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06.06.2020

Die Welt ohne uns: Reise über eine unbevölkerte Erde

Wie sähe eine Welt ohne Menschen aus? Wie sieht sie aus, wenn die Menschen tatsächlich verschwinden? Das Buch dazu gibt es schon.

Die Originalausgabe erschien in den USA schon 2007, die deutsche Übersetzung 2009. Der US-amerikanische Autor Alan Weisman hatte die brillante Idee, zu recherchieren, wie sich die Welt verändert, wenn die Menschen – Weisman nennt dazu keinen Grund – plötzlich verschwinden. Das Buch wurde in kürzester Zeit zum Bestseller.

In Manhattan in New York City geht es keine fünf Tage, bis die Kanalisation stillsteht und von Pflanzen und Tieren langsam zurückerobert wird. Aber selbst die Wolkenkratzer werden langsam aber sicher abgebaut, brechen ein, werden zu Schutthaufen. Allerdings braucht es dazu hundert Jahre und mehr. Trotzdem: Die griechischen Tempel waren noch deutlich besser für die Ewigkeit gebaut – siehe das Bild oben von Selinunte im Süden Siziliens.

Alan Weisman hat aber nicht nur New York untersucht, sondern auch Afrika und andere Regionen der Welt. Ein paar Kapitel-Themen: «Das afrikanische Paradox», «Was zerfällt», «Was bleibt», «Der Ölfleck», «Welt ohne Krieg», «Die Vogelwelt ohne uns». In der deutschen Taschenbuchausgabe 370 Seiten, die anschaulich zeigen, was wir Menschen alles – gewollt oder ungewollt – verändert haben und wie die Natur alles wieder rückgängig machen wird.

Ein undenkbares Szenario? Damals, als das Buch vor etwas mehr als zehn Jahren erschien, vielleicht schon. Heute aber brandaktuell. Es kann ja auch ein Virus auftauchen, das weniger rücksichtsvoll mit uns Menschen umgeht. Vom Homo sapiens über den Homo oeconomicus zum Homo extinctus.

Das Cartoon-Video zum gleichen Szenario dauert nur 3 Minuten und 36 Sekunden und muss unbedingt angeschaut werden. Einfach phantastisch! Zum Lachen und zum Heulen zugleich! Und so oder so zum Nachdenken! Hier anklicken!

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Quelle   INFOsperber | Christian Müller 2020

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