Erneuerbare Energien
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:: "HÖRZU"-Serie: Bürger zur Sonne, zur Freiheit – das Solarzeitalter beginnt - 2/4
Die humanste Vision für ein gutes 21. Jahrhundert heißt Solarzeitalter. Wir können es schaffen, in den nächsten 45 Jahren zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzusteigen. Wir brauchen kein Öl aus Arabien, kein Gas aus Sibirien, kein Uran aus Australien. Wir haben alle Energieträger, die wir künftig brauchen, direkt vor der Haustüre: Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Bioenergie vom Acker und vom Wald.
Nach einer Studie der Europäischen Kommission könnte der Energieverbrauch im Jahr 2050 so aussehen (siehe Grafik links).
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Voraussetzung zum Erreichen dieses Zieles ist freilich, dass wir lernen, mit Energie intelligenter umzugehen: durch besser gedämmte Häuser, durch Energiespargeräte und energieeffizientere Autos.  Auch Ölmultis wie Shell und BP haben intern bereits ähnliche Energie-Szenarien erarbeitet. Die EU geht davon aus, dass die Realisierung des Energieszenarios 2050 etwa fünf Millionen neue Arbeitsplätze schafft – davon 1,1 Millionen in Deutschland.
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Die Sonne scheint noch 4,5 Milliarden Jahre
Die alten Energien sind bald nicht mehr bezahlbar, weil sie immer knapper werden und irrsinnige Folgekosten nach sich ziehen. Aber Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Bioenergien stehen uns „ewig“, preiswert und umweltfreundlich zur Verfügung.
Am Tag, an dem Sie diesen Artikel lesen
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Ist das alles auch finanzierbar?
Der große ökonomische Vorteil der ökologischen Energiegewinnung ist, dass Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme uns fast überall dort, wo wir sie benötigen – also ohne weltweite Transportwege – kostenlos zur Verfügung stehen. Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Wir nutzen auf unserem Hausdach in Baden-Baden die kostenlose Energie von oben schon seit 16 Jahren.
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In der gegenwärtigen Diskussion wird oft übersehen oder bewusst verschwiegen, dass die Technologien für die Gewinnung der erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren um etwa 50 Prozent preiswerter geworden sind, während die Preise der alten Energien sich verdreifacht haben. Atomenergie gehört ohnehin ins Museum für Technikgeschichte und bleibt gefährlich. Und jedes AKW ist ein potentielles Angriffsziel für Terroristen.
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Erneuerbare Energien sind bereits weltweit eine Wachstumsbranche. Beispiele:
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Die erneuerbaren Energien sind die Wachstumsbranche der Zukunft. Im Angesicht dieser Erfolgsstory sagt Norbert Walter, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, drastisch an die Adresse mancher Bedenkenträger in Politik und Medien: „Wer jetzt noch auf erneuerbare Energien eindrischt, hat nicht alle Tassen im Schrank.“
Mit einem Bruchteil des Aufwandes, der betrieben wird, um einen Menschen auf den Mars zu schicken, wird Industrieländern wie Deutschland, den USA oder Japan auch der Durchbruch zur solaren Weltwirtschaft gelingen. Immerhin haben die Verbände der alternativen Energien angekündigt, dass bis 2020 etwa 200 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert werden können, wenn die politischen Rahmenbedingungen günstig bleiben. Dieser Betrag übersteigt die Ankündigungen für Investitionen der alten Energiewirtschaft um etwa das Vierfache. Alternative Energien werden langfristig nicht mehr alternativ, sondern konkurrenzlos sein.
Einer der Hauptgründe: Solar- und Windkraftanlagen sind in wenigen Tagen oder Wochen installiert. Für den Bau fossiler Kraftwerke braucht man mehrere Jahre. Und für den Bau eines Atomkraftwerkes ein Jahrzehnt und länger.
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Es gibt gar kein wirkliches Energieproblem, es gibt nur falsches Energieverhalten und weltweit eine falsche Energiepolitik. Allein die Sonnenstrahlen, die am heutigen Tag die Erde erreichen, können theoretisch den Energiebedarf unseres Planeten für 180 Jahre decken. Worauf warten wir noch?
