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06.02.2020

Baustart für Windpark auf dem Hohenlochen

Vier Windenergieanlagen sollen zum Jahreswechsel 2020/21 rund 34 Gigawattstunden Strom für zirka 12.500 Haushalte produzieren.

Das bedeutet eine jährliche CO2-Einsparung von 19.000 Tonnen. Die Anlagen der Firma Enercon werden auf der Gemarkung von Oberwolfach und Hausach stehen.

Bis der eigentliche Windanlagenbau startet, sind bei allen Windprojekten stets viele Vorarbeiten zu leisten: So wird die Verbreitung und das Verhalten von Tieren erfasst und bei Bedarf Schutzmaßnahmen ergriffen. Zum Beispiel hat Wärmeplus Fledermauskästen sowie Barrieren zum Schutz des Lebensraums der Haselmaus angebracht. Außerdem wurden mehrere fußballfeldgroße Flächen zu attraktiven Lebensräumen für das Auerhuhn, die Waldschnepfe und den Sperlingskauz umgestaltet und Habitatbaumgruppen mit mehreren Dutzend Fledermauskästen als Habitat für die Fledermaus ausgewiesen. Neben partiellen Rodungen durch die jeweiligen Waldeigentümer ist aktuell nun eine Zuwegung zu definieren und zu erstellen sowie die Ertüchtigung der Bestandswege zu leisten.

Derzeit läuft im Auftrag vom Windanlagenbauer Enercon die Vorbereitung der Betonage der Fundamente durch die Firmen Max Bögl und Uhl. Teile des Netzanschlusskabels im Norden sowie Leerrohre im Süden des Windparks sind bereits im Boden verlegt. Die Kabel werden größtenteils im neugebauten Weg bzw. in den ertüchtigen Bestandswegen oder Wanderwegen verlegt. „Unser Ziel ist es, dass Ende 2020 der Windpark Hohenlochen ans Netz geht“, so Klaus Preiser, Geschäftsführer der Wärmeplus.

Nicht nur die Belange des Natur- und Artenschutzes wurden berücksichtigt, auch die des Tourismus: Der beliebte Westweg wurde, wo es erforderlich war, umverlegt und neu ausgewiesen. Schwarzwaldverein und badenova arbeiteten hier eng zusammen. Die am Projekt beteiligten Firmen wurden vor Ort auf die örtlichen Besonderheiten am Hohenlochen aufmerksam gemacht. Während der Bauphase möchten alle Beteiligte auf die Bedürfnisse der Bewohner der angrenzenden Täler Rücksicht nehmen. Die genehmigten Routenvarianten für die Baustellenfahrzeuge werden gut sichtbar ausgewiesen. Nicht gestattete Zufahrtsrouten werden zum Wohle der Anwohner und zum Schutz des Waldes entsprechend ausgeschildert. Die badenova bittet um Verständnis, wenn Bürger durch die Anlieferungstransporte behindert werden sollten. Anlieger können alle Wege wie gewohnt befahren. badenova bittet die die Bürger um Hinweise, sollten weitere Maßnahmen oder Beschilderungen benötigt werden oder die vorgegebenen Routen nicht genutzt werden.

Bereits seit 2015 beschäftigt sich badenova mit dem Windpark Hohenlochen in der Ortenau. Im Jahr 2015 untersuchte Wärmeplus intensiv die lokalen Windverhältnisse auf dem Hohenlochen. Zum Einsatz kamen ein Windmessmast aus heimischer Weißtanne sowie ein mobiles Windmessgerät. Der Genehmigungsantrag für den Windpark wurde im 1. Quartal 2017 zusammen mit den Gutachten der genehmigungsrechtlichen Untersuchungen den Behörden vorgelegt. Die Reduzierung von ursprünglich sechs Windenergieanlagen auf vier wurde gemeinsam mit der Gemeinde Oberwolfach und der Stadt Hausach getroffen. Die badenova-Tochter nahm damit die Bedenken jener Bürger und Gemeinderäte ernst, die sich für eine „kleinere Lösung“ zugunsten eines geringeren Flächenverbrauchs ausgesprochen hatten. Neben hohen Winderträgen waren bei der Planung möglichst geringe Eingriffe in die Landschaft sowie möglichst große Abstände zu Außengehöften bedeutende Aspekte für die Auswahl der Windenergiestandorte. Bürger und Kommunen, die Boden zur Verfügung stellen, erhalten ertragsabhängige Pachtzahlungen. Über die Gewerbesteuereinnahmen profitieren die Kommunalhaushalte weiter.

Um den Windpark ans Stromnetz anzuschließen wird eine Kabeltrasse ausgehend vom Hohenlochen über Frohnau ans Umspannwerk in Hausach gebaut. „Bei all unseren Projekten legen wir an uns und unsere Partner hohe Nachhaltigkeitsmaßstäbe an. Wir möchten mit dem Park am Hohenlochen der Windkraftnutzung in der Region einen erneuten Schub verleihen“, fasst Klaus Preiser die Philosophie der badenova-Tochter Wärmeplus zusammen.

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Quelle   badenova AG & Co. KG | 2020

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