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03.02.2020

EU-Parlament fordert einheitliche Ladekabel: Erleichterung für Verbraucher, Fortschritt für die Umwelt

Die Kommission wird aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag für ein einheitliches Ladekabel für Handys, Tablets, e-reader und ähnliche Geräte vorzulegen.

Das Europaparlament fordert auch, dass einheitliche Ladegeräte in Zukunft getrennt von Elektrogeräten verkauft werden sollen, damit Verbraucher nicht länger genötigt sind, mit jedem neuen Gerät ein neues Ladegerät zu kaufen. Das Parlament hat sich der grünen Forderung nicht angeschlossen, auch auf Mindeststandards für die Haltbarkeit der Kabel zu bestehen.

Dazu erklärt Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament:

“Europa kann den Alltag der Menschen mit diesem Gesetz spürbar einfacher machen. Der lästige Kabelsalat könnte bald der Vergangenheit angehören. Einheitliche Ladekabel wären eine Erleichterung für Verbraucher und ein Fortschritt für die Umwelt. Der Kabelsalat sollte auch bei weiteren Elektrogeräten enden. Die Zahnbürste muss mit dem gleichen Kabel geladen werden können, wie tragbare Lautsprecher, Spielzeug oder Kameras. Unternehmen wie Apple sollten sich einheitlichen Ladekabeln nicht länger versperren dürfen. Auch Hersteller haben eine Verantwortung für die Umwelt. Verbraucher sollten auch die Möglichkeit haben, neue Geräte ohne zusätzliche Ladegeräte zu kaufen. Das spart Kosten für den Verbraucher und Ressourcen für die Umwelt. 

Ein neues Gesetz für einheitliche Ladegeräte ist eine gute Gelegenheit, auch die Haltbarkeit der viel zu schnell zerbrechenden Kabel zu verbessern. Neben einer Normierung für Ladegeräte und Stecker müssen wir auch Mindeststandards für die Haltbarkeit der Kabel festlegen. Es ist traurig, dass sich eine Mehrheit des Europaparlaments nicht auf diese grüne Forderung einigen konnte. Doch jetzt liegt es an der EU-Kommission, schnell und umfassend zu reagieren und verbindlich einheitliche, haltbare Ladegeräte vorzuschreiben.”

Schon im letzten Jahr kam eine Studie von Leon Leuser und Katharina Bohnenberger im Auftrag von Sven Giegold zu dem Schluss, dass die EU nachhaltiges Leben und Wirtschaften leichter machen kann. Ein einheitliches Ladegerät ist einer der Vorschläger der Autoren, um unnötigen Konsum zu vermeiden. Eine Zusammenfassung der Studie ist auf meinem Blog zu finden.

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Quelle   Sven Giegold, MdEP | 2020

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