{"id":84179,"date":"2022-08-03T02:50:00","date_gmt":"2022-08-03T00:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sonnenseite.com\/?p=84179"},"modified":"2022-08-02T12:51:44","modified_gmt":"2022-08-02T10:51:44","slug":"klima-krieg-und-flucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonnenseite.com\/de\/zukunft\/klima-krieg-und-flucht\/","title":{"rendered":"Klima, Krieg und Flucht"},"content":{"rendered":"\n<p>Als h\u00e4tten wir es nicht gewusst &#8211; Blutzoll der fossilen Energietr\u00e4ger &#8211; Jede Sekunde flieht ein Mensch vor Klimafolgen &#8211; von Gerhard Hofmann<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Tag wie jeder andere. Das <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/seenotrettung-mittelmeer-fluechtlinge-seawatch-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>ZDF<\/em> meldet<\/a>: \u201eHunderte im Mittelmeer gerettete Fl\u00fcchtlinge haben am 29.07.2022 weiter auf die Zuweisung eines Hafens gewartet. W\u00e4hrend die mehr als 430 \u00dcberlebenden auf der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sea-Watch_3\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201aSea-Watch 3\u2018<\/a> die Nachricht erhielten, im italienischen Hafen Tarent an Land zu gehen, harrten auf der \u201aOcean Viking\u2018 und der \u201aGeo Barents\u2018 insgesamt mehr als 1.000 Menschen weiter auf hoher See aus. Trotz der Gefahren gibt es keine staatlich organisierte Seenotrettung mehr auf dem Mittelmeer. Lediglich die Schiffe ziviler Organisationen halten Ausschau nach in Not geratenen Migranten.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons.wikimedia.org_Sea-Watch-3-Foto-\u00a9-Chris-Grodotzki-Sea-Watch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons.wikimedia.org_Sea-Watch-3-Foto-\u00a9-Chris-Grodotzki-Sea-Watch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84206\" width=\"385\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons.wikimedia.org_Sea-Watch-3-Foto-\u00a9-Chris-Grodotzki-Sea-Watch.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons.wikimedia.org_Sea-Watch-3-Foto-\u00a9-Chris-Grodotzki-Sea-Watch-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons.wikimedia.org_Sea-Watch-3-Foto-\u00a9-Chris-Grodotzki-Sea-Watch-768x529.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9 <em><strong>Sea Watch 3 \u2013<\/strong> Foto \u00a9 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:4_grodotzki_seawatch3_20181219_3388.jpg#\/media\/Datei:4_grodotzki_seawatch3_20181219_3388.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Chris Grodotzki, Sea-Watch.org, commons.wikimedia.org<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Fotografin Nil\u00fcfer Demir am 02.09.2015 die Leiche des dreij\u00e4hrigen Aylan Kurdi am Strand von Bodrum entdeckt hatte, sagte sie sp\u00e4ter, \u201egefror mir das Blut in den Adern. Das Einzige, was ich tun konnte, war, seinem Schrei \u2013 dem Schrei seines am Boden liegenden K\u00f6rpers \u2013 Geh\u00f6r zu verschaffen. Ich dachte, das k\u00f6nnte ich nur schaffen, indem ich den Abzug bet\u00e4tigte.\u201c Jedes Weltereignis produziert Symbolfotos, wie etwa der Anschlag auf das World Trade Center oder der Vietnamkrieg: Der vietnamesisch-amerikanische Fotograf Nick Ut&nbsp; bekam den Pulitzer-Preis und den World Press Award f\u00fcr sein Foto \u201eThe Terror of War\u201c der neunj\u00e4hrigen Phan Kim Phuc, die 1972 schwer verbrannt, nackt und schreiend vor einem US-Napalm-Angriff floh \u2013 das Bild trug mehr zum Ende des Krieges bei als manche Politiker-Rede.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Foto des kleinen Aylan machte die Fl\u00fcchtlingskrise auf brutale Weise sichtbar \u2013 und das Versagen Europas. Aylans Schicksal erinnerte daran, dass bis heute Millionen Kinder auf der Flucht sind: Laut UNICEF waren 2020 von 84 Millionen Fl\u00fcchtlingen weltweit fast jeder zweite unter 18 \u2013 auch von den vier Millionen syrischen Fl\u00fcchtlingen. Viele wollen nach Europa \u2013 wir aber verschanzen uns hinter meterhohem Stacheldraht, damit das Elend der Welt drau\u00dfen vor bleibt. Wenige reiche L\u00e4nder schlie\u00dfen die Augen davor, dass die Menschen vor Krieg und Elend fliehen. Und dann sortieren wir zynischerweise noch zwischen Kriegs- und Wirtschaftsfl\u00fcchtlingen. Dabei m\u00fcsste es f\u00fcr uns doch das Gleiche sein, ob ein Mensch vor dem Tod durch Verhungern oder eine Fassbombe flieht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Wir wussten es seit Jahrzehnten \u2013 seitdem 1970 die sogenannte Weltgemeinschaft beschloss, die Entwicklungshilfe sollte 0,7 Prozent vom Bruttosozialprodukt eines Landes betragen \u2013 Deutschland lag 2014 mit sch\u00e4bigen 0,41 auf Platz 12 in der EU, 2019 waren es immerhin 0,6. Die Official Development Assistance (ODA-Quote, \u201e\u00f6ffentliche Mittel f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit\u201c) erreichten nur 5 OECD-L\u00e4nder. Wir wussten das alles sp\u00e4testens seit dem 19. Mai 1990.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>19.05.1990 \u2013 vor mehr als 30 Jahren: in der Reihe \u201eEine Welt f\u00fcr alle\u201c sendet die ARD den Science-Fiction-Film \u201e<a href=\"http:\/\/programm.ard.de\/?sendung=2872515717850120\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Marsch<\/a>\u201c, eine Co-Produktion mit der BBC \u2013 Afrikaner auf der Flucht vor der Armut nach Europa \u2013 ein Zug verzweifelter Gestalten, die sich vor dem Hungertod retten wollen. Der junge, charismatische Issa Al-Mahdi steht an der Spitze einer un\u00fcbersehbaren Karawane bitterarmer Menschen aus nordostafrikanischen Fl\u00fcchtlingslagern, die in Richtung Europa ziehen. Dort sieht er die letzte Chance, seine Landsleute vor dem Hungertod zu retten. Denn dieser droht auf Grund der bitteren Armut, ausgel\u00f6st und verschlimmert durch die infolge des Klimawandels eingetretene \u00f6kologische Katastrophe in der Region.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf lange Jahre hat es laut Drehbuch in \u00c4thiopien und Somalia, im Tschad und im Sudan nicht mehr geregnet. Heute (Sommer 2022) hat es dort drei Jahre nicht geregnet. Die Hilfen aus Europa und den USA sind im Filz der korrupten afrikanischen Regime versickert. Auf dem Marsch nach Norden schwillt der Strom der Hunger-Fl\u00fcchtlinge auf Hunderttausende an. Verzweiflung, nicht Aggression treibt sie nach Norden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Marsch ger\u00e4t schnell zum Medienhype: Reporterteams schw\u00e4rmen aus und liefern die Bilder des Elends direkt in die Wohnzimmer der Wohlstandsgesellschaft. Die Masse der Ohnm\u00e4chtigen verf\u00fcgt \u00fcber keine andere Macht mehr als die, vor den Augen und den Kameras der reichen Europ\u00e4er zu sterben. Ihre Botschaft ist unmissverst\u00e4ndlich: \u201eWir sind arm, weil ihr reich seid. Jetzt kommen wir zu euch, damit ihr uns sterben seht.\u201c Al-Mahdis Hoffnung: \u201eWir glauben: wenn ihr uns vor euch seht, werdet ihr uns nicht sterben lassen. Deswegen kommen wir nach Europa. Wenn ihr uns nicht helft, dann k\u00f6nnen wir nichts mehr tun, wir werden sterben, und ihr werdet zusehen, wie wir sterben und m\u00f6ge Gott uns gn\u00e4dig sein.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons-wikimedia-org_Migranten-Operation_Triton.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons-wikimedia-org_Migranten-Operation_Triton.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84210\" width=\"578\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons-wikimedia-org_Migranten-Operation_Triton.