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18.08.2019

DUH warnt vor Plastikmüllbergen in Bundesligastadien und fordert konsequenten Einsatz von Mehrwegbechern

Immer mehr Fußballvereine der 1. bis 3. Fußball-Profiliga nutzen Mehrwegbecher im Stadion – Deutsche Umwelthilfe rechnet dennoch mit einem Müllberg aus über sieben Millionen Einweg-Plastikbechern in der Saison 2019/20 in diesen Ligen.

Zum Start der neuen Saison der 1. Fußballbundesliga am 16. August warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vor weiteren Müllbergen aus Einweg-Plastikbechern. Auch wenn ein positiver Trend hin zum Einsatz von Mehrwegbechern unter den Fußballvereinen der 1. bis 3. Liga erkennbar ist, rechnet die DUH für die Saison 2019/20 mit einem Müllberg aus über sieben Millionen Einweg-Plastikbechern. In der letzten Saison 2018/19 wurden beim Ausschank von Getränken in der 1. und 2. Fußballbundesliga mehr als neun Millionen Einweg-Plastikbecher verbraucht. Die DUH fordert von den Fußballvereinen den konsequenten Einsatz wiederverwendbarer Mehrwegbecher. Dabei könnten Beschlüsse der Deutschen Fußball Liga DFL und des Deutschen Fußball-Bundes DFB für Abfallvermeidung und für ein Konzept zum Einsatz von Mehrwegbechern das Müllproblem schnell lösen.

Eine aktuelle Umfrage der DUH unter den Vereinen der 1. und 2. Fußballbundesliga und der 3. Liga ergab, dass in der neuen Saison 2019/20 insgesamt 35 von 56 Vereinen zum Ausschank von Getränken auf umweltfreundliche und wiederbefüllbare Mehrwegbecher setzen. Erfreulich ist dabei ein klar erkennbarer Trend in der 1. Bundesliga zum Einsatz abfallvermeidender Mehrwegbecher. Zum aktuellen Saisonstart steigt Borussia Dortmund, nach einer erfolgreichen Petition des Fußball-Fans und Klimaaktivisten Nick Heubeck zusammen mit der DUH, auf Mehrwegbecher um. Die DUH wird zum Mehrwegstart vor Ort im Dortmunder Signal-Iduna-Park anwesend sein. In der 1. Fußballbundesliga verbleiben als letzte Vereine, die auf unökologische Einweg-Plastikbecher setzen, der FC Schalke 04, FC Augsburg, Mainz 05 und die TSG Hoffenheim.

„Die EU hat ein Verbot von Einweg-Plastikgeschirr beschlossen, Bundesumweltministerin Schulze will Plastiktüten verbannen und immer mehr Verbraucher fordern von Unternehmen ein Ende der Plastikmüllflut. Unnötige Abfälle finden keine Akzeptanz mehr. Dass auch die Fans Mehrwegbecher und Umweltschutz wollen, zeigen unsere erfolgreichen Petitionen für Mehrwegbecher an Borussia Dortmund und den VfL Osnabrück mit zusammen mehr als 130.000 Unterstützern. Deshalb sollten auch die letzten Vereine der 1. bis 3. Liga den Einweg-Plastikwahnsinn beenden und auf Mehrweg setzen. Weiter an Einwegbechern festzuhalten ist rückwärtsgewandt und inakzeptabel“, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Die bisherige Zurückhaltung der DFL bei den Themen Abfallvermeidung und Umweltschutz ist für die DUH nicht länger hinnehmbar. Dazu Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH: „Umweltschutz muss ebenso ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit der DFL werden, wie die Verhandlung von Fernsehgeldern. Die DFL muss endlich ein Abfallvermeidungsziel festlegen, eine klare Empfehlung für Mehrwegbecher aussprechen und die Vereine bei der Implementierung von Mehrwegsystemen durch Handlungsleitfäden sowie ein Beratungsangebot unterstützen. Viele Bundesligisten betonen gegenüber der DUH ihre Bereitschaft zum Umweltschutz. Wir begrüßen sinnvolle Beiträge der Vereine, die Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz fördern. Dieses Engagement bleibt aber unglaubwürdig, wenn weiterhin hunderttausende ressourcenvergeudende Einwegbecher ausgegeben werden. Ein effizientes Energiemanagement darf nicht als Argument herhalten, um Einwegbecher beim Getränkeausschank einzusetzen. Umweltziele dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden."

Auf Großveranstaltungen sind Mehrwegbecher der beste Weg, um Abfälle zu vermeiden sowie Energie und CO2-Emissionen einzusparen. Schon nach dem fünften Gebrauch können sie umweltfreundlicher sein als Einwegbecher aus PET, Polymilchsäure (PLA) oder Polystyrol (PS). Beim Ausschank von Getränken in Stadien spielen neben der Umweltfreundlichkeit auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Inzwischen werden erfolgreich sicherheitsoptimierte Mehrwegbecher eingesetzt. Sie sind leichter als bisherige Modelle, verfügen über abgerundete Kanten und sind am Boden angeschrägt, sodass sie sich im Falle eines Wurfes in Sekundenschnelle entleeren. Mehrwegbecher sind also eine sichere Sache.

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Quelle   Deutsche Umwelthilfe 2019

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