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17.05.2019

Neues Online-Portal rückt die Wärmepumpe in den Fokus

Im Zuge einer dezentralen Energiewende muss mehr Ökostrom sinnvoll ins Stromnetz integriert werden. Wärmepumpen gelten im Gebäudebereich als Bindeglied für die Kopplung von Strom- und Wärmesektor. Ein Online-Portal hilft nun bei der Wahl des Systems.

Der Klimaschutz beim Bauen kommt nur schleppend voran. Die energetische Sanierungsrate ist zu niedrig, weiterhin werden Öl- und Gas- Heizsysteme subventioniert, die Integration von Erneuerbaren Energien hat sich noch nicht durchgesetzt. Im Zuge einer dezentralen Energiewende muss jedoch zunehmend mehr Ökostrom sinnvoll in das Stromnetz integriert und richtig eingesetzt werden. Wärmepumpen gelten im Gebäudebereich als zentrales Bindeglied für die Kopplung von Strom- und Wärme. Fachmännisch geplant können Wärmepumpen Heizkosten senken, einen Beitrag zum Klimaschutz und zur weiteren Integration Erneuerbarer Energien leisten. „Gebäude lassen sich damit effizient mit erneuerbarem Strom beheizen, weil sie zusätzlich zur eingesetzten elektrischen Energie bis zu drei weitere Anteile aus der Umweltwärme gewinnen“, erläutert Prof. Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer ISE in Freiburg, das System. Zudem lassen sich Wärmepumpen auch zum Kühlen nutzen: wenn unsere Sommer – bedingt durch die Erderwärmung – in Zukunft immer heißer werden.

Unsicherheit bei der Wahl des Heizsystems

Wärmepumpen werden häufig als technisch deutlich komplexer als herkömmliche Heizsysteme wie etwa eine Gasbrennwerttherme wahrgenommen. Es herrscht viel Unsicherheit: Die richtige Beratung und den richtigen Fachmann für die Installation zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Viele Interessenten entscheiden sich deshalb in den meisten Fällen noch für eine konventionelle Heizung. 2018 war laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie die Gas-Brennwerttechnik mit 492.500 abgesetzten Geräten die am meisten nachgefragte Heiztechnologie, Wärmepumpen landeten im vergangenen Jahr auf Platz 2 der Absatzstatistik mit 84.000 verkauften Geräten.

In einer Leitstudie kam die Deutsche Energieagentur zu dem Ergebnis, dass je nach Grad der Elektrifizierung bis 2050 der Wärmepumpen-Bestand auf 7 bis 17 Millionen Anlagen anwachsen müsste. Das bedeutet, dass künftig mindestens ein Drittel aller Gebäude durch klimafreundliche Erd- oder Umweltwärme beheizt würden. Heute sind es nur rund eine Million Wärmepumpenheizungen.

Wärmepumpe-Regional stellt Projektbeispiele vor

Das neue Online-Portal waermepumpe-regional.de will beim Thema Wärmepumpe mehr Sicherheit für Planer und Bauherren schaffen: Ziel des Online-Portals ist es daher, in jeder Stadt Interessierten Projektbeispiele vorzustellen, um ihnen die Scheu vor einer neuen Heiztechnik zu nehmen und Lust auf ein komplexes Heizungsprojekt zu machen. Beispiele aus der Praxis sollen Unsicherheiten ab- und Vertrauen aufbauen. Vorgestellt werden Gebäude vor Ort, die eine Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen nutzen. Von Kindergärten über Schwimmbäder, Kirchen, Fußballstadien bis hin zu vielen Effizienz- und Plusenergiehäusern sowie Beispielen aus der Altbausanierung ist alles dabei. Jeder, der bereits mit einer Wärmepumpe heizt ist hier eingeladen, sein eigenes Projekt vorzustellen, und Fachbetriebe können ihre Referenzen vorstellen.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion “energiezukunft“ (na) 2019 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! | energiezukunft | Heft 25 / Herbst 2018 | "Baustelle Energiewende - Was jetzt zu tun ist" | Jetzt lesen | Download

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