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons-wikimedia-org_Migranten-Operation_Triton-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/commons-wikimedia-org_Migranten-Operation_Triton-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9 <em><strong>Migranten gehen an Bord des irischen Schiffes Eithne<\/strong> \u2013 Foto \u00a9 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_und_Migration_%C3%BCber_das_Mittelmeer_in_die_EU#\/media\/Datei:LE_Eithne_Operation_Triton.jpg\">commons.wikimedia.org, Operation Triton<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC BY-SA 2.0<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Europa ist im politischen Denken \u00fcber die Ideologie der \u201eFestung Europa\u201c aber nicht hinausgekommen; die Br\u00fcsseler Entwicklungskommissarin Juliet Stevenson (Karin Anselm) votiert zwar f\u00fcr menschliche L\u00f6sungen, scheitert aber bei EU-Gremien <em>und<\/em> Fl\u00fcchtlingen \u2013 verzweifelt verspricht sie ihnen im Gegenzug f\u00fcr die R\u00fcckkehr in ihre Heimatl\u00e4nder millionenschwere EU-Unterst\u00fctzung. Doch die Hungernden glauben ihr nicht \u2013 Europa hat seine Glaubw\u00fcrdigkeit l\u00e4ngst verspielt. Am Schluss ruft sie verzweifelt aus: \u201eWir brauchen euch, wie ihr uns braucht. Wir k\u00f6nnen nicht weitermachen, wie bisher. Aber wir sind noch nicht bereit f\u00fcr euch, ihr m\u00fcsst uns noch mehr Zeit geben.\u201c Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert \u2013 im Gegenteil: Zwischen 2010 und 2020 sind mehr als 23.000 Migranten im Mittelmeer ertrunken (immerhin f\u00fchren wir ordentlich Buch \u00fcber das Grauen: laut <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/892249\/umfrage\/im-mittelmeer-ertrunkenen-fluechtlinge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Statistischem Bundesamt<\/a> waren es von 2014 bis 2022 mehr als 24.000). Einzelne L\u00e4nder \u2013 wie Italiens Salvini \u2013 verweigerten gar aktiv die Hilfeleistung.<\/p>\n\n\n\n<p>William Nicholson (\u201eGladiator\u201c, \u201eShadowlands\u201c) beschwor 1990 mit dem \u201eMarsch\u201c eine d\u00fcstere, biblisch unterlegte Vision \u2013 schneller als bef\u00fcrchtet hat sie beklemmende Aktualit\u00e4t gewonnen. In Marokko warten \u2013 im Schatten der Bilder Hunderttausender Kriegsfl\u00fcchtlinge aus Syrien und dem Irak nahezu vergessen \u2013 mittlerweile Zigtausende von Fl\u00fcchtlingen aus L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara darauf, nach Spanien zu fliehen und werden mit Gewalt daran gehindert. Andere \u2013 ebenfalls Tausende \u2013 riskieren in teils seeunt\u00fcchtigen Booten, meist von Schleppern ausgenommen und dann allein gelassen, von Libyen aus ihr Leben: \u201eWir haben keine Garnelen, sondern Leichen in den Netzen \u2013 das ist die Situation im Mittelmeer vor der libyschen K\u00fcste\u201c, berichteten italienische Fischer. In Melilla und Ceuta, den spanischen Exklaven in Nordafrika, wurden die Sperrz\u00e4une entlang der zehn Kilometer langen Grenze inzwischen auf sechs Meter erh\u00f6ht. Fl\u00fcchtlinge, denen der Durchbruch in die spanischen Exklaven nicht gelungen war, wurden in der W\u00fcste an der S\u00fcdostgrenze zu Algerien ausgesetzt. Ausl\u00e4ndische Journalisten berichten von dramatischen Szenen: \u201eWarum behandelt man uns wie Tiere?\u201c sollen die Fl\u00fcchtlinge gerufen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort gibt Al-Mahdi im Film den eilig nach Afrika entsandten EU-Vermittlern, die den Fl\u00fcchtlingstreck zur Umkehr bewegen sollen, mit Worten, die einem im heimischen Fernseh-Sessel die Kehle zuschn\u00fcren: \u201eIhr habt in Europa so kleine Katzen. Es hei\u00dft, eine Katze kostet mehr als zweihundert Dollar pro Jahr. Lasst uns nach Europa kommen als eure Haustiere. Wir k\u00f6nnten Milch trinken, wir k\u00f6nnten eure Hand lecken. Wir k\u00f6nnten schnurren. Und wir sind viel billiger zu f\u00fcttern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Bereits die Produktionsgeschichte von \u201eDer Marsch\u201c warf ein Schlaglicht auf das Verh\u00e4ltnis Europas zur Fl\u00fcchtlingsproblematik. Der Film entstand zwar als Gemeinschaftsproduktion europ\u00e4ischer Sendeanstalten unter Federf\u00fchrung der BBC, aber gegen die Bedenken spanischer und italienischer Sender. Ihnen schien die Idee einer \u201e\u00f6kologischen Migration\u201c von Afrikanern in ihre L\u00e4nder zu nahe und zu realistisch. Die ARD hat diesen Film als \u201eH\u00f6hepunkt\u201c der europ\u00e4ischen Medieninitiative \u201eEine Welt f\u00fcr alle\u201c im Mai 1990 unter der \u00c4gide des damaligen NDR-Programmdirektors Rolf Seelmann-Eggebert nach der \u201eTagesschau\u201c ausgestrahlt, von einem f\u00fcr heutige Verh\u00e4ltnisse ausf\u00fchrlichen Begleitprogramm flankiert und von der Kritik f\u00fcr seine perfekte Machart und die glanzvollen Dialoge gelobt. In der anschlie\u00dfenden Live-Diskussion wurde den Programmachern allerdings unter anderem vorgeworfen, zu schwarz zu sehen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Folgen des Klimawandels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund und Ausl\u00f6ser f\u00fcr den \u201eMarsch\u201c ist die drohende Klimakatastrophe, die Erw\u00e4rmung der Erdatmosph\u00e4re durch Treibhausgase \u2013 zur Zeit der Produktion der damals sogenannten \u201eFiction\u201c eher noch Diskussionsgegenstand unter Fachleuten. Der Bericht des Weltklimarats (IPCC) von 2007 lieferte nach \u00dcberzeugung vieler Fachleute seri\u00f6s wissenschaftsbasiert \u201edie beste derzeit verf\u00fcgbare zusammenfassende Analyse des aktuellen Klimawandels\u201c, so das Thesenpapier zur <a href=\"http:\/\/www.thechangingearth.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Konferenz \u201eThe Changing Earth\u201c in Berlin am 02. und 03.11.2009<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ottmar Edenhofer, damals Ko-Direktor und Chef\u00f6konom des <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Potsdam-Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung<\/a>, als Vorsitzender der Arbeitsgruppe III einer der Vizepr\u00e4sidenten des IPCC und Michael Otto-Professor f\u00fcr die \u201e\u00d6konomie des Klimawandels\u201c an der TU Berlin, hat mit Kollegen 15 \u201epotenzielle politikrelevante Kippschalter identifiziert, die durch die globale Erw\u00e4rmung in diesem Jahrhundert ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnten\u201c. Unterscheidungsmerkmal zu fr\u00fcheren Herausforderungen ist die Irreversibilit\u00e4t: Die Schalter, einmal in die andere Richtung gekippt, werden nicht mehr r\u00fcckholbar sein. Es bleibt uns nicht mehr sehr viel Zeit, diese Schalter zu stabilisieren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Kippschalter-im-Erdsystem-Koeppen-Schellnhuber-Edenhofer-PIK-Potsdam.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"694\" height=\"372\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Kippschalter-im-Erdsystem-Koeppen-Schellnhuber-Edenhofer-PIK-Potsdam.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84212\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Kippschalter-im-Erdsystem-Koeppen-Schellnhuber-Edenhofer-PIK-Potsdam.jpg 694w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Kippschalter-im-Erdsystem-Koeppen-Schellnhuber-Edenhofer-PIK-Potsdam-300x161.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9 <em><strong>Kippschalter im Erdsystem 2017<\/strong> \u2013 Grafik \u00a9 <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\/de\/produkte\/infothek\/kippelemente\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">K\u00f6ppen, Schellnhuber, Edenhofer, PIK-Potsdam<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC-BY-ND DE 3.0<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Meeresspiegel steigt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni 2010 erh\u00e4rtete eine Untersuchung, f\u00fcr die amerikanische, finnische und deutsche Forscher erstmals Sediment-Daten an der amerikanischen K\u00fcste bis vor Christi Geburt ausgewertet haben, die Annahme, \u201edass die Ozeane umso schneller anschwellen, je w\u00e4rmer es auf der Erde wird. \u201aDer Mensch heizt mit seinen Treibhausgasen das Klima immer weiter auf, daher schmilzt das Landeis immer rascher und der Meeresspiegel steigt immer schneller\u2018, sagte Stefan Rahmstorf vom PIK, der an der Studie beteiligt gewesen ist.