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05.06.2020

Weltumwelttag 2020: "Die Welt ist auf intakte Ökosysteme angewiesen"

Die Zerstörung des Lebensraumes wildlebender Tierarten und der illegale Wildtierhandel sind die Hauptursachen für die Übertragung von Krankheiten auf Nutztiere und Menschen.

"Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal die elementare Bedeutung der Ökosysteme mit ihrer biologischen Vielfalt deutlich gemacht: für unsere Gesundheit, für wirtschaftliche und soziale Stabilität. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt müssen wir weltweit Lebensräume besser schützen. Denn die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ist der entscheidende Schlüssel für eine stabile Nahrungsmittelversorgung und für wirtschaftliche Entwicklung. Eine intakte Natur mit gesunder Luft, Böden und Gewässern, vielfältigen Arten und Lebensräumen sowie einem intakten Klima ist die unverzichtbare Grundlage unseres Lebens. Deshalb muss von diesem Weltumwelttag die Botschaft ausgehen, dass wir diese Vielfalt erhalten wollen: Die Welt ist auf intakte Ökosysteme angewiesen," Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Die Zerstörung des Lebensraumes wildlebender Tierarten und der illegale Wildtierhandel sind die Hauptursachen für die Übertragung von Krankheiten auf Nutztiere und Menschen. Und diese Gefahr wächst, mehr als 500.000 Arten haben schon heute keinen ausreichenden Lebensraum mehr für ihr langfristiges Überleben. Der Weltbiodiversitätsrat stellte im letzten Jahr fest, dass sich die Fläche intakter Ökosysteme im Vergleich zum Ursprungszustand weltweit im Durchschnitt um 47 Prozent verringert hat. Bereits 75 Prozent der Landfläche und 66 Prozent der Meere sind massiv verändert. Landnutzung, Ressourcenverbrauch, Klimawandel, Verschmutzung sowie invasive Arten bringen viele Ökosysteme an ihre Grenzen.

Deshalb muss die auf das kommende Jahr verschobene 15. Konferenz der Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) neue Weichen stellen, um negative Trends der Naturzerstörung aufzuhalten oder umzukehren. Bundesumweltminsterin Schulze: "Im nächsten Jahr hat die Weltgemeinschaft die Chance, einen neuen globalen Rahmen für die biologische Vielfalt zu beschließen. Deutschland wird sich für ehrgeizigen internationalen Naturschutz einsetzen. Wir wollen ein globales Stoppschild setzen für den Verlust von Arten und ihren Lebensräumen."

Das Bundesumweltministerium hat bereits wichtige Schritte in Zusammenarbeit mit vielen Partnerländern unternommen: Weltweit wurden im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative seit 2008 über 300 biodiversitätsrelevante Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro unterstützt. Dazu gehören auch Projekte, die Klimaschutz oder Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Wald- und Küstenschutz sowie biodiversitätsrelevante Stadtentwicklung voranbringen. Eines dieser Partnerländer ist Kolumbien, mit dem Deutschland im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative verstärkt zusammenarbeitet. Das Bundesumweltministerium unterstützt derzeit 77 Klima- und Biodiversitätsprojekte und damit auch die ambitionierte Klima- und Biodiversitätspolitik Kolumbiens. Kolumbien ist eines der Länder weltweit, das besonders reich an biologischer Vielfalt ist und das diese auf beispielhafte Art und Weise schützt.

Hintergrundinformationen

Der Weltumwelttag wurde anlässlich des ersten Weltumweltgipfels 1972 in Stockholm ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, weltweit auf akute Umweltprobleme aufmerksam zu machen und das allgemeine Umweltbewusstsein zu stärken. Kolumbien ist in diesem Jahr Gastgeber des Weltumwelttags, das zentrale Thema ist Biodiversität. Deutschland ist Partnerland Kolumbiens. Das Bundesumweltministerium unterstützt die vom United Nations Environment Programme (UNEP) durchgeführte globale Kampagne zum Weltumwelttag durch die Internationale Klimaschutzinitiative. Die Partnerschaft wurde im Dezember 2019 während der UNFCCC COP 25 öffentlich von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth, dem Umweltminister Kolumbiens, Ricardo José Lozano Picòn, und der UNEP Exekutivdirektorin, Inger Andersen, verkündet.

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Quelle   Bundesumweltministerium 2020

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