{"id":37375,"date":"2016-04-30T00:55:00","date_gmt":"2016-04-29T22:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sonnenseite.com\/umwelt\/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype.html"},"modified":"2016-04-30T00:55:00","modified_gmt":"2016-04-29T22:55:00","slug":"drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonnenseite.com\/de\/umwelt\/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype\/","title":{"rendered":"Drogen im Abwasser \u2013 mehr als ein Medienhype"},"content":{"rendered":"<p>Der Kulturingenieur <a href=\"mailto:christoph.ort@eawag.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Christoph Ort<\/a> geh&ouml;rt zu den Forschenden der Eawag, deren Arbeit in den Medien in letzter Zeit auf besonders grosses Echo gestossen ist. Sein Thema &laquo;Drogen im Abwasser&raquo; ist den Journalisten im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren. Dass ein grosses Medienecho f&uuml;r einen Wissenschaftler ein Gewinn sein kann, aber auch einige Nachteile mit sich bringt, erz&auml;hlt Ort in diesem Interview.<\/p>\n<p> <!--more--> <\/p>\n<h5><em>Sie sorgen mit der Erforschung von Drogenr&uuml;ckst&auml;nden im Abwasser  seit Jahren f&uuml;r Schlagzeilen. Allein im Jahr 2015 sind weit mehr als 200  Medienberichte erschienen.<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Zu Beginn muss  ich darauf hinweisen, dass ich nicht alleine bin. Wir sind mittlerweile  &uuml;ber 30 Forschungsgruppen in 27 L&auml;ndern, die ihre Arbeit absprechen und  als Co-Autoren publizieren &ndash; seit 2011 unter anderem als Report f&uuml;r die  Europ&auml;ische Beobachtungsstelle f&uuml;r Drogen und Drogensucht (EMCDDA).  Dadurch k&ouml;nnen wir uns zwar weniger mit Einzelarbeiten profilieren,  daf&uuml;r entstehen in der Zusammenarbeit gute neue Ideen. Und weil wir  transdisziplin&auml;r arbeiten, erkennen wir Forschungsl&uuml;cken schneller als  im Alleingang.  <\/p>\n<h5><em>Aber das grosse Presse-Echo wird Sie trotzdem freuen.<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Nat&uuml;rlich!  Am Anfang habe ich mich zwar etwas beklagt, weil ich f&uuml;r die  Medienanfragen enorm viel Zeit aufwenden musste, denn Zeit hat man in  der Wissenschaft ja immer viel zu wenig. Aber &uuml;ber die Medien erreicht  man die Menschen anders als mit wissenschaftlichen Papers. Man gelangt  auch an neue Kreise. Wenn sich dank der Berichterstattung politisch  etwas bewegt oder neue gute Kontakte zustande kommen &ndash; wie in unserem  Fall mit dem Schweizer Bundesamt f&uuml;r Gesundheit&nbsp; (BAG) oder dem  deutschen Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit (BMG) &ndash;, dann lohnt sich der  Aufwand daf&uuml;r l&auml;ngst. <\/p>\n<h5><em>Was beinhalten diese neuen Kontakte?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Das  BAG ist interessiert an unseren Daten und hat uns gebeten, Vorschl&auml;ge  auszuarbeiten, wie man diese f&uuml;r die Gesundheitsvorsorge noch besser  nutzbar machen k&ouml;nnte. Wir versuchen, zuverl&auml;ssige Informationen aus dem  Abwasser zu holen, um damit eine Art Fingerabdruck der Gesellschaft zu  generieren. Unsere Daten k&ouml;nnten andere Instrumente des BAG &ndash; etwa  Umfragen zum Drogenkonsum &ndash; sinnvoll erg&auml;nzen. Die weitere  Interpretation und Umsetzung dieser Erkenntnisse ist dann jedoch nicht  meine Aufgabe. <\/p>\n<h5><em>Wie meinen Sie das?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Ich bin  Spezialist f&uuml;r die Quantifizierung von Stoffen im Abwassersystem. Aber  man darf von mir keine sozialwissenschaftlichen oder  gesundheitsrelevanten Aussagen wie &laquo;Z&uuml;rich hat ein Kokainproblem&raquo; oder  &auml;hnlich erwarten. <\/p>\n<h5><em>Haben das die Journalisten von Ihnen verlangt?