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Zur solaren Energiewende gehört unabdingbar die ökologische Verkehrswende, denn 20 Prozent aller Treibhausgase entstehen durch unsere heutigen Autos. Ein Liter Benzin verpestet 10.000 Liter Luft. Die Zukunft einer intelligenten Mobilität heißt: Weit mehr öffentlicher Verkehr und der Rest mit Hilfe anderer Autos: Hybridautos, Zwei-Liter-Autos, Elektroautos, Biospritautos, Pflanzenölautos und langfristig Wasserstoffautos.
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Je früher wir  die Weichen für eine ökologische Verkehrs- und eine solare Energiewende stellen, desto besser wird es uns in der Zukunft gehen. Energie-Autonomie führt nämlich nicht nur zu mehr Wohlstand, sondern auch zu Frieden und Freiheit. Um die Sonne werden keine Kriege geführt, wohl aber um Öl wie die Katastrophe im Irak drastisch beweist. Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung gesagt: „Mehr Freiheit wagen“. In der Energie- und Verkehrspolitik heißt mehr Freiheit unbedingt mehr Energie-Autonomie wagen. Heute müssen wir 80 Prozent aller Energieträger nach Deutschland importieren. Das schafft gefährliche Abhängigkeiten. Die ‚Alternative: Bürger zur Sonne, zur Freiheit!
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Die weitaus meiste Energie verbrauchen wir in unseren Häusern. Deshalb heißt der nächste Artikel: "Auf die Zukunft bauen: Niedrigenergiehaus, Aktiv-Haus, Solarplus-Haus"
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Voraussetzung zum Erreichen dieses Zieles ist freilich, dass wir lernen, mit Energie intelligenter umzugehen: durch besser gedämmte Häuser, durch Energiespargeräte und energieeffizientere Autos.  Auch Ölmultis wie Shell und BP haben intern bereits ähnliche Energie-Szenarien erarbeitet. Die EU geht davon aus, dass die Realisierung des Energieszenarios 2050 etwa fünf Millionen neue Arbeitsplätze schafft – davon 1,1 Millionen in Deutschland.
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Die Sonne scheint noch 4,5 Milliarden Jahre
Die alten Energien sind bald nicht mehr bezahlbar, weil sie immer knapper werden und irrsinnige Folgekosten nach sich ziehen. Aber Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Bioenergien stehen uns „ewig“, preiswert und umweltfreundlich zur Verfügung.
Am Tag, an dem Sie diesen Artikel lesen
- schickt uns die Sonne etwa 15.000-mal mehr Energie auf die Erde als zurzeit alle 6,5 Milliarden Menschen verbrauchen;
- enthalten die Windströme 308-mal mehr Energie wie weltweit verbraucht wird;
- wächst 15-mal mehr Biomasse als zur Gewinnung der gesamten Weltenergie nötig wäre;
- die Wellen- und Strömungsenergie bietet uns etwa 80-mal mehr Energie an, als wir verbrauchen und
- allein die Wasserkraft enthält etwa die Hälfte des gesamten heutigen Weltenergieverbrauchs.Â
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Ist das alles auch finanzierbar?
Der große ökonomische Vorteil der ökologischen Energiegewinnung ist, dass Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme uns fast überall dort, wo wir sie benötigen – also ohne weltweite Transportwege – kostenlos zur Verfügung stehen. Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Wir nutzen auf unserem Hausdach in Baden-Baden die kostenlose Energie von oben schon seit 16 Jahren.
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In der gegenwärtigen Diskussion wird oft übersehen oder bewusst verschwiegen, dass die Technologien für die Gewinnung der erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren um etwa 50 Prozent preiswerter geworden sind, während die Preise der alten Energien sich verdreifacht haben. Atomenergie gehört ohnehin ins Museum für Technikgeschichte und bleibt gefährlich. Und jedes AKW ist ein potentielles Angriffsziel für Terroristen.
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Erneuerbare Energien sind bereits weltweit eine Wachstumsbranche. Beispiele:
- China hat bereits auf über 34 Millionen Häusern Sonnen-Kollektoren installiert. Das sind mehr als die gesamte übrige Welt zusammen.
- Japan hat die größten Solarkonzerne der Welt und damit bereits Hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen.