\u201c (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2011-06\/meeresspiegel-klimawandel-anstieg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zeit.de<\/a>) Vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts habe sich der Meeresspiegel praktisch nicht ver\u00e4ndert. Seither sei er allerdings pro Jahr um 2,1 Millimeter nach oben geklettert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eLocked in\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>21 Jahre nach der Erstsendung von \u201eThe March\u201c (der Meeresspiegel war inzwischen um 4,15 cm gestiegen) \u2013 am 11. November 2011 \u2013 lud der BDI in Berlin zu einer Pressekonferenz der Internationalen Energieagentur: Der Titel der zweiseitigen Presseerkl\u00e4rung lautete: \u201eIEA warnt: Energie-Zukunft der Welt nicht nachhaltig\u201c. Hinter der fast harmlos, l\u00e4ngst vertraut klingenden Warnung steckte eine bedrohliche Sensation: Der kumulierte Kohlendioxid-Aussto\u00df der kommenden 25 Jahre, so lautete der letzte Absatz, liege im zentralen Szenario des World Energy Outlooks 2011 \u2013 vorgestellt wie jedes Jahr von IEA-Chef\u00f6konom Fatih Birol \u2013 \u201ebei drei Vierteln der gesamten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen der vergangenen 110 Jahre. Die Folge w\u00e4re ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 3,5\u00b0C. W\u00fcrden die j\u00fcngst angek\u00fcndigten politischen Ma\u00dfnahmen nicht umgesetzt, w\u00e4re die Lage noch dramatischer: die Durchschnittstemperatur k\u00f6nnte um sechs Grad steigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Birol w\u00f6rtlich: \u201eMit jedem Jahr, das ohne klare Signale f\u00fcr Investitionen in saubere Energien vergeht, wird es aufgrund von \u201aLocked-in\u2018-Effekten schwerer und teurer, unsere Ziele bei Energiesicherheit und Klimaschutz zu erreichen\u201c. Vier F\u00fcnftel der bis 2035 insgesamt zul\u00e4ssigen energiebedingten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen seien mit den bestehenden Kraftwerken, Geb\u00e4uden und Fabriken bereits festgeschrieben. W\u00fcrden bis 2017 keine neuen Ma\u00dfnahmen ergriffen, dann werde die bis dahin geschaffene energieerzeugende oder -verbrauchende Infrastruktur bereits die Gesamtmenge der bis 2035 zul\u00e4ssigen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verursachen. Das bedeutet: 2017 schlie\u00dft sich die T\u00fcr zur Erreichung der 2\u00b0-Grenze endg\u00fcltig, wenn wir nicht handeln. Bis 2100 drohen <a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2013\/06\/11\/iea-bis-2100-drohen-funfkommadrei-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">5,3 Grad Temperaturanstieg<\/a> mit katastrophalen Folgen. Wir haben also nicht viel Zeit, das Steuer herumzurei\u00dfen. Zwei Jahre sp\u00e4ter prangerte Birol die Tatsache an, dass fossile Energien 2012 weltweit mit fast 550 Milliarden Dollar gef\u00f6rdert wurden \u2013 erneuerbare Energien dagegen nur mit 100 Mrd.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Armut und Energie h\u00e4ngen zusammen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lord Nicholas Stern, geadelter Professor an der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/London_School_of_Economics\">London School of Economics<\/a> und von 2000-2003 Chef\u00f6konom der Weltbank, behandelte 2006 im sogenannten <a href=\"http:\/\/fore.yale.edu\/climate-change\/science\/the-stern-review-on-the-economics-of-climate-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Stern Review \u2013 on the economics of climate change<\/em><\/a> die wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels. Edenhofer h\u00e4lt den Stern-Bericht und den IPCC-Text f\u00fcr die wichtigsten in der Klimadiskussion: \u201eIPCC has changed the way governments and the public think about climate change. The Stern Review has changed the way we think about the economics of climate change\u201c, sagte er in seiner Laudatio auf Sterns Ehrendoktorw\u00fcrde am 04.11.2009 in der TU Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>Stern beschrieb in seinem Buch <em>Der Global Deal<\/em> die Armut in den Entwicklungsl\u00e4ndern und den Klimawandel als die beiden gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. Beide \u201esind unaufl\u00f6slich miteinander verbunden. Ein Scheitern beim einen wird die Anstrengungen zur L\u00f6sung des anderen untergraben. Ein Ignorieren des Klimawandels w\u00fcrde zu einer f\u00fcr Entwicklung und Armutsreduzierung immer feindlicheren Umwelt f\u00fchren, aber der Versuch, den Klimawandel anzugehen, indem man Wachstum und Entwicklung Fesseln anlegt, w\u00fcrde die f\u00fcr einen Erfolg so wichtige Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsl\u00e4ndern besch\u00e4digen; wahrscheinlich sogar irreparabel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Stern (\u201eim Zentrum der Wirtschaftspolitik muss die Erkenntnis stehen, dass die Emission von Treibhausgasen ein Marktversagen bedeutet\u201c) hatte 2006 im Auftrag der britischen Regierung unter Tony Blair zum ersten Mal eine klare, n\u00fcchterne Rechnung aufgemacht, wie viel der Klimawandel kostet. Daf\u00fcr hatte er physikalische Prozesse in Geld umgerechnet und einander gegen\u00fcber gestellt, welche Sch\u00e4den die Erderw\u00e4rmung verursacht (bis zu 5,5 Billionen Euro = 20 Prozent des j\u00e4hrlichen Welt-BIP), und was es kosten w\u00fcrde, sie zu vermeiden (damals nur 1 % des BIP \u2013 heute bereits 2). Damit hatte er als erster einleuchtend dargelegt, dass CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung wirtschaftlich ist. Und er rechnete auch vor, was es t\u00e4glich mehr kostet, je l\u00e4nger wir warten: \u201eWir wissen, was zu tun ist; es geht um ungeheuer viel\u201c. Dabei steht au\u00dfer Frage, dass der gro\u00dfz\u00fcgige Umgang mit den st\u00e4ndig knapper werdenden fossilen Energieressourcen, um nicht zu sagen: ihre Verschwendung, deren Preise unaufhaltsam in die H\u00f6he treibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Endlich Klarheit: Der Mensch ist<\/strong> <strong>verantwortlich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nur so viel zu den sogenannten Klimaskeptikern (eigentlich ein irref\u00fchrender Begriff, denn das Klima kann man weder leugnen noch ihm skeptisch gegen\u00fcber stehen \u2013 es m\u00fcsste hei\u00dfen \u201eKlima<em>wandel<\/em>-Leugner\u201c): Ihr beliebtestes Argument neben der (unwissenschaftlichen) Forderung, Beweise f\u00fcr den Klimawandel vorzulegen, lautet, nicht einmal die Wissenschaft sei sich einig, ob er wirklich anthropogen sei. Nach Umfragen in den USA zwischen 1997 und 2007 glauben 60 Prozent der US-B\u00fcrger, dass die Wissenschaft \u00fcber die Ursachen des Klimawandels gespalten sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Einwand r\u00e4umte schon am 15.05.2013 eine sehr aufw\u00e4ndige Untersuchung auf. Danach herrscht unter seri\u00f6sen Forschern Konsens: Denn nach Pr\u00fcfung Tausender wissenschaftlicher Arbeiten aus 20 Jahren kommt die Masterstudie zu einem eindeutigen Ergebnis. Wissenschaftler aus den USA, Australien und Kanada stellen fest, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von mehr als 97 Prozent darin \u00fcbereinstimmt, dass der Mensch die Klimaerw\u00e4rmung verursacht. Die Wissenschaftler hatten in der bisher gr\u00f6\u00dften Studie dieser Art mehr als 12.000 gepr\u00fcfte Berichte von gut 10.000 Kollegen aus den Jahren zwischen 1991 und 2011 ausgewertet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auff\u00e4llige Diskrepanz zwischen der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und der Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWissenschaftler stimmen mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit darin \u00fcberein, dass sich die Erde aufgrund des menschlichen Einflusses erw\u00e4rmt\u201c, hoben die Autoren der Auswertung nun hervor. \u201eEs gibt eine auff\u00e4llige Diskrepanz zwischen der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und der Realit\u00e4t.\u201c Eine genaue Wahrnehmung des wissenschaftlichen Konsenses sei aber ein entscheidendes Element f\u00fcr die \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung einer Klimapolitik. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in dem Blog \u201e<a href=\"http:\/\/iopscience.iop.org\/1748-9326\/8\/2\/024024\/article\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Consensus Project<\/a>\u201c ver\u00f6ffentlicht, der die Debatte \u00fcber Ursachen beenden und eine l\u00f6sungsorientierte Diskussion anregen will.