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Manchmal  ging es schon in diese Richtung. Aber ich kann beim besten Willen nicht  sagen, ob die Drogen von einigen wenigen oder von einer grossen Gruppe  konsumiert wurden.&nbsp; Auch Schlagzeilen wie &laquo;Dortmund ist Deutschlands  Kokainhauptstadt&raquo; haben mich gest&ouml;rt. Daf&uuml;r gibt es keine  wissenschaftliche Basis. Dazu h&auml;tten wir viel mehr St&auml;dte untersuchen  und vergleichen m&uuml;ssen. Wir verf&uuml;gen jedoch nur &uuml;ber Daten aus 50  europ&auml;ischen St&auml;dten. In Deutschland haben wir insgesamt nur f&uuml;nf  untersucht. <\/p>\n<h5><em>Und trotzdem haben Sie selber eine Rangliste der St&auml;dte erstellt.<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Wir  haben dies haupts&auml;chlich darum gemacht, weil uns klar war, dass die  Medien die Daten auf diese Art und Weise darstellen w&uuml;rden. Deshalb  wollten wir die Rangliste wenigsten so aufbereiten, dass sie korrekt ist  und konsistent verwendet wird.  <\/p>\n<h5><em>Dennoch gab es Schlagzeilen, die Sie ge&auml;rgert haben.<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Die  meisten Journalisten &uuml;bernehmen jeweils den Text der Pressemitteilung  und fassen diesen mal mehr, mal weniger gut zusammen. Manchmal kam es  jedoch zu Zuspitzungen, bei denen ich wirklich nicht nachvollziehen  konnte, woher der Autor diese Aussage nahm. Eine Gratiszeitung  behauptete beispielsweise, der Bund erw&auml;ge, die Abw&auml;sser in der Schweiz  systematisch auf Drogenr&uuml;ckst&auml;nde zu untersuchen. Das stimmte nicht.  Umso mehr freuen einen dann auch die guten Resultate wie etwa ein <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/%215242782\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel in der deutschen Tageszeitung TAZ<\/a><a href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/de\/news-agenda\/news-plattform\/news\/news\/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype\/typo3\/#_msocom_1\"><\/a>.  Die Journalistin hat sich nicht nur beim Text, sondern auch bei der  grafischen und fotografischen Aufbereitung des Themas viel M&uuml;he gegeben. <\/p>\n<h5><em>Wie w&auml;hlen Sie die St&auml;dte f&uuml;r das europ&auml;ische Monitoring aus? Kommen die Verantwortlichen mittlerweile von selbst auf Sie zu? <\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Zu  Beginn haben wir einfach mit den St&auml;dten gearbeitet, zu denen die  Forscherinnen und Forscher aus unserem Netzwerk bereits einen Bezug  hatten. &Uuml;ber die letzten f&uuml;nf Jahre waren wir in 87 St&auml;dten t&auml;tig. 2015  deckten wir insgesamt eine Bev&ouml;lkerung von 38 Millionen Menschen in 75  St&auml;dten ab. Wir werden jedoch nicht von Anfragen &uuml;berrannt. Das  &uuml;berrascht mich nicht, denn eine solche Untersuchung bedeutet neben  einem Mehraufwand f&uuml;r die Kl&auml;ranlagen auch ein gewisses  Reputationsrisiko. Weil man jedoch nie weiss, ob h&ouml;here oder tiefere  Werte als bef&uuml;rchtet resultieren, kann die Messung auch ein Image-Gewinn  bringen. <\/p>\n<h5><em>Wer finanziert die Untersuchungen?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Im Moment sind dies haupts&auml;chlich die beteiligten Forschungsinstitutionen. Einige Beitr&auml;ge &uuml;bernehmen auch die EMCDDA und die <a href=\"http:\/\/score-cost.