Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

30.04.2020

All you need is less

Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht

Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind zu Modebegriffen geworden. Sie sind aber ebenso zentrale Pfeiler der aktuellen Suffizienz-Bewegung und der jahrtausendealten Lehre des Buddha.

Achtsamkeit, Entschleunigung und Nachhaltigkeit sind zu Trendbegriffen geworden. Schon langebilden sie die zentralen Pfeiler der Suffizienz-Bewegung und der jahrtausendealten Lehre desBuddha. In »All you need is less. Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischerSicht« (ET 17.03.2020) loten Deutschlands bekanntester Wachstumskritiker Niko Paech und derDharma-Lehrer Manfred Folkers aus, welche Potenziale diese beiden Denkrichtungen mitbringen,um sich vom Wachstumswahn zu befreien und eine Kultur des Genug zu entwickeln.

Nie waren Menschen reicher, freier, gebildeter und gaben sich problembewusster als heute, undnoch nie lebten sie ökologisch verantwortungsloser – so kritisiert Niko Paech die westlicheWohlstandsgesellschaft. Für ihn steht fest: Sollte diese Doppelmoral zum Normalzustand werden,driften wir nicht nur in ein ökologisches, sondern auch in ein postzivilisatorisches Desaster. StattBetroffenheitsbekundungen empfiehlt Paech daher eine Rücknahme überzogener Mobilitäts- undKonsumansprüche: Ballast abwerfen, sich dem Steigerungswahn entziehen, verführerischeKomfortangebote links liegen lassen.

In seiner provokanten Abrechnung mit den Wachstumstreibern gelangt Niko Paech zu ähnlichenErgebnissen wie sein Co-Autor Manfred Folkers. Dieser zeigt, dass es der in Buddhas Lehrezentral verankerte »Mittlere Weg« ist, der unsere Gesellschaft und unser Leben »heilen« kann –durch individuelles, meditatives Besinnen auf das Wesentliche und (gemeinsames) Einüben eineskonsumbefreiten Lebensstils. Sind Degrowth und Buddhismus also in ihrem Kern miteinanderverwandt? Und was können die westlichen Gesellschaften aus der Lehre Buddhas lernen? Inihrem Buch bringen Paech und Folkers ihre Perspektiven zusammen und zeigen, dass sich diegroßen Krisen unserer Zeit nur mit einer »zufriedenen Genügsamkeit« lösen lassen.

Mit Niko Paech und Manfred Folkers loten zwei Experten aus, welche Potenziale die beiden Denkrichtungen mitbringen, um unseren zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen. Über eine provokante Abrechnung mit den Wachstumstreibern kapitalistischen Wirtschaftens und das Besinnen auf die Tugenden eines konsumbefreiten Lebens entwickeln sie eine »Kultur des Genug«. Denn nur mit einer »zufriedenen Genügsamkeit« werden sich die großen Krisen unserer Zeit lösen lassen. 

Zurück zur Übersicht

Quelle   oekom verlag 2020

Das könnte sie auch interessieren