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eVerschwindend geringe\u201c Zahl anderer Meinung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der zuerst im britischen Fachjournal \u201e<a href=\"http:\/\/iopscience.iop.org\/1748-9326\/8\/2\/024024\/article\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Environmental Research Letters<\/a>\u201c ver\u00f6ffentlichten Auswertung widersprechen nur verschwindend wenige, mehr oder minder wissenschaftliche Untersuchungen der Ansicht, dass der Mensch die Ursache des Klimawandels ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Exkurs: Klima-Migration \u2013 neues Wort<br>\u201eKlimawandel neben Krieg und Vertreibung weitere Fluchtursache\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>interpretierte im Juni 2015 in einer Serie die p\u00e4pstliche Enzyklika \u201c<em>Laudato Si<\/em>\u201d (siehe: <a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/06\/16\/617-papst-rundschreiben-durchgesickert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu<\/a>) \u2013 in Folge 22 ging es um die \u201cKlima-Migration\u201d. Denn Fl\u00fcchtlingsproblematik und Klimawandel h\u00e4tten unmittelbar miteinander zu tun, auch wenn dies nicht so scheine, sagt das IPCC-Mitglied Oliver Christian Ruppel. Es gebe n\u00e4mlich nicht nur eine Flucht vor Waffen und Gewalt, sondern auch die vor klimatischer Bedrohung \u2013 die zur Klima-Migration f\u00fchre.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher sollte Europa den Kampf gegen den Klimawandel nicht vernachl\u00e4ssigen, so der 46-j\u00e4hrige Ruppel, Teilnehmer der Weltklimakonferenz COP21 Ende 2015 in Paris. Er ist Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften, internationales Recht und internationale Beziehungen an der <a href=\"http:\/\/www.sun.ac.za\/Home.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t Stellenbosch<\/a> in S\u00fcdafrika und leitet ein Institut mit interdisziplin\u00e4ren und rechtlichen Fragen zu Recht und Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klima-Migration \u201evielleicht n\u00e4chste noch viel gr\u00f6\u00dfere Migrationswelle\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Europa derzeit Thema Nummer eins: Fl\u00fcchtlinge, die Angst vor ihnen, oder die Suche nach L\u00f6sungen. Laut Ruppel \u201esollte man nicht kurzfristig falsche Schlussfolgerungen ziehen und denken, man k\u00f6nnte an der falschen Stelle Einsparungen machen. Klima-Migration ist vielleicht die n\u00e4chste noch viel gr\u00f6\u00dfere Migrationswelle, die folgt, und insofern sollte man sich fr\u00fchzeitig darauf gefasst machen.\u201d Die n\u00f6rdliche Hemisph\u00e4re habe laut Ruppel die Verantwortung, aus menschlicher Sicht zu helfen. \u201cWenn man im Klimaverhandlungsprozess jetzt einen R\u00fcckzieher machen sollte, nur weil die Situation in anderlei Hinsicht kritisch ist, w\u00e4re das meines Erachtens mehr als kurzsichtig, falsch und verantwortungslos.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ruppel sieht in dem Text des Papstes ein \u201em\u00e4chtiges Schreibst\u00fcck\u201c \u2013 und er sieht auch, dass wie Barack Obama unl\u00e4ngst bei einer Konferenz in Alaska klarmachte: Der Klimawandel ist bereits angekommen. Es drohten versunkene L\u00e4nder, verlassene St\u00e4dte, ausbleibende Ernten, Lebensmittelknappheit, Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me und Konflikte. In Afrika sei das bereits \u00e4u\u00dferst deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drei Faktoren f\u00fcr Klima-Migration<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die drei wesentlichen Faktoren sind f\u00fcr Ruppel \u201eErn\u00e4hrungsunsicherheit, Wassermangel und D\u00fcrre\u201c. In Subsahara-Afrika seien schon deutliche Ver\u00e4nderungsprozesse sichtbar. Bereits jetzt litten die Menschen dort unter dem Klimawandel, h\u00e4tten teilweise keinen Zugang zu sauberem Wasser, Hunger sei in Afrika weit verbreitet. Das werde alles durch den Klimawandel versch\u00e4rft, der zudem Einfluss auf Konfliktsituationen habe. Das ist seitdem nicht besser geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ruppel moniert, dass die Weltgemeinschaft tragischerweise bislang die notwendige Verantwortung f\u00fcr den afrikanischen Kontinent vermissen lasse. \u201eDie Meeresspiegel steigen an, aus den l\u00e4ndlichen Gegenden m\u00fcssen die Leute in die Stadt ziehen. In vielen K\u00fcstenst\u00e4dten ist der Anstieg des Meeresspiegels schon ebenso sp\u00fcrbar wie die Erw\u00e4rmung der K\u00fcstengew\u00e4sser.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeing\u00fcter Klima und Atmosph\u00e4re nicht verhandelbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gebe keinen Zweifel, verdeutlicht Ruppel, dass der Klimawandel angekommen sei \u2013 wenn wir den Planeten retten wollten, m\u00fcssten die Klimadiplomaten, die Politik und jeder Einzelne jetzt handeln, denn es gehe um unser Gemeinschaftsgut. Genau das fordere auch \u201e<em>Laudato Si<\/em>\u201c. \u201cDieser Verantwortung kann und darf sich niemand entziehen\u201d. In der Gesamtheit der Weltklima-Verhandlungen m\u00fcsse jetzt stark im Vordergrund stehen, dass die Gemeing\u00fcter Klima und Atmosph\u00e4re schlicht und einfach nicht verhandelbar sind. Klima sei ein globales Ph\u00e4nomen, das nicht einseitig angegangen werden k\u00f6nne. Deswegen mahnt Ruppel die Verantwortung vor allem der Verursacher des Klimawandels an. Der Klimawandel sei auch eine Verletzung der Menschenrechte der Armen. (<a href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2015\/09\/03\/laudato_si_folge_21_migrationsprobleme_und_klimamigration\/1169185\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">rv 03.09.2015 no<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>UN-Entwicklungsziele: Welchen Einfluss haben Umweltfaktoren auf das Fluchtverhalten in Afrika?<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Sustainable-Development-Goals.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Sustainable-Development-Goals.jpg\" alt=\"Sustainable Development Goals, kurz SDGs | Die 17 Ziele f&uuml;r eine nachhaltige Entwicklung\" class=\"wp-image-22497\" width=\"578\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Sustainable-Development-Goals.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Sustainable-Development-Goals-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Sustainable-Development-Goals-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9 <em><strong>Sustainable Development Goals<\/strong> \u2013 \u00a9 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/es\/sustainable-development-goals\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">UN.Org<\/a>, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Sustainable_Development_Goals.svg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gemeinfrei<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dass Armutsbek\u00e4mpfung und Transformation zu einer sozial-\u00f6kologischen globalen Gesellschaft nur Erfolg haben k\u00f6nnen, wenn die nat\u00fcrlichen Ressourcen und \u00d6kosysteme gesch\u00fctzt und nachhaltig genutzt werden, haben die Vereinten Nationen am 25.09.2015 in ihren <a href=\"http:\/\/www.nachhaltige-entwicklungsziele.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">17 Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs)<\/a> verankert. Denn infolge des Bev\u00f6lkerungswachstums gerade auf dem afrikanischen Kontinent konkurrieren immer mehr Menschen um die ohnehin schon knappen Ressourcen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie \u00fcberzogene Darstellung von Abwanderungsbestrebungen als Sicherheitsbedrohung geht an der Realit\u00e4t vorbei\u201c, meint die Politikwissenschaftlerin Diana Hummel vom <a href=\"http:\/\/www.isoe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Institut f\u00fcr sozial-\u00f6kologische Forschung ISOE<\/a> in Frankfurt. Sie leitete das Projekt <a href=\"http:\/\/www.micle-project.