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08.03.2020

Junge Afrikaner erwarten "Ära des Erfolgs"

Drei Viertel der 18- bis 24-Jährigen wollen in nächsten fünf Jahren ein Unternehmen gründen.

Junge Menschen in Afrika sind sehr zuversichtlich, dass ihr Kontinent bald eine "Ära des wirtschaftlichen Erfolgs" erleben wird. Dieser soll vor allem durch die voranschreitende Technologisierung und einen erstarkten Unternehmergeist angefeuert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Ichikowitz Family Foundation http://ichikowitzfoundation.com . Demnach wollen mehr als drei Viertel der afrikanischen Jugendlichen im Laufe der kommenden fünf Jahre eine Firma gründen. Der Hälfte würden hierfür sogar schon 100 Dollar als Startkapital reichen.

"Risikofreudig, gewinnorientiert"

"Auch ich bin voll und ganz der Meinung, dass Afrika wirtschaftlich gesehen optimistisch in die Zukunft blicken kann", so Khadi Camara, Senior Managerin Anglophone West Africa & Lusophone Africa beim Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft http://afrikaverein.de , gegenüber pressetext. Zwar stehe der Kontinent in den nächsten zehn Jahren vor vielen politischen und demografischen Hürden. "Aber der afrikanische Unternehmer ist robust, innovativ, risikofreudig und gewinnorientiert - genau das, was der Kontinent für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum braucht", betont die Expertin.

Was den Unternehmergeist betrifft, liege Afrikas Jugend Camara zufolge sogar weltweit betrachtet ganz vorne: "Ich würde so weit gehen und behaupten, dass keine andere Region der Welt einen so stark ausgeprägten Unternehmergeist besitzt wie Afrika." Ein Grund hierfür liege im fehlenden sozialen System, das junge Menschen dazu zwingt, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. "Dadurch entstehen durchaus innovative Ansätze und ernstzunehmende Unternehmungen. Mittlerweile investieren internationale Geldgeber und Unternehmen Milliardenbeträge in die Förderung afrikanischer Start-ups, besonders in Ägypten, Kenia und Nigeria", so Camara.

Wachsender "Afro-Optimismus"

"Diese größte Untersuchung dieser Art bestätigt einen wachsenden Glauben in das Konzept des sogenannten 'Afro-Optimismus', mit dem bestehende negative Stereotype, die unseren Kontinent betreffen, überwunden werden", heißt es im "African Youth Survey 2020" der Ichikowitz Family Foundation. Obwohl ein Großteil der Einwohner sich immer noch sehr unzufrieden in Bezug auf die wirtschaftliche Situation des eigenen Landes zeigt, glaube beinahe jeder Zweite daran, dass der Kontinent insgesamt gesehen bald wesentlich besser dastehen wird als heute.

Von 4.200 jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren, die während der ersten Jahreshälfte 2019 in 14 verschiedenen afrikanischen Staaten befragt wurden, geben sich ganze 82 Prozent davon überzeugt, dass der technologische Fortschritt ein wichtiger Faktor sein wird, mit dessen Hilfe sich das wirtschaftliche Potenzial des Kontinents in Zukunft besser entfalten soll. "Ungefähr gleich viele Befragte glauben auch, dass der Zugang zum Internet ein fundamentales Menschenrecht darstellt", betonen die Autoren des Berichts.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "pressetext.com“ (Markus Steiner) 2020 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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