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sewage Analysis Core Group Europe (Score)<\/a><a href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/de\/news-agenda\/news-plattform\/news\/news\/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype\/typo3\/#_msocom_2\"><\/a>,  in der sich zahlreiche Forscherinnen und Forscher zusammengeschlossen  haben. Es ist jedoch denkbar, dass k&uuml;nftig auch Institutionen wie das  BAG, das BMG, lokale Gesundheitsbeh&ouml;rden oder die Polizei solche  Untersuchungen finanzieren. <\/p>\n<h5><em>Wie m&ouml;chten Sie das Monitoring weiterentwickeln?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Wir  w&uuml;rden gerne die saisonalen Effekte besser aufzeigen. Bisher machen wir  ja kein permanentes Monitoring, sondern wir nehmen in den St&auml;dten nur  eine Woche lang Proben. Wir versuchen zwar, jeweils eine Periode ohne  ungew&ouml;hnliche Ereignisse auszuw&auml;hlen, aber wir machen definitiv keine  Langzeitbeobachtung. Daf&uuml;r reichen unsere logistischen und finanziellen  Ressourcen nicht. Anhand der wenigen langen Zeitreihen, die wir bisher  erarbeiten konnten, sehen wir jedoch, dass gewisse Drogenr&uuml;ckst&auml;nde im  Abwasser zeitlich hohe Schwankungen aufweisen. Um mit  Routineuntersuchungen &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume verl&auml;sslichere Daten zu  erheben, schlagen wir deshalb verbesserte Monitoring-Programme vor. <\/p>\n<h5><em>Einige Medien haben kritisiert, dass euer Monitoring die  Drogenmenge mit der Zahl der st&auml;dtischen Bev&ouml;lkerung aufrechnet und  dadurch Personen von ausserhalb ausblendet, die in der Stadt Drogen  konsumieren.<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Der Vorteil der  Abwasseruntersuchung ist ja genau, dass sie eine m&ouml;glichst grosse  Bev&ouml;lkerung abdeckt &ndash; und dies anonym. Aber das geografische  Einzugsgebiet einer Kl&auml;ranlage definiert die Systemgrenzen. Auch wenn  wir Pendler und Partyg&auml;nger genauer erfassen k&ouml;nnten, w&uuml;rde uns das  Abwasser nicht sagen, wer die Drogen haupts&auml;chlich konsumiert. Mit einem  hochaufgel&ouml;sten Monitoring &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume liessen sich aber  m&ouml;glicherweise schon genauere Aussagen zum Drogenkonsum machen, da die  Aufenthaltszeit des Abwassers in der Kanalisation selten h&ouml;her ist als  zwei, drei Stunden. <\/p>\n<h5><em>Gab es weitere Kritikpunkte, die Sie allenfalls kontern m&ouml;chten?<\/em><\/h5>\n<p> Manche  Leute glaubten, dass wir nicht unterscheiden k&ouml;nnen, ob die Drogen, die  wir im Wasser finden, konsumiert oder bei einer Razzia ins Wasser  geworfen wurden. Aber das k&ouml;nnen wir f&uuml;r ausgew&auml;hlte Substanzen  mittlerweile recht gut, denn wir untersuchen ja auch die  Umwandlungsprodukte der Drogen. Kokain wird beispielsweise mehrheitlich  als Benzoylecgonin ausgeschieden. Wir haben herausgefunden, dass gewisse  Ausscheidungsstoffe in der Kanalisation stabil bleiben, zum Beispiel  Ketamin. Bei diesen kann man eins zu eins auf den Konsum  zur&uuml;ckschliessen. Bei weniger stabilen Stoffen wie etwa Amphetamin sind  wir daran herauszufinden, welche Umweltparameter wie Temperatur,  Sauerstoffgehalt oder pH-Wert die Transformation der Stoffe beg&uuml;nstigen.<\/p>\n<div class=\"csc-element   coEltextpic _\">\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<h5><em>Cannabis wird oft konsumiert, weshalb habt Ihr dies nicht in allen St&auml;dten untersucht?