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MICLE \u2013 Klimawandel, Umweltver\u00e4nderungen und Migration<\/a>, in dessen Rahmen gro\u00dfangelegte Befragungen zu den Motiven der Migration in der Sahelzone durchgef\u00fchrt wurden. Die Ergebnisse: Nur ein geringer Anteil der Menschen in ihrem westafrikanischen Untersuchungsgebiet versuche, nach Europa zu kommen. Denn Migration sei in dieser Region nicht das letzte Mittel sondern eher eine anerkannte Tradition, der Gro\u00dfteil der Migranten bliebe auf dem Kontinent und kehre nach M\u00f6glichkeit zur\u00fcck, so die Erfahrung der Politologin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Begriff \u201eUmwelt- oder Klimafl\u00fcchtling\u201c problematisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eUmwelt- oder Klimafl\u00fcchtling\u201c sei ohnehin problematisch, da Kausalzusammenh\u00e4nge schwer nachzuweisen und es nie alleinige Ausl\u00f6ser gebe. \u201eUmweltver\u00e4nderungen spielen dann eine Rolle, wenn sie bereits existierende Verwundbarkeiten verst\u00e4rken\u201c, meint Hummel. Die Studien ergaben, dass klimatische und \u00f6kologische Faktoren an Bedeutung zunehmen, je st\u00e4rker der Lebensunterhalt der Menschen von der Landwirtschaft abh\u00e4ngt und schwieriger alternative Einkommensquellen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNur eine nachhaltige l\u00e4ndliche \u00d6konomie und Gesellschaftsform kann die Trends zur Landflucht, zur Urbanisierung und zur internationalen Migration stoppen\u201c, sagt Prof. Norbert J\u00fcrgens von der Universit\u00e4t Hamburg. Der Biodiversit\u00e4tsforscher ist Sprecher des Projekts <a href=\"http:\/\/future-okavango.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eThe Future Okavango\u201c<\/a>, das modellhaft f\u00fcr den gesamten Kontinent Methoden entwickeln soll, wie die Menschen die nat\u00fcrlichen Ressourcen nachhaltig nutzen und dauerhaft erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Drang nach modernen Lebensweisen (verst\u00e4rkt durch das Internet) steigere den Kapital-Bedarf f\u00fcr Waren, die nicht selbst erzeugt werden k\u00f6nnten. Deshalb w\u00fcrden derzeit die nat\u00fcrlichen Ressourcen \u00fcber den eigenen Bedarf hinaus in Waren umgewandelt, etwa werde verst\u00e4rkt Wildfleisch gejagt und die W\u00e4lder f\u00fcr Holzkohle abgeholzt. Dabei seien diese die wichtigsten Wasserspeicher der Region. Der Klimawandel und ein zunehmender Zuzug in die Okavangoregion, gepaart mit Landgrabbing internationaler Konzerne, k\u00f6nne k\u00fcnftig zu Konflikten um die Ressourcenverteilung f\u00fchren. Umso wichtiger sei es, mit den Menschen Methoden zu entwickeln, mit denen landwirtschaftliche Ertr\u00e4ge gesteigert werden k\u00f6nnten, ohne das Potenzial der \u00d6kosysteme zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Von daher sei das <a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/09\/29\/763-un-vereinbaren-nachhaltigkeitsziele\/4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Entwicklungsziel 8.3<\/a> <a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/09\/29\/763-un-vereinbaren-nachhaltigkeitsziele\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(aus den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen)<\/a> sinnvoll, in dem die Vereinigten Staaten ihre Mitgliedstaaten ermutigten, kleine und mittelst\u00e4ndige Unternehmen zu f\u00f6rdern. Auch die Wissenschaft spiele hier eine wichtige Rolle, beispielsweise bei der Schaffung von nachhaltigen Demonstrationsprojekten mit Leitbildfunktion, sagt J\u00fcrgens. (<a href=\"http:\/\/biodiversity.de\/index.php\/fuer-presse-medien\/top-themen-biodiversitaet\/5707-un-entwicklungsziele-die-rolle-von-naturveraenderungen-fuer-afrikanische-fluechtlinge\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aus Netzwerk-Forum zur Biodiversit\u00e4tsforschung Deutschland<\/a> des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Umweltforschung GmbH \u2013 UFZ, Leipzig)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans-Josef Fell: Erneuerbare Energien st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/AKW-Cruas-Rhone-Gerhard-Hofmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/AKW-Cruas-Rhone-Gerhard-Hofmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84214\" width=\"578\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/AKW-Cruas-Rhone-Gerhard-Hofmann.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/AKW-Cruas-Rhone-Gerhard-Hofmann-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/AKW-Cruas-Rhone-Gerhard-Hofmann-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><\/a><figcaption>\u00a9 <em><strong>AKW Cruas, Rhone<\/strong> \u2013 Foto \u00a9 Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, f\u00fcr Solarify<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Um Fluchtursachen zu bek\u00e4mpfen, m\u00fcsse schnell auf 100% Erneuerbare Energien umgestellt werden, sagt der <a href=\"http:\/\/www.hans-josef-fell.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Energieexperte Hans-Josef Fell<\/a>. Die heutige Fl\u00fcchtlingswelle sei die logische Folge einer jahrzehntelangen unzul\u00e4nglichen Politik, welche die Fluchtursachen nicht in den Mittelpunkt einer vorsorgenden Politik gestellt habe. Im Gegenteil, das globale Erd\u00f6lwirtschaftssystem, also die gesamte fossil-atomare Weltwirtschaft, werde bis heute massiv gest\u00fctzt, mit weiteren Subventionen, Korruption, Finanz-Investitionen und einer vielfachen Agitation gegen ein schnelles Wachstum der Erneuerbaren Energien. Bewusst denkenden und handelnden Menschen sei aber seit Jahrzehnten klar, dass eine weitere Ausbeutung gro\u00dfer Teile der Menschheit, eine Versch\u00e4rfung der Klimakrise, sowie die Aufrechterhaltung der fossil-atomaren Weltwirtschaft zu Armut, Ungerechtigkeit und Krieg und damit unweigerlich zu gro\u00dfen Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men f\u00fchre. Schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts h\u00e4tten viele Menschen auf die wachsenden Nord-S\u00fcd-Konflikte hingewiesen. Damals war das 0,7-Prozent-Ziel festgelegt worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kohleabbau: Kolumbien weltweit mit zweitmeisten Binnenfl\u00fcchtlingen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnser westlicher Lebensstil st\u00f6rt sich nicht daran, dass wir Autos fahren und Wohnungen heizen, f\u00fcr deren Energieversorgung auch Erd\u00f6l aus Terroristenhand verwendet wird. Erd\u00f6l ist die Hauptfinanzquelle von IS, Al Qaida, Boko Haram, von Syriens Pr\u00e4sident Assad oder den einander bekriegenden sudanesischen Machthabern. Kolumbianische Kohle wird auch in deutschen Kohlekraftwerken verbrannt, obwohl Kolumbien nach Syrien vor allem wegen des Kohleabbaus f\u00fcr den Export weltweit das Land mit den zweitmeisten Binnenfl\u00fcchtlingen ist\u201c, so Fell.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klimakrise als Zerst\u00f6rung der Lebensr\u00e4ume durch schlimmste Wetterextreme f\u00fchrt laut Fell zu immer mehr Fl\u00fcchtlingen, selbst in reichen Regionen. \u201eAktuell fl\u00fcchten tausende Menschen vor den verheerenden Waldbr\u00e4nden und D\u00fcrren in Kalifornien. Zu den Fl\u00fcchtlingen nach Europa aus den Kriegsgebieten im nahen Osten gesellen sich tausende Fl\u00fcchtlinge aus Afrika, denen der Klimawandel z.B. durch W\u00fcstenausbreitung die Lebensgrundlagen l\u00e4ngst geraubt hat. Und wie wollen wir denn mit den Fl\u00fcchtlingen umgehen, die durch den steigenden Meeresspiegel heute schon in Bangladesch und in einigen Jahrzehnten auch in Holland ihre Heimat verlassen m\u00fcssen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Versch\u00e4rfung der Fl\u00fcchtlingskrisen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFrau Merkel, Herr Seehofer und Herr Gabriel haben sich zusammen mit gro\u00dfen Teilen der Finanzwirtschaft, Konzernen und auch Medien schuldig gemacht an der Versch\u00e4rfung der Fl\u00fcchtlingskrisen. Ihre permanenten Agitationen gegen die Erneuerbaren Energien, ihre St\u00fctzung von Gro\u00dfkonzern-Interessen im Agrarsektor, ihre Rohstoffbeschaffungspolitik, f\u00fchren nur dazu, dass auch der deutsche Erd\u00f6lkonsum weiter die IS Terroristen finanziert und weiter das Klima aufheizt. Ohne einen schnellen Umbau des Erd\u00f6lzeitalters zu einer kohlenstoffarmen Weltwirtschaft mit sozial gerechten Strukturen werden wir die st\u00e4ndig wachsenden Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me niemals bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Fells Fazit: Wir brauchen einen schnellen Umbau auf eine weltweite Versorgung mit 100% Erneuerbaren Energien, eine \u00f6kologische Agrarwirtschaft und einen fairen Welthandel, damit Terrorfinanzierung, Korruption und Vertreibung durch Rohstoffabbau einged\u00e4mmt, sowie Armutsbek\u00e4mpfung und eine Abk\u00fchlung des Weltklimas m\u00f6glich werden. \u201eEin Umbau der Energieversorgung zu 100% Erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher Beitrag zur mittel- und langfristigen Bek\u00e4mpfung der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me\u201c, so Fell. Und Benjamin L. Bodirsky, Ko-Autor eine <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\/news\/press-releases\/new-online-tool-global-food-demand-scenarios-for-the-21st-century\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">neuen Studie des PIK-Potsdam<\/a>, erg\u00e4nzt: \u201eSchon heute verursacht ungesunde Ern\u00e4hrung eine h\u00f6here Sterblichkeit als Unterern\u00e4hrung und Hunger.