundesregierung in dem Thema steckt. „Butterpreise kosten Union Stimmen“, meldete Spiegel Online das Ergebnis. Ein paar Tage später stand Kanzlerin Angela Merkel in Berlin bei Edeka an der Kasse, kramte im Portemonnaie und bewies Hausfrauenwissen in puncto Lebensmittelpreise. Bild-Kolumnist Wagner verfasste eine Liebeserklärung: „Sie ist eine einfache Frau, eine Traumfrau, eine Frau im Supermarkt.“
Kurioser noch mutet der Pasta-Streik an, den Verbraucherverbände in Italien kürzlich ausriefen, um gegen Preissprünge bei Nudeln zu protestieren. „Basta Pasta“ hieß es am 13. September; einen ganzen Tag lang sollten die Italiener ihre Nationalspeise boykottieren. Die Lebensmittelindustrie zeigte sich unbeeindruckt: „Das bleibt ohne Folgen“, erklärte ein Vertreter der Nudelfirma De Cecci.
Andernorts stellen hohe Lebensmittelpreise die Menschen vor wirklich existenzielle Probleme. So mussten die Brasilianer im ersten Halbjahr 2007 dreimal so viel für ihre Ernährung ausgeben wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Und in Mexico City kam es im Frühjahr zu Massendemonstrationen, weil Maismehl, Grundstoff der Tortillas, seit Jahresbeginn fast doppelt so teuer geworden war. Die Maisfladen gehören vor allem in armen Haushalten zu fast jeder Mahlzeit. Die Demonstranten beschimpften ihren neu gewählten Präsidenten, den Konservativen Felipe Calderon: „Calderon ist ein Mörder, weil er will, dass wir verhungern“, hieß es auf Plakaten.
Engpässe in Mexico, Preisschocks in Deutschland – was ist geschehen? Leben wir denn nicht im Zeitalter der landwirtschaftlichen Überproduktion, derer man sich noch vor Kurzem mit viel Aufwand entledigen musste? Was ist aus den Butterbergen geworden, wer hat die Milchseen trockengelegt?
An Erklärungsversuchen mangelt es nicht. Diese Erklärungsversuche und wer die Profiteure des Preisanstieges sind, lesen Sie im Greenpeace Magazin 6/07. Zu bestellen unter der Hotline 040/808 12 8080 oder gleich hier
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Quelle:
greenpeace magazin 6/07
greenpeace magazin 6/07
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Tipp 140 von 212
















