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Erneuerbare Energien
Grafik 1 © unendlich-viel-energie.de

© unendlich-viel-energie.de

Grafik 2 © Informationskampagne für Erneuerbare Energien 2007

Grafik 3 © IfnE | Stand: 8/2009

Grafik 4 © FMW Phuilipps-Universität Marburg | Stand: November 2008

Grafik 5 © Forsa | Stand: 1/2009

Grafik 6 © FAO | Metzger und Hüttermann | 2/2009
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Artikel 326 von 558

:: Countdown bis zur Bundestagswahl - 50 gute Gründe für Erneuerbare Energien (21-25)

"Kohlekraftwerke sind Klimakiller Nr. eins. Sie zerstören die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien, mit deren Hilfe wir zu 100% unsere Energieversorgung organisieren können: umweltfreundlich, preiswert, gefahrlos und für alle Zeit. Sonne und Wind schicken nie eine Rechnung. Die Energiewende ist möglich." Franz Alt

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21. Drei Trillionen Helfer arbeiten an der Energieversorgung der Zukunft

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Eine 3 mit 18 Nullen – so viele Mikroorganismen befinden sich durch­schnittlich in dem Gärbehälter einer Biogasanlage. Sie arbeiten nach dem Prinzip eines Kuhmagens: Unter Luftabschluss wandeln die winzigen Bakterien Gülle, Bioabfall oder Energiepflanzen in ein Gasgemisch um, das viel Methan enthält. Dieses sogenannte Biogas wird wiederum in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgesetzt oder aufbereitet in das Erdgasnetz eingespeist.

 

Energie aus Biogas ist klimaneutral, da nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Energiepflanzen im Laufe ihres Wachstums aufnehmen. Die Emissionsbilanz kann sogar unter Null sinken. Wenn Gülle oder Nebenprodukte aus der landwirtschaftlichen Produktion eingesetzt werden und Biogas das Verbrennen von fossilen Rohstoffen wie Öl und Kohle verhindert, wird der Atmosphäre de facto Kohlendioxid entzogen. Mehr als 4.000 Biogasanlagen produzieren heute in Deutschland etwa 1,6 Prozent des Stromverbrauchs. Damit ist die deutsche Branche mit ihren kleinen Helfern europaweit führend (Grafik 1).

 

© Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

© Wie funktioniert eine Biogasanlage?

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22. Soll und Haben: Erneuerbare Energien machen sich bezahlt.

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Werden Erneuerbare Energien gefördert? Ja. Sind sie deshalb teurer? Nein. Ein Blick auf die Gesamtrechnung zeigt warum.

 

Soll-Seite: Was kosten Erneuerbare Energien?

Sonne, Wind und Wasser schicken keine Rechnung. Dennoch ist der Um­stieg auf Erneuerbare Energien kein Selbstläufer. Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, die durch das Verbrennen von Erdöl, Erdgas oder Kohle entstehen, werden von den Strompreisen nicht berücksichtigt. Erneuer­bare Energien verursachen keine dieser sogenannten externen Kosten, müssen aber mit der fossilen Energieerzeugung konkurrieren. Die noch jungen Technologien benötigen deshalb eine Förderung, um faire Wettbewerbs­bedingungen zu schaffen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterstützt deshalb den Einsatz Erneuerbarer Energien im Strom­sektor. Das EEG ermöglicht durch die Schaffung eines Absatz­marktes den Einstieg in die industrielle Serienproduktion. Innerhalb weniger Jahre sind moderne Solar-, Windenergie oder Biomasse­anlagen so deutlich billiger geworden. 

 

Das EEG ist keine Subvention sondern verteilt die Mehrkosten für die Förderung von erneuerbarem Strom auf alle Stromkunden. Für einen durch­schnittlichen Haushalt beläuft sich dieser Beitrag auf weniger als 3 Euro im Monat. In der Bevölkerung besteht ein Konsens darüber, dass dies ein angemessener und zumutbarer Beitrag für die Förderung des wichtigsten Klimaschutzinstrumentes ist.

Ziel des EEG ist es aber auch, dass sich die Erneuerbaren Energien mittel­fristig ohne Förderung behaupten. Durch das Herab­setzen der Vergütungs­sätze ist gewährleistet, dass erneuer­barer Strom von Jahr zu Jahr weniger kostet. Die Wett­bewerbsfähigkeit erreichen die meisten Techno­logien in wenigen Jahren – und das auch, weil fossile Energien immer teurer werden.

 

Haben-Seite: Was bringen Erneuerbare Energien? 

Die Preise für Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran steigen. In den letzten Jahren kletterte der Preis für ein Barrel Erdöl auf mehr als 140 Dollar. Zwar liegen die Preise aufgrund der einbrechenden Konjunktur momentan deutlich niedriger. Alle Analysten prognostizieren jedoch einen dauerhaften Preis­­anstieg für fossile Energien. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte kürzlich vor einem Preis von bis zu 200 Dollar pro Barrel Rohöl im Jahr 2013. Grund dafür ist das Ausbleiben von Investitionen in die Öl­­exploration wegen niedriger Preise. Steigt die Nachfrage nach dem Ende der Finanz­­krise wieder an, hat dies einen sprunghaften Preisruck zur Folge.