- Österreich gewinnt heute schon 15 Prozent seiner Energie aus heimischen, nachwachsenden Rohstoffen- Schweden, Finnland, Dänemark und Brasilien über 20 Prozent.
- Kalifornien will unter seinem Gouverneur Arnold Schwarzenegger bis 2020 bereits ein Drittel seiner Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen und die Philippinen wollen bis dahin sogar bei 40 Prozent sein.
- In Deutschland produzieren wir bereits 11 Prozent des Stroms, 5 Prozent der Heizung sowie 3,5 Prozent des Kraftfahrzeug-Sprits aus erneuerbaren Energien. 2020 können es insgesamt schon 25 % sein. Der Reichstag in Berlin wird schon heute zu 95 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt. Da hat die Politik vorbildliche Zeichen gesetzt. Alle Ministerien haben Solaranlagen. Berlin ist die erste solare Hauptstadt der Welt.
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Die erneuerbaren Energien sind die Wachstumsbranche der Zukunft. Im Angesicht dieser Erfolgsstory sagt Norbert Walter, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, drastisch an die Adresse mancher Bedenkenträger in Politik und Medien: „Wer jetzt noch auf erneuerbare Energien eindrischt, hat nicht alle Tassen im Schrank.“
Mit einem Bruchteil des Aufwandes, der betrieben wird, um einen Menschen auf den Mars zu schicken, wird Industrieländern wie Deutschland, den USA oder Japan auch der Durchbruch zur solaren Weltwirtschaft gelingen. Immerhin haben die Verbände der alternativen Energien angekündigt, dass bis 2020 etwa 200 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert werden können, wenn die politischen Rahmenbedingungen günstig bleiben. Dieser Betrag übersteigt die Ankündigungen für Investitionen der alten Energiewirtschaft um etwa das Vierfache. Alternative Energien werden langfristig nicht mehr alternativ, sondern konkurrenzlos sein.
Einer der Hauptgründe: Solar- und Windkraftanlagen sind in wenigen Tagen oder Wochen installiert. Für den Bau fossiler Kraftwerke braucht man mehrere Jahre. Und für den Bau eines Atomkraftwerkes ein Jahrzehnt und länger.
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Es gibt gar kein wirkliches Energieproblem, es gibt nur falsches Energieverhalten und weltweit eine falsche Energiepolitik. Allein die Sonnenstrahlen, die am heutigen Tag die Erde erreichen, können theoretisch den Energiebedarf unseres Planeten für 180 Jahre decken. Worauf warten wir noch?
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Zur solaren Energiewende gehört unabdingbar die ökologische Verkehrswende, denn 20 Prozent aller Treibhausgase entstehen durch unsere heutigen Autos. Ein Liter Benzin verpestet 10.000 Liter Luft. Die Zukunft einer intelligenten Mobilität heißt: Weit mehr öffentlicher Verkehr und der Rest mit Hilfe anderer Autos: Hybridautos, Zwei-Liter-Autos, Elektroautos, Biospritautos, Pflanzenölautos und langfristig Wasserstoffautos.
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Je früher wir  die Weichen für eine ökologische Verkehrs- und eine solare Energiewende stellen, desto besser wird es uns in der Zukunft gehen. Energie-Autonomie führt nämlich nicht nur zu mehr Wohlstand, sondern auch zu Frieden und Freiheit. Um die Sonne werden keine Kriege geführt, wohl aber um Öl wie die Katastrophe im Irak drastisch beweist. Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung gesagt: „Mehr Freiheit wagen“. In der Energie- und Verkehrspolitik heißt mehr Freiheit unbedingt mehr Energie-Autonomie wagen. Heute müssen wir 80 Prozent aller Energieträger nach Deutschland importieren. Das schafft gefährliche Abhängigkeiten. Die ‚Alternative: Bürger zur Sonne, zur Freiheit!
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Die weitaus meiste Energie verbrauchen wir in unseren Häusern. Deshalb heißt der nächste Artikel: "Auf die Zukunft bauen: Niedrigenergiehaus, Aktiv-Haus, Solarplus-Haus"
Quelle:
Franz Alt 2006
"HÖRZU"-Serie
Franz Alt 2006
"HÖRZU"-Serie
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