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Die  Laboranalyse der R&uuml;ckst&auml;nde von Cannabis gestaltet sich schwieriger als  bei anderen Drogen. Auch bei den Prozessen in der Kanalisation gibt es  noch offene Fragen. Das Wissen ist also noch nicht ausgereift genug, um  auf den effektiven Konsum zur&uuml;ckzuschliessen und verschiedene St&auml;dte  objektiv miteinander zu vergleichen. Zeitliche Trends k&ouml;nnen wir dagegen  zuverl&auml;ssiger erfassen, falls die unbekannten Einflussfaktoren in einer  Stadt &uuml;ber die Zeit mehr oder weniger konstant bleiben.  <\/p>\n<h5><em>Inwiefern ist bei dieser Forschung auch der Datenschutz ein Thema?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Wir  haben uns mit Hilfe einer Charta selber gewisse ethische Grenzen  gesetzt. Wir untersuchen beispielsweise keine kleinen  Teileinzugsgebiete, um nicht bestimmte Quartiere oder  Bev&ouml;lkerungsgruppen zu diskriminieren. Auf Einzelpersonen kann man bei  unseren Untersuchungen sowieso nicht zur&uuml;ckschliessen, daf&uuml;r m&uuml;sste man  schon eine Urinprobe machen. Der Abfluss von Gef&auml;ngnissen wurde im  Auftrag des Sicherheitspersonals jedoch schon untersucht. Man wollte  herausfinden wie repr&auml;sentativ zuf&auml;llige Urinproben sind und was  bestimmte Massnahmen n&uuml;tzen, um den Drogenkonsum zu reduzieren. Wir  wurden auch schon angefragt, direkt bei einer Bank, bei der ETH oder  beim Weltwirtschaftsforum Proben zu nehmen. Die Probenahme direkt bei  einem Geb&auml;ude und die hohen Schwankungen der Drogenr&uuml;ckst&auml;nde auch ohne  spezielle Anl&auml;sse erfordern aber einen immensen Aufwand und mehr als nur  zwei Abwasserproben. Wenn die Interessenten dann h&ouml;ren, was das kostet,  sehen sie meist davon ab. <\/p>\n<h5><em>Wie sind Sie eigentlich auf das Thema Drogen gekommen?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">2008  hatte ich an der australischen Universit&auml;t Queensland in Brisbane die  Arbeit f&uuml;r mein Postdoc aufgenommen. Urspr&uuml;nglich konzentrierte ich mich  dabei auf die Quantifizierung von Spitalabwasser. Es ging mir darum, zu  analysieren, ob Stoffe aus den Spit&auml;lern einen substanziellen Anteil im  kommunalen Abwasser ausmachen, und abzusch&auml;tzen, ob sich daraus ein  weiterer Handlungsbedarf ergibt. Ein Forscherkollege, ein Toxikologe,  wollte etwas zum Thema Drogen machen. Er wusste, dass ich bereits viel  in Abwasserkanalisationen gearbeitet hatte und war interessiert an  diesem Fachwissen, denn um repr&auml;sentative Wasserproben zu erhalten,  braucht es gute Kenntnisse &uuml;ber die Dynamik im Kanal. So entwickelten  sich eine erste Zusammenarbeit und fortlaufend neue Projekte. Auch heute  arbeiten wir noch gemeinsam an weiterf&uuml;hrenden Fragestellungen, zum  Beispiel wie man anhand von Abwasser absch&auml;tzen kann, wie viele Personen  im Laufe eines Tages dazu beigetragen haben.  <\/p>\n<h5><em>Kann Ihre Forschung auch f&uuml;r die klassische Siedlungswasserwirtschaft genutzt werden?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Zahlreiche  unserer Erkenntnisse &uuml;ber die Transformationsprozesse im Kanal lassen  sich auf andere Mikroverunreinigungen &uuml;bertragen. Umgekehrt profitieren  wir von Forschungsarbeiten zu anderen Stoffen. Aber es gibt auch einen  indirekten Nutzen: Mit diesem publikumstr&auml;chtigen Thema konnten wir  vermutlich bei einem gr&ouml;sseren Kreis von Leuten das Bewusstsein wecken,  dass man aus der Kanalisation spannende Sachen herauslesen kann. Dadurch  lassen sich hoffentlich auch Forschungsprojekte finanzieren, die ebenso  wichtig, aber weniger medienwirksam sind. <\/p>\n<h5><em>Welche anderen Stoffe k&ouml;nnten auch noch interessant sein?