 

Erneuerbare Energien werden hingegen immer günstiger. Seit 1990 haben sich die Erzeugungskosten einer erneuerbaren Kilowattstunde durch­schnittlich halbiert. Die Mehrkosten Erneuerbarer Energien fallen gering aus, vergleicht man sie mit den Kosten für Landschaftszerstörung, Umwelt- oder Klimaschäden, die bei Kernkraft, Erdöl, Erdgas oder Kohle nicht auf der Rechnung stehen.

 

Die vermeintlich niedrigen Erzeugungskosten von Kernenergie und Kohle­strom halten einer näheren Überprüfung nicht stand. Diese Technolo­gien verursachen nicht nur externe Kosten, sondern wurden über Jahr­zehnte subventioniert:

  • Subventionen für Steinkohlebergbau (1950-2007): ca. 160-180 Mrd. Euro (BMWi)
  • Auslaufen des Steinkohlebergbaus (2008-2018): ca. 21,6 Mrd. Euro (MWME NRW)
  • Kerntechnische Forschung 1956-2007 (nur Bundeshaushalt): 40 Mrd. Euro (DIW)
  • Einpreisung von unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikaten in den Strompreis 2005-2007: 5 Mrd. Euro pro Jahr (VIK)

(Grafik 2 + 3)

© BMWi: Einigung über die Beendigung des subventionierten Steinkohlebergbaus

© Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Förderung erneuerbarer Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland

© Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) (2005): Berechnung der Windfall Profits der Strombranche durch den CO2-Emissionshandel

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23. Erneuerbare Energien sind ein Standortvorteil

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Die Ingenieurskunst ist eine Kernkompetenz deutscher Unternehmen. Das zeigt sich auch in der Erneuerbare-Energien-Industrie. Techno­logien „Made in Germany“ sind weltweit gefragt. Im vergangenen Jahr wurden damit 12 Milliarden Euro Exporterlöse erwirtschaftet. Das sichert auch Arbeitsplätze vor Ort.

 

Erneuerbare Energien sind deshalb neben dem Maschinenbau aus Sicht des deutschen Mittelstands die Wachstumsbranchen der nächsten Jahre. In einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 mittelständischen Unter­nehmern und Führungskräften bescheinigte ihnen die Mehrheit eine große Zukunftsfähigkeit – trotz aktueller Wirtschaftskrise (Grafik 4).

© Umfrage: Zukunftsfähigkeit deutscher Wirtschaftszweige aus Sicht des Mittelstands

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24. Nina Ruge, Hannes Jaenicke und Sarah Wiener machen auch mit

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... beim Wärmewechsel zu Erneuerbaren Energien.

Der Umstieg auf eine Holzheizung, Solaranlage oder Wärmepumpe ist nicht nur eine ökonomische Entscheidung. Immer mehr Menschen ist es wichtig, in den eigenen vier Wänden eine saubere und klimafreundliche Heizungstechnik einzusetzen. Beide Punkte erfüllen Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien. Holzheizung, Solaranlage oder Wärmepumpe sind nicht nur auf Dauer günstiger, sie schützen auch das Klima.

 

Das überzeugt nicht nur Fernsehstars wie Hannes Jaenicke und Nina Ruge. Auch Häuslebauer und Wohnungsbesitzer „von nebenan“ sind von den Vorteilen der Erneuerbaren Wärme überzeugt. Laut einer forsa-Umfrage sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die Investition in eine Erneuerbare-Energien-Heizungsanlage lohnt (Grafik 5).

© Forsa-Umfrage zum Wärmewechsel

© www.waermewechsel.de

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25. Mit Biokraftstoffen geht beides: Tank UND Teller.

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Nur ein Bruchteil der weltweit produzierten Agrargüter wird bisher als Bioenergie genutzt. Trotzdem sind die Weltpreise für Weizen oder Mais in der Vergangenheit in die Höhe geschnellt. Der Grund: Ernten waren wegen starker Dürren ausgefallen und die Lagerbestände der großen Agrarhändler lagen gleichzeitig sehr niedrig. Außerdem: Immer mehr Menschen wollen immer mehr Fleisch- und Milchprodukte konsumieren, dafür werden Getreide und Ölsaaten als Futtermittel benötigt.

 

Das Ergebnis: Im Frühjahr 2008 erreichten die Weltagrarpreise Rekordhöhen. Obwohl genügend Lebensmittel produziert wurden, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren, konnten sich die Ärmsten nicht ausreichend Nahrungsmittel leisten – das liegt vor allem an fehlender Verteilungsgerechtigkeit. In der Zwischenzeit sind die Preise für Getreide wieder deutlich gefallen. Und das obwohl die Nachfrage durch Biokraftstoffe weiter zugenommen hat.

 

Es gibt ausreichend Flächen, um Nahrung und Biokraftstoffe zu produzieren. Weltweit liegen mehrere Millionen Hektar Boden brach. In der Vergangenheit lohnte es sich für viele Kleinbauern nicht, Landwirtschaft zu betreiben – die Erzeugerpreise waren einfach zu niedrig. Der Einstieg in den nachhaltigen Anbau von Energiepflanzen bietet ihnen ein neues wirtschaftliches Standbein. Aber auch dabei gilt: Im Zweifel muss immer die Nahrungsmittelproduktion Vorrang haben (Grafik 6).

 

© Hintergrundinformationen Bioenergie

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