\u201c Gemeint sind rotes Fleisch, Zucker und verarbeitete Nahrungsmittel, wichtige Risikofaktoren f\u00fcr nicht\u00fcbertragbare Krankheiten wie Diabetes II, Krebs, oder Herz- und Kreislaufkrankheiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimafl\u00fcchtlinge sollen mehr Schutz erhalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweiz und Norwegen setzen sich daf\u00fcr ein, dass Klimamigranten besser gesch\u00fctzt werden. 2012 hatten die beiden L\u00e4nder daf\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.nanseninitiative.org\/global-consultations\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eNansen Initiative\u201c<\/a> lanciert. Deren Ergebnis \u2013 eine Schutzagenda \u2013 wurde am 13.10.2015 im Rahmen einer Abschlusskonferenz in Genf pr\u00e4sentiert. So das <a href=\"http:\/\/www.tagblatt.ch\/aktuell\/schweiz\/schweiz-sda\/Klimafluechtlinge-sollen-mehr-Schutz-erhalten;art253650,4387631\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>St.Galler Tagblatt Online<\/em><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"1\">Mit der Nansen Initiative war 2012 ein globaler Konsultationsprozess angesto\u00dfen worden, um Ma\u00dfnahmen zum besseren Schutz von Klimafl\u00fcchtlingen zu identifizieren und infolge von Katastrophen wie des Klimawandels entstehende Bev\u00f6lkerungsbewegungen besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von 2008 bis 2014 weltweit 184 Millionen Klima-Fl\u00fcchtlinge \u2013 ein Mensch pro Sekunde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr werden laut einer Mitteilung des Schweizer Au\u00dfenministeriums (EDA) Millionen Menschen aufgrund von Naturkatastrophen vertrieben: Von 2008 bis 2014 seien weltweit 184 Millionen Menschen vor \u00dcberflutungen, Orkanen, Erdbeben, D\u00fcrren und anderen Naturkatastrophen gefl\u00fcchtet. Das seien 26 Millionen Menschen pro Jahr oder ein Mensch pro Sekunde. Die meisten der Vertriebenen finden Zuflucht im eigenen Land, andere fliehen \u00fcber die Landesgrenzen. Angesichts des Klimawandels drohten diese Zahlen k\u00fcnftig zu steigen, warnte Au\u00dfenminister Didier Burkhalter. Die verabschiedete Agenda ziele nicht auf die Schaffung einer neuen internationalen Konvention oder den Status \u201eKlimafl\u00fcchtling\u201c \u2013 vielmehr gehe es darum, vorbeugende Ma\u00dfnahmen in den Herkunftsl\u00e4ndern der Vertriebenen zu st\u00e4rken. Dazu geh\u00f6rten die Erarbeitung von Notfallszenarien f\u00fcr den Katastrophenfall. Oder die geplante Umsiedlung von Menschen, die beispielsweise in K\u00fcstenn\u00e4he oder kleinen Inselstaaten lebten und vom steigenden Meeresspiegel bedroht seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Das St. Galler Tagblatt legt Wert auf die abschlie\u00dfende Information: \u201eDie Verabschiedung der Schutzagenda erfordert in der Schweiz keine Gesetzes\u00e4nderung, da im Dokument nicht verlangt wird, dass der geltende Fl\u00fcchtlingsbegriff auf die sogenannten Klimafl\u00fcchtlinge ausgeweitet wird.\u201c (<a href=\"http:\/\/www.tagblatt.ch\/aktuell\/schweiz\/schweiz-sda\/Klimafluechtlinge-sollen-mehr-Schutz-erhalten;art253650,4387631\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">tagblatt.ch)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimawandel als Ursache von Migration und Flucht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Steigende Temperaturen und Meeresspiegel, ver\u00e4nderte Niederschlagsmuster und zunehmende Extremwetterlagen, schmelzende Gletscher und immer h\u00e4ufigere Naturkatastrophen: Die Symptome des Klimawandels haben erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Menschheit. Besonders betroffen sind vor allem die Menschen, die am wenigsten f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich sind. Dahingegen sp\u00fcren die industrialisierten L\u00e4nder mit ihren hohen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bislang verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig von den Folgen globaler Erw\u00e4rmung und sind zugleich finanziell besser ausgestattet, um sich an diese anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen des Klimawandels gef\u00e4hrden Lebensgrundlagen, versch\u00e4rfen (Ressourcen-)Konflikte und machen die Heimat von Millionen Menschen zeitweise oder dauerhaft unbewohnbar. Auch wenn es aufgrund der Komplexit\u00e4t von Migrationsprozessen und ungenauer Datenlagen schwer zu messen ist, geh\u00f6rt der Klimawandel zu den wesentlichen Push-Faktoren, die Menschen zu Fl\u00fcchtlingen und Migranten machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits in den 90er-Jahren stellte der IPCC fest, dass <a href=\"http:\/\/www.cmcc.it\/article\/climate-change-and-migrations\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klimamigration<\/a> eine zunehmend schwerwiegende Herausforderung sei und erwarten 150 Millionen KlimamigrantInnen bis 2050. Im Ende September ver\u00f6ffentlichten ersten Teil des 5. Sachstandsberichts prognostizieren die Forschenden einen deutlich h\u00f6heren Meeresspiegelanstieg als bisher angenommen. In den neueren Szenarien wird davon ausgegangen, dass der globale Meeresspiegel auf bis zu 0,8 Meter in den n\u00e4chsten 90 Jahren steigen k\u00f6nnte. Somit k\u00f6nnten Menschen z.B. in Bangladesch oder auf den Malediven noch schneller und heftiger von Landverlust betroffen und zur Migration gezwungen werden.<br>Trotz dieser Einsch\u00e4tzungen stocken die internationalen Verhandlungen zur Eind\u00e4mmung des Klimawandels weiter. Aus Sicht der Klima-Allianz Deutschland sind die bisherigen nationalen und internationalen Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung und Anpassung entt\u00e4uschend.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong><em>\u201eEin Drittel Bangladeschs wird am Ende dieses Jahrhunderts unter Wasser stehen. Die Malediven und etliche Inselstaaten werden verschwinden: unser Atlantis des einundzwanzigsten Jahrhunderts.\u201c <\/em>Joseph Stieglitz (Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreistr\u00e4ger 2001)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Humanit\u00e4re Katastrophen<\/strong><strong>: <\/strong>St\u00fcrme, Regenfluten, D\u00fcrren, \u00dcberschwemmungen zerst\u00f6ren Hab und Gut sowie Lebensgrundlagen: sie verschmutzen Trinkwasser und besch\u00e4digen die \u00f6rtliche Landwirtschaft (Ernteausf\u00e4lle, Bodenverlust, Infrastruktur); zwingen die Menschen zur unmittelbaren (oft nur zeitweiligen) Flucht; bis 2080 zus\u00e4tzliche 600 Mio. Menschen von Hunger betroffen<\/li><li><strong>Steigende Wasserknappheit<\/strong><strong>: <\/strong>Regenmengen nehmen ab, Schmelzfl\u00fcsse f\u00fchren weniger Wasser, regenarme Gebiete trocknen aus; bis 2080: zus\u00e4tzliche 1-3 Mrd. Menschen ohne ausreichend Wasser.