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13.02.2020

Im Jahr 2019 wurden weltweit 6 Atomreaktoren gestartet und 13 stillgelegt

Ohne öffentliche Hinweise hat jetzt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO oder IAEA) die Zahlen für das Jahr 2019 massiv korrigiert.

Im abgelaufenen Jahr wurden 6 Atomreaktoren mit einer Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt (GW) in Betrieb genommen. Stillgelegt wurden 13 Atomreaktoren mit einer Gesamtleistung von 10,3 GW.

Dies widerlegt all die Atompropagandisten, die seit Jahren behaupten, dass weltweit die Atomkraft wiederaufstehe. So hatte noch am 16. Dezember 2019 bei einer großen Vorlesung in der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München der ehemalige Präsident des ifo-Instituts Professor Hans-Werner Sinn behauptet, Deutschland gehe mit dem Atomausstieg einen dummen Sonderweg. Die Mitveranstalter vbw, Süddeutsche Zeitung und ifo-Institut haben sich bis heute nicht von den vielen Falschaussagen des Herrn Sinn distanziert.

Unter den 13 im Jahr 2019 stillgelegten Atomreaktoren ist auch das baden-württembergische AKW Philippsburg 2. Jetzt laufen in Deutschland noch sechs Atomreaktoren, darunter als letzter Siedewasserreaktor der Block C in Gundremmingen.

Von den sechs neu in Betrieb genommenen AKW laufen drei in Russland und zwei in China. Alles vom Staat gelenkte Wirtschaften mit unterdurchschnittlichem Volkseinkommen. Das sechste neue AKW ist ein Altfall aus Südkorea. Der Reaktor war schon seit dem Jahr 2009 im Bau und wurde trotz des im Juni 2017 vom damals neuen Präsidenten Moon Jae-in verkündeten Kurswechsels Richtung langfristigen Atomausstiegs durch den großen Lobbydruck fertiggebaut.

In Ländern, die ihre Energiewirtschaft wettbewerblich organisiert haben und keine Atomwaffeninteressen verfolgen, werden so gut wie keine neuen AKW mehr gebaut. Denn aus diesen kostet die Kilowattstunde Strom über 10 Cent. Hingegen kostet aus neuen großen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen die Kilowattstunde je nach Standort nur noch 2,5 bis 6 Cent.

Gerade wenn man den verschiedenen Energietechniken System- und Folgekosten für beispielsweise notwendige Speicher oder die weitgehend von den Staaten übernommene Haftung für Atomunfälle (die Unfallfolgekosten in Fukushima liegen bereits über 100 Milliarden Euro) und die Verwahrung des Atommülls für die notwendige Abklingzeit von über einer Million Jahre oder die Klimaschäden anlastet, haben preislich die Erneuerbaren Energien gegenüber Atom, Erdgas und Kohle gesiegt. Nur Atomwaffeninteressen verleiten heute noch zu AKW-Plänen.

Deutschlands Windstromrekord am 11. Februar 2020
In Deutschland wurde am 11. Februar 2020 die historisch bisher höchste Menge an Windstrom produziert. Über 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh), nach vorläufigen Zahlen 1.060 Millionen kWh. Zum Vergleich: Die zweitgrößte Stromquelle war die Atomkraft mit 170 Millionen kWh, gefolgt von der Bioenergie mit 130 Millionen kWh sowie der Braunkohle und dem Erdgas mit jeweils 110 Millionen kWh.

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