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27.06.2020

Sonne - Hitze - Trockenheit - Dürre: "42 Grad" - ein Triller

Der Beststeller-Autor Wolf Harlander sagt: "Das könnte unsere Zukunft sein. An kaum einer Stelle sind wir so verwundbar: Wenn das Trinkwasser knapp wird haben wir nur wenige Tage um einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes zu entgehen."

Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen …

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Interview mit dem Autor

Die Lektüre Ihres Thrillers «42 Grad» lässt einem den Atem stocken. Wie nah sind wir in Deutschland tatsächlich an einer solchen Klimakatastrophe, wie Sie in Ihrem Roman beschreiben?

Jeder von uns hat die immer neuen Temperaturrekorde der letzten Jahre erlebt. Noch genießen wir solche Hitzesommer, es ist ein schönes Gefühl – wie Urlaub im Süden. Aber leider kann das schnell umschlagen. Die Experten sind sich einig: Das sind Vorboten des Klimawandels. Der sich beschleunigende Temperaturanstieg in Deutschland und Europa ist ja keine Erfindung, sondern leider Fakt.

In Ihrem Roman beschreiben Sie einen Jahrhundertsommer, der kippt. Gerade noch feiern alle den Dauersonnenschein, doch dann wird aus Hitze und Trockenheit Wasserknappheit und schließlich Wassermangel. Was fasziniert Sie so an kollektiven Angstszenarien?

Es geht nicht um die Lust am Untergang – im Gegenteil: Vieles in meinem Thriller beschreibt nur die bereits bestehende Situation. Ich wollte zeigen, was geschieht, wenn sich die Entwicklung bei uns nur ein wenig beschleunigt und wir nichts dagegen tun. Ich hoffe, es wächst das Bewusstsein für die Probleme, um rechtzeitig gegenzusteuern. Denn wir sind es gewohnt, Trinkwasser ständig zur Verfügung zu haben - aus dem Wasserhahn oder aus dem Supermarkt. Wir sind uns aber nicht bewusst, wie schnell sich dieser scheinbar selbstverständliche Zustand ändern kann.

In Ihrem Roman scheint niemand vorbereitet zu sein auf eine solche Krise. Es gibt nicht genug Löschflugzeuge für die immer heftiger wütenden Flächenbrände, die Meerwasser-Entsalzungsanlagen sind gerade ausgeliehen. Wie viel Realität steckt dahinter?

In Deutschland sind die Behörden in der Praxis nicht wirklich auf einen Wassermangel vorbereitet. Wie hilflos die Verantwortlichen sind, haben in der jüngsten Vergangenheit die großflächigen Waldbrände gezeigt, bei es den über Wochen nicht gelang, die Feuer zu löschen. Der Grund dafür ist einfach: Es fehlen abgestimmte Strategien und die nötige Ausrüstung. Und nach wie vor gibt es keine übergreifenden Notfallkonzepte, falls die Wasserversorgung ausfallen sollte. Schließlich sind wir an kaum einer Stelle so verwundbar wie beim Wasserbedarf. Wenn das Trinkwasser knapp wird, haben wir nur wenige Tage, um einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes zu entgehen.

Wolf Harlander, geboren 1958 in Nürnberg, studierte Journalistik, Politik und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule arbeitete er für Tageszeitungen, Radio, Fernsehen und als Redakteur der Wirtschaftsmagazine Capital und Wirtschaftswoche. Er lebt heute als Autor in München. Wolf Harlander "42 Grad"

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Quelle   Rowohlt Verlag 2020

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