<\/li><li><strong>Meeresspiegelanstieg:<\/strong> Hunderte Mio. Menschen in K\u00fcstengebieten (z.B. H\u00e4lfte Bangladeschs) bzw. Inseln (z.B. Kiribati und Tuvalu) allein bei steigendem Meeresspiegel von 1m von dauerhaftem Landverlust bedroht<\/li><li><strong>Verlust von \u00d6kosystemen und Biodiversit\u00e4t<\/strong><strong>: <\/strong>gef\u00e4hrden die Ern\u00e4hrungssicherheit bzw. Lebensgrundlagen, insbesondere dort, wo Einkommensquellen unmittelbar von intakten \u00d6kosystemen abh\u00e4ngen (z.B. Fischerei und Landwirtschaft).<\/li><li><strong>Gesundheit<\/strong><strong>: <\/strong>Weniger Wasser und steigende Temperaturen beg\u00fcnstigen Ausbreitung von Keimen und Krankheitserregern bzw. deren \u00dcbertr\u00e4ger.<\/li><li><strong>Zunehmende Konflikte<\/strong><strong>: <\/strong>Sinkende Verf\u00fcgbarkeit von Wasser und Land f\u00fchrt zu wachsenden Spannungen z.B. zwischen Bev\u00f6lkerungsgruppen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Migration erfolgt immer als Antwort auf ein B\u00fcndel von Ursachen, darunter Perspektivlosigkeit, Armut, Konflikte oder soziale Ausgrenzung. Der Klimawandel versch\u00e4rft all diese Gr\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn deshalb Prognosen zum Ausma\u00df klimabedingter Migration schwierig sind, best\u00e4tigt eine kontinuierlich wachsende Zahl von L\u00e4nderstudien, dass die Folgen des Klimawandels im Hinblick auf Migrations- und Fluchtbewegungen bereits heute dramatisch sind. So werden immer mehr Menschen zu Flucht, Migration und Umsiedlung gezwungen, weil die Lebensgrundlagen vor Ort nicht mehr gesichert sind bzw. \u00dcberleben unm\u00f6glich wird:<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Klima-Allianz Deutschland reichen die bisher geplanten bzw. zugesagten Klimaschutzanstrengungen der Staaten \u2013 einschlie\u00dflich Deutschlands \u2013 nicht aus, die Erw\u00e4rmung unter 2\u00b0 C zu halten \u2013 mit verheerenden Folgen v.a. in den Entwicklungsl\u00e4ndern. Selbst wenn die globale Erw\u00e4rmung unter der wichtigen Zwei-Grad-Plus-Grenze bleibt, werden die klimatischen Ver\u00e4nderungen tiefgehende Sch\u00e4den anrichten. Selbst wenn es in einem surrealen Szenario gel\u00e4nge, den Aussto\u00df von Treibhausgasen sofort auf null zu senken: Die Temperaturen w\u00fcrden wegen der verz\u00f6gerten Wirkung der Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re in den n\u00e4chsten drei bis vier Jahrzehnten trotzdem ansteigen und als Resultat Menschen zu Migranten und Fl\u00fcchtlingen machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ist ein umso konsequenterer Klimaschutz und Hilfe bei der lokalen Anpassung an den Klimawandel n\u00f6tig, um die Notwendigkeit und das Ausma\u00df von Migration und Flucht zu verringern. Hierbei ist ein zielgenauer Umgang mit den Betroffenen wichtig: Verschiedene Arten von Migration und Flucht erfordern eine zielgruppenspezifische Unterst\u00fctzung (akute Nothilfe \/ Rehabilitierung, zeitweilig \/ dauerhaft, im Land \/ grenz\u00fcberschreitend \/ Totalverlust etc.).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Klima-Demo-in-Berlin-Foto-\u00a9-Gerhard-Hofmann-Solarify.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84216\" width=\"578\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Klima-Demo-in-Berlin-Foto-\u00a9-Gerhard-Hofmann-Solarify.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Klima-Demo-in-Berlin-Foto-\u00a9-Gerhard-Hofmann-Solarify-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Klima-Demo-in-Berlin-Foto-\u00a9-Gerhard-Hofmann-Solarify-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>\u00a9 <em><strong>Klima-Demonstration in Berlin<\/strong> \u2013 Foto \u00a9 Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, f\u00fcr Solarify<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Handlungsfelder \u2013 Vorschl\u00e4ge zur Diskussion<br><br><\/strong>(erarbeitet 2015 von <a href=\"http:\/\/info.brot-fuer-die-welt.de\/blog\/sophia-wirsching\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sophia Wirsching, Brot f\u00fcr die Welt<\/a>, und <a href=\"http:\/\/blog.oxfam.de\/blog\/klimawandel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jan Kowalzig, Oxfam<\/a> Deutschland<strong>)<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>1. Binnenmigration durch graduelle Ver\u00e4nderungen<\/strong>:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>sich in UN f\u00fcr v\u00f6lkerrechtlich verbindliche Rechte bei Binnenmigration einsetzen<\/li><li>andere L\u00e4nder mehr und besser bei der Anpassung an den Klimawandel unterst\u00fctzen<\/li><li>die Klimafinanzierung und den Anteil f\u00fcr Anpassung in der deutschen EZ erh\u00f6hen<\/li><li>feste finanzielle Zusagen an den <em>Adaptation Fund<\/em> und den <em>Least Developed Countries Fund <\/em>machen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em><strong>2. Flucht vor Katastrophen:<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>das System der Humanit\u00e4ren Hilfe ausbauen<\/li><li>die Not- und \u00dcbergangshilfe (Koordination des Ausw\u00e4rtigen Amtes und des BMZ) besser verzahnen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><em>3. Grenz\u00fcberschreitende Migration:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>regionale Zusammenarbeit verst\u00e4rken (z.B. bilaterale Abkommen zur Aufnahme betroffener Menschen)<\/li><li>Kooperationen durch EZ f\u00f6rdern<\/li><li>grenz\u00fcberschreitende Anpassungsma\u00dfnahmen f\u00f6rdern<\/li><li>Nansen-Initiative weiterentwickeln<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><em>4. Schutz\/Rechte bei grenz\u00fcberschreitender Migration\/Flucht:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>neues v\u00f6lkerrechtliches Abkommen\/Instrument entwickeln, um Schutzanspr\u00fcche betroffener Menschen einzuordnen und abzusichern<\/li><li>Kompensationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr betroffene Menschen\/Gruppen ausloten<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><em>5. Migrationspolitik in Deutschland:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>umsetzen, dass Menschen, die auf der Flucht vor dem Klima Schutz suchen, die gleichen Rechtsanspr\u00fcche wie v\u00f6lkerrechtlich anerkannte Fl\u00fcchtlinge haben (Subsidi\u00e4rer Schutz)<\/li><li>Zugangs- und Aufenthaltsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Schutzbed\u00fcrftige verbessern<\/li><li>Asyl- und Migrationspolitik in Deutschland und Europa grundlegend reformieren und menschenw\u00fcrdig gestalten (weitere Info zum Reformbedarf: <a href=\"http:\/\/www.asyl.net\/fileadmin\/user_upload\/redaktion\/Dokumente\/Stellungnahmen\/2013-09-00_UNHCR_Eckpunktepapier.pdf\">UNHCR-Papier zum Fl\u00fcchtlingsschutz<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.refugeetentaction.net\/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=19&amp;Itemid=149&amp;lang=de\">Refugee Tent Action<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/\">PRO ASYL<\/a>)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Klima-Allianz und VENRO ver\u00f6ffentlichten Positionspapier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in Paris (<a href=\"http:\/\/cop21.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">COP21<\/a>) haben die <a href=\"http:\/\/http:\/\/www.die-klima-allianz.de\/\">Klima-Allianz Deutschland<\/a> und <a href=\"http:\/\/http:\/\/venro.org\/\">VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanit\u00e4re Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.)