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Spontan  denke ich an Biomarker f&uuml;r Krankheiten. Ich kann mir vorstellen, dass  sich Erhebungen im Kanal zu einer Art Fr&uuml;hwarnsystem entwickeln k&ouml;nnten.  Die abwasserbasierte Epidemiologie ist jedoch nichts v&ouml;llig Neues. Die  Eawag hat sich mit diesem Gebiet bereits intensiv befasst &ndash; etwa in den  Bereichen Spitalabwasser oder Antibiotikaresistenzen. Ich denke, diese  Forschungsrichtung gewinnt in Zukunft noch mehr an Bedeutung. <\/p>\n<h5><em>Und welche Forschungsziele peilen Sie pers&ouml;nlich als n&auml;chstes an?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Dem  Abwasser bleibe ich treu, aber ich werde mich vermehrt auf  Regenwasserentlastungen konzentrieren. Bei starken Regenf&auml;llen k&ouml;nnen  Kl&auml;ranlagen nicht die gesamte Wassermenge bew&auml;ltigen, deshalb gelangt  ein Teil des Abwassers ungekl&auml;rt in die Umwelt. Wir m&ouml;chten diese  Entlastungen in ausgesuchten Einzugsgebieten genauer charakterisieren  und dabei sowohl das Monitoring als auch die Vorhersagen &uuml;ber allf&auml;llig  kritische Entlastungsstellen verbessern. Bei der Erarbeitung dieser  Expositionsszenarien stehen also nicht mehr die Drogen im Zentrum, aber  ich kann von den Erfahrungen, die ich mit diesem Thema gemacht habe,  enorm profitieren und dabei auch auf Untersuchungsmethoden  zur&uuml;ckgreifen, die wir im Zusammenhang mit den Drogen neu erarbeitet  haben. <\/p>\n<h5><em>Hat Ihnen das Thema Drogen die Finanzierung des neuen Vorhabens erleichtert?<\/em><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Das  ist schwierig zu beurteilen. In Wissenschaftskreisen oder beim  Schweizerischen Nationalfonds ist das mediale Echo vielleicht weniger  ausschlaggebend. Aber eine gewisse Visibilit&auml;t hilft einem sicher. Und  wie gesagt, man kommt damit auch an interessierte Kreise heran, die  unsere wissenschaftlichen Papers nicht lesen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p> <a class=\"download-link basic-class pdf\" href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/fileadmin\/Domain1\/News\/2016\/0407\/interview_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Interview als pdf<\/a><\/p>\n<div class=\"article-images\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"349\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/eawag_GuidoPasquino.jpg\" class=\"alignleft\" alt=\"eawag.ch | Guido Pasquino | Christoph Ort und Ann-Kathrin McCall untersuchen die Stabilit&auml;t von Drogenr&uuml;ckst&auml;nden in der Kanalisation, um den Drogenkonsum mit Abwasseranalysen zuverl&auml;ssiger absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Der Nachweis solcher Substanzen im Abwasser.\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/eawag_GuidoPasquino.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/eawag_GuidoPasquino-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/eawag_GuidoPasquino-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/div>\n<h5 class=\"green\">Quelle<\/h5>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/de\/news-agenda\/news-plattform\/news\/news\/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype\/?tx_news_pi1[controller]=News&amp;tx_news_pi1[action]=detail&amp;cHash=f9ad54c86e83037649572642b6d153d6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">eawag | Interview: Mirella Wepf 2016<\/a><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><div class=\"ShariffHeadline\">Diese Meldung teilen<\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li 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