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:: Weltwasserforum endet enttäuschend

+ 19.03.2012 + Experten und Politiker hatten eine Woche lang die nächste Weltkrise debattiert: den Mangel an Trinkwasser.

Papst fordert freien Zugang zu Wasser für alle

Papst Benedikt XVI. hat freien Zugang zu Trinkwasser für die gesamte Weltbevölkerung gefordert. Allen Menschen müsse ein „gerechter, sicherer und angemessener Zugang zu Wasser“ garantiert werden, sagte der Papst nach dem Angelus-Gebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Er äußerte sich zum 6. Weltwasserforum, das am Samstag in Marseille zu Ende ging, und anlässlich des Weltwassertags, der kommenden Donnerstag begangen wird. Er hoffe, dass solche Initiativen den Zugang zu dieser „kostbaren Ressource“ sicherstellen könnten und das Recht auf Leben und Ernährung jedes Menschen förderten. (© www.domradio.de)

 

Die Umweltschutzorganisation WWF zieht zum Abschluss des Weltwasserforums 2012 in Marseille ein zwiespältiges Fazit. Die offizielle Ministerdeklaration hat nicht die Kraft, um den lokalen und regionalen Erfolgsmodellen einen ausreichenden globalen Rahmen zu geben, so der WWF. Genau das sei jedoch notwendig, um den zunehmenden Herausforderungen durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum zu begegnen und eine Zuspitzung der Wasserkrise zu verhindern.

 

Immerhin wird die Umsetzung des Menschenrechtes auf Wasser und der Erhalt von natürlichen Feuchtgebieten und Flüssen gefordert. Zudem haben die Teilnehmer anerkannt, das Wasser eine ökologische, soziale und ökonomische Komponente hat.

 

Nahrungssicherheit und Energieversorgung hingen essentiell von einem nachhaltigen Wassermanagement ab. "Wer das Menschenrecht auf Wasser umsetzen und wirtschaftlichen Wohlstand sowie eine ausreichende Gesundheitsversorgung aller Menschen sicherstellen möchte, der muss die entsprechenden Süßwasservorkommen und die damit untrennbar verbundenden Ökosysteme schützen", so die Kernforderung von WWF-Wasserexperte Martin Geiger.

 

Zugleich kritisiert Geiger, dass zwar viele, vornehmlich lokale Lösungen und Versprechen präsentiert wurden, dieser aber leider in ihrer Summe bisher nicht den dringend erforderlichen, globalen Aktionsplan darstellten. Als Beschlussgrundlage für den im Juni stattfindenden UN-Umweltgipfel Rio+20 in Brasilien taugt die Deklaration nicht, so das Urteil des WWF.

 

Das ausgerechnet die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira ankündigte, die Wasserproblematik von Marseille zur UN-Umweltkonferenz nach Rio tragen zu wollen, mutet angesichts des vom Parlament in Brasilia geplanten neuen Waldschutzgesetzes wie Hohn an. Bei Verabschiedung des Gesetzes würden die Entwaldung des Regenwaldes und die Degradierung von Flussauen und Quellgebieten massiv vorangetrieben.

 

"Der Amazonas ist die größte Süßwassermaschine unseres Planeten und droht nun ins Trudeln zu geraten", sagt Geiger. Durch Erosion würden Unmengen an Sedimenten in die Flüsse gespült, die Abflüsse sich ändern und sehr wahrscheinlich die Niederschläge, speziell in Trockenperioden, noch weiter abnehmen.

 

Verstärkt durch die Auswirkungen des Klimawandels kann der mögliche Trend zur Bildung von Savannen in bedeutenden Amazonasregionen an fataler Dynamik gewinnen. "Wenn Teixeira ihre eigene Ankündigung ernst meint, dann darf die brasilianische Regierung das neue Waldschutzgesetz nicht verabschieden. Das wäre entscheidend für den Erfolg von Rio", sagt Geiger.

 

Ein positiver Aspekt des am Samstag geschlossenen Weltwasserforums ist, dass sich Luxemburg zur endgültigen Ratifizierung der Internationalen UN-Konvention für ein grenzübergreifendes Management von Trinkwasservorkommen bekannte. "Unsere Hoffnung ist, dass die fehlenden Unterschriften, die für das In-Kraft-Treten des Abkommens notwendig sind, in naher Zukunft geleistet werden. Am besten noch vor dem UN-Umweltgipfel", sagt Martin Geiger.

 

Nur so können in Zukunft Konflikte um das "blaue Gold" vorgebeugt, geschlichtet und gelöst werden. Die UN-Konvention dient als Rahmen für die Bewirtschaftung grenzüberschreitender Süßwasservorkommen, wie etwa Flüsse, Seen oder unterirdische Wasserreservoire, die sich im Hoheitsgebiet mehrerer Staaten befinden. Deutschland hat das Abkommen bereits unterschrieben. Nach der Ankündigung von Luxemburg müssen noch zehn weitere Länder die Konvention ratifizieren.

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