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:: Imker und Maisbauern klagen zum Schutz vor Gentechnik

Ein besonderes Problem der Imker ist, dass der Flugradius der Honigbienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt. Politik und den Gentechnik-Unternehmen haben bisher kein Konzept vorgelegt, wie auch künftig Honig ohne Gentechnik erzeugt werden kann.
So wurde geregelt, dass Honig als so genanntes tierisches Produkt eingestuft wird und infolge dessen keiner Kennzeich­nungspflicht in Bezug auf Gentechnik unterliegt.
 
Unabhängig von dieser Einstufung liegt bei dem gentechnisch veränderten Mais MON 810 der Firma Monsanto eine spezielle Problematik vor. Für ihn ist keine Lebensmittel-Sicherheits­prüfung nach aktuellem EU-Zulassungsrecht erfolgt. Sein Blütenpollen gelangt aber in Honig und befruchtet Speisemais. Deshalb ist sein Anbau unzulässig. Nun versuchen einige Imker und Bauern über gerichtliche Klagen den Anbau zu unterbinden.
 
Das Augsburger Verwaltungsgericht hatte im Mai 2007 entschieden, dass Imker Anspruch darauf haben, dass ihre Ernte frei von den geringsten Spuren des Gen-Pollens bleibt. Wie erwartet haben Monsanto und die Bayrische Staatsregierung Einspruch erhoben. Daraufhin bestätigte der Verwaltungsgerichtshof München in einem Eilentscheid, dass Lebensmittel, die MON 810 enthalten, nicht zugelassen sind. Zugleich ist er aber der Auffassung, dass dies für Honig nicht gilt! Das Münchener Gericht ging nicht auf die in Augsburg bestätigten Argumente des Imkers ein. Und da es weder juristisch noch sachlich haltbar ist Honig anders als andere Lebensmittel zu behandeln, bestehen die Imker auf ihr Recht. Sie kämpfen weiter und sind in die nächste' Instanz gegangen.
 
Dabei unterstützt sie ein Bündnis, dass Mellifera e.V. Ende 2006 ins Leben gerufen hat. Es finanziert betroffenen Imkern und Maisanbauern rechtlichen Schritte, gibt ihnen Rückhalt und informiert die Öffentlichkeit. Mitglieder des Bündnisses sind u.a. der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und der Demeter-Bund e.V.. Auch der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund sowie Bioland unterstützen das Bündnis. Über die Situation der bestäubenden Insekten und das komplizierte Rechtsfeld informiert die Internetseite www.bienen-gentechnik.de. Dort können T-Shirts, Taschen, Buttons zur Unter­stützung des Bündnisses bestellt werden.
 
Das aktuell geplante Gentechnikgesetz löst keines der genannten Probleme. Es ignoriert die noch im April vom Bundesamt für Verbrau­cherschutz geäußerte Auffassung, welche be­sagt, „das berechtigter Grund zu der Annahme besteht, dass der gentechnisch veränderte Mais eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und Umwelt darstellt
 
Die Imker kämpfen im Interesse der ganzen Naturschutzbewegung. Zur gerichtlichen Durchsetzung unser Aller Interessen sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Bitte unterstützen Sie das Bündnis für Bienen, Honig & Mais mit Zuwendungen auf das vom Notar Maier geführte Treuhandkonto, Verwendungszweck: „Mais Rechtshilfe". Spendenbescheinigungen sind nicht möglich.

Konto Nr. 452 162 050, BLZ 642 920 20 -Volksbank Schwarzwald-Neckar

Bündnisses zur Unterstützung der Imker Mellifera e.V.
Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle
D-72348 Rosenfeld
Tel 07428-9452490
Fax 07428-9452499
mail@bienen-gentechnik.de                                   
Quelle:
Mellifera e.V. 2007
Bienen & Agro-Gentechnik 2007
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