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27.06.2020

34 Prozent der Deutschen würden sich für Wasserstoff-Fahrzeug entscheiden

• 72 Prozent der Deutschen würden sich bei gleichem Preis für Fahrzeug mit alternativem Antrieb entscheiden • 34 Prozent bevorzugen Wasserstoff-Fahrzeuge • Lediglich 17 Prozent bevorzugen Stromer • Dennoch: Prognosen zufolge ist Elektro-Marktdurchdringung auch im Jahr 2030 noch deutlich höher, als im Falle der H2-Fahrzeuge.

72 Prozent der Deutschen würden sich für ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb entscheiden, wenn der Preis nicht über dem eines herkömmlichen Verbrenners läge. Noch im Jahr 2017 war es lediglich jeder Zweite. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor. Unter den Antriebsarten wiederum sind Wasserstoff-Fahrzeuge deutlich beliebter als Hybride, Elektro-Fahrzeuge, Benziner & Co. 

34 Prozent der Deutschen würden bei einem identischen Kaufpreis Wasserstoff-Fahrzeugen den Vorzug geben. Auf Platz 2 rangieren Hybride, gefolgt von batteriebetriebenen Elektro-Autos. Benziner und Diesel sind lediglich bei 13 bzw. 8 Prozent am beliebtesten. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung der Deutschen Energie-Agentur „dena“.

Dennoch fristet die Wasserstoff-Mobilität noch ein Nischen-Dasein, wie die Infografik aufzeigt. Demnach könne im Jahr 2030 bereits knapp jedes dritte Fahrzeug elektrisch betrieben sein, wohingegen H2-Fahrzeuge bis zu besagtem Zeitpunkt lediglich eine Marktdurchdringung von 3 Prozent erreichen, so das Ergebnis einer aktuellen Erhebung. Bis zum Jahr 2050 erwarten Experten hingegen, dass bereits womöglich jedes dritte Fahrzeug mit Wasserstoff-Antrieb ausgestattet ist. 

Ein Blick auf die Kursgewinne zahlreicher börsennotierter Unternehmen der Elektro- und Wasserstoff-Branche zeigt indes, dass die Anleger der Technologie einiges zuzutrauen scheinen. Wie aus der Infografik hervorgeht, erhöhten sich die Börsenwerte erheblich. Der Preis einzelner Wasserstoff Aktien kletterte in den letzten 5 Jahren um bis zu 958 Prozent nach oben. Zwar konnte auch E-Mobilitäts-Branchenprimus Tesla seinen Marktwert um 222 Prozent erhöhen - allerdings zahlten sich langfristig orientierte Investitionen in Wasserstoff-Konzerne zuletzt im Mittel stärker aus. 

"Welche Technologie sich im automobilen Bereich nachhaltig durchsetzt, wird sich erst noch zeigen müssen", so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. "Auch die Vertreter der Industrie scheinen sich uneinig zu sein. Geht es nach den Verbrauchern, dann steht Wasserstoff ganz oben auf der Prioritätenliste. Nicht zuletzt Investoren könnte dies hellhörig werden lassen". 

Wasserstoff und Elektro-Mobilität Vor- und Nachteile

Während beide Antriebsarten durch eine (zumindest lokal) weitestgehende Emissionsfreiheit punkten und keine Motorengeräusche erzeugen, gibt es auch Differenzen. So können H2-Fahrzeuge schnell betankt werden, während die lange Lade-Dauer bei Stromern teilweise in der Kritik steht. Allerdings gibt es in punkto Wasserstoff Tankstellen noch einen großen Nachholbedarf. Zumindest zum heutigen Stand sind E-Mobile allerdings deutlich preisgünstiger.

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Quelle   Raphael Lulay | Block-Builders.de 2020

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