<\/a> in einem gemeinsamen Positionspapier unter dem Titel \u201e<a href=\"http:\/\/www.die-klima-allianz.de\/wp-content\/uploads\/Positionspapier_Der-Weg-zu-einer-klimagerechten-Zukunft-_2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft \u2013 Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft an die Bundesregierung zu den internationalen Klimaverhandlungen in Paris und den Perspektiven danach<\/a>\u201c Forderungen an die Bundesregierung gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klima-Allianz Deutschland und VENRO fordern von der Bundesregierung: (Punkt 7) \u201eDas Thema \u201aKlimabedingte Migration\u2018 st\u00e4rken\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen des Klimawandels versch\u00e4rfen bereits jetzt bestehende wirtschaftliche, soziale oder politische Probleme und erh\u00f6hen den Druck, Lebensr\u00e4ume verlassen zu m\u00fcssen. Bei ungebremstem Klimawandel wird das Problem exponentiell anwachsen. Insbesondere arme und marginalisierte Menschen, die sich nur unzureichend an ver\u00e4nderte Lebensbedingungen anpassen k\u00f6nnen, sind gezwungen, ihre Herkunftsorte zu verlassen. Eine solche Migration verlangt den Betroffenen jedoch Ressourcen ab, die insbesondere auch durch die Auswirkungen von Umweltver\u00e4nderungen und Klimawandelfolgen nicht vorhanden sind oder schwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der internationalen Politik fehlt es bislang an geeigneten Instrumenten und Regelwerken, angemessen mit klimabedingter Flucht und Migration umzugehen, insbesondere wenn sie \u00fcber Staatsgrenzen hinweg geschehen. Diejenigen, die aufgrund einer \u00dcberschwemmung oder anderer Naturkatastrophen ihr Herkunftsland verlassen, sind bislang nicht ausreichend gesch\u00fctzt. Nach aktuellen Angaben des Norwegischen Fl\u00fcchtlingsrats (Norwegian Refugee Council, NRC 2015) haben in den vergangenen sieben Jahren jedes Jahr durchschnittlich 22,5 Millionen Menschen ihr Zuhause durch klima- oder wetterbedingte Katastrophen verloren. T\u00e4glich wurden so 62.000 Menschen aus ihren Heimatregionen vertrieben. Dabei waren besonders viele Menschen aus den \u00e4rmsten L\u00e4ndern betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig spielt die Frage nach den Menschen, die aufgrund des Klimawandels ihre Heimat verlassen, in den Debatten um Sch\u00e4den und Verluste auf den internationalen Klimaverhandlungen eine immer bedeutendere Rolle. Im Anpassungsrahmenwerk von Canc\u00fan wurde bereits 2010 explizit die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft im Umgang mit vom Klimawandel verursachter Migration vereinbart.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Arbeitsprogramm des internationalen Warschau-Mechanismus (COP19) zu Klimasch\u00e4den ist ebenfalls das Thema klimabedingte Migration auf der Agenda. Langfristig k\u00f6nnte dies die Arbeitsgruppe sein, in der M\u00f6glichkeiten gefunden werden, Anspr\u00fcche auf Schutz und Wiedergutmachung geltend zu machen. Fragen danach, wie Menschen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen, die ihr Land und ihr Eigentum durch die Folgen des Klimawandels verlieren oder verloren haben, werden von Staaten \u00fcberaus kontrovers diskutiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch bietet die Debatte \u00fcber Sch\u00e4den und Verluste die Chance, gerade hier die notwendigen menschenrechtlichen Kriterien v\u00f6lkerrechtlich zu verankern \u2013 also muss die Bundesregierung,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>weitere schutz- und menschenrechtsorientierte Kooperationen zwischen Staaten bei den Klimaverhandlungen in Paris im Zusammenhang mit klimabedingter Migration und Vertreibung f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen;<\/li><li>die Klimaverhandlungen und hier insbesondere die Arbeit des internationalen Warschau-Mechanismus dazu zu nutzen, den verbindlichen, v\u00f6lkerrechtlichen Schutzanspruch der Betroffenen abzusichern. (<a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/10\/14\/825-weg-zu-einer-klimagerechten-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/weg-zu-einer-klimagerechten-zukunft<\/a>)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Juncker sauer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker hatte den Mitgliedstaaten unmittelbar vor dem EU-Gipfel am 15.10.2015 Vers\u00e4umnisse in der Fl\u00fcchtlingspolitik vorgeworfen \u2013 doch statt um Geld gegen Fluchtursachen, wie es Br\u00fcssel fordert, ging es auf dem Gipfel vor allem um die Frage, wie man die Grenzen besser abriegeln kann: \u201eEs reicht nicht, Versprechen abzugeben, es m\u00fcssen auch Taten folgen\u201c, sagte der Kommissionschef vor dem EU-Parlament. Er beklagte vor allem die <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-aussenpolitik\/fluechtlingskrise-eu-laender-halten-geldzusagen-nicht-ein-318485\">schlechte Zahlungsmoral der EU-Mitgliedsl\u00e4nder<\/a>, nachdem diese umfassende Finanzzusagen beim EU-Sondergipfel am 23.09.2015 gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nur neun Millionen (!) Euro statt zugesicherter 1,8 Milliarden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So habe die EU-Kommission zus\u00e4tzliche 500 Millionen Euro an humanit\u00e4rer Hilfe zur Verf\u00fcgung gestellt \u2013 die Mitgliedsl\u00e4nder h\u00e4tten zwar den gleichen Betrag versprochen, bisher fehlten aber 225 Millionen Euro. \u201eIch verlange, dass der Europ\u00e4ische Rat morgen diese 225 Millionen Euro bringt\u201c, sagte Juncker. Gleiches gelte f\u00fcr den syrischen Treuhandfonds, in den aus Br\u00fcssel ebenfalls 500 Millionen Euro geflossen seien, w\u00e4hrend die EU-Staaten noch 492 Millionen Euro einbringen m\u00fcssten. Ganz schlimm sieht es beim Afrika-Fonds aus: da seien nur neun Millionen Euro statt der zugesicherten 1,8 Milliarden Euro aus den EU-Hauptst\u00e4dten eingegangen. Lediglich Deutschland, Spanien und Luxemburg h\u00e4tten bisher jeweils drei Millionen Euro geliefert. Auch bei der personellen Aufstockung der EU-Agenturen hinken die Mitgliedsl\u00e4nder laut Juncker hinterher. So seien f\u00fcr die EU-Asylagentur 347 zus\u00e4tzliche Beamte zugesagt. \u201eBis jetzt haben die Mitgliedstaaten 81 Mann geliefert.\u201c Die Grenzschutzagentur Frontex habe 775 zus\u00e4tzliche Stellen beantragt, bis jetzt seien aber nur 48 Posten vereinbart worden. (<a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-innenpolitik\/juncker-geisselt-zahlungsmoral-der-eu-staaten-der-fluechtlingskrise-318524\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EurActiv<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erneuerbare Energien durchsetzen, Klimawandel und Armut bek\u00e4mpfen ist eins<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Solarpark_Petkov.jpg\" alt=\"Depositphotos.com | Petkov\" class=\"wp-image-64715\" width=\"578\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Solarpark_Petkov.jpg 770w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Solarpark_Petkov-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.sonnenseite.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Solarpark_Petkov-768x419.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>Depositphotos.com | Petkov <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu Stern: Wir m\u00fcssen bei einem anfangen (und das andere nicht aus den Augen verlieren): der sicheren, umweltfreundlichen und bezahlbaren nachhaltigen Energieproduktion. Gelingt sie, bek\u00e4mpfen wir die drohende Klimakatastrophe und die Armut zur gleichen Zeit. Die betroffenen L\u00e4nder bekommen neue Entwicklungschancen. Industrie, Handel und Gewerbe werden ausgebaut, wenn gen\u00fcgend Energie bereit steht; die Landwirtschaft wird aufbl\u00fchen, wenn durch Meerwasserentsalzung gro\u00dfe Fl\u00e4chen kultiviert werden k\u00f6nnen; die schnell wachsenden St\u00e4dte zum Beispiel Nordafrikas werden menschliche Lebensbedingungen bieten, und das nicht nur den Reichen; Bildung und Ausbildung werden florieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wie eine paradiesische Verhei\u00dfung klingt, ist Notwendigkeit: Wenn es nicht gelingt, den \u201eMigrationsdruck\u201c (Ministerialsprache) zu senken, droht uns der \u201eMarsch\u201c in einem Ausma\u00df, gegen das der jetzt begonnene ein Kinderspiel gewesen sein wird. Egal ob \u00fcber die Meerenge von Gibraltar, oder \u00fcber Libyen\/Italien und T\u00fcrkei\/Griechenland und die Balkanroute \u2013 \u201eder Marsch\u201c ist im Gang \u2013 wir wussten es schon lange, haben aber nichts getan. Wir k\u00f6nnen uns nur sch\u00e4men, uns selbst und fremd-sch\u00e4men f\u00fcr die 22 EU-Staaten, die ihre Hilfe immer noch verweigern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Wort \u201aKlimafl\u00fcchtling\u2018 ist bis heute kein v\u00f6lkerrechtlich anerkannter Begriff. Im Juli 2015 scheiterte ein dreifacher Familienvater von der S\u00fcdseeinsel Kiribati endg\u00fcltig damit, als erster Klimafl\u00fcchtling der Welt anerkannt zu werden. Der Mann hatte f\u00fcr sich und seine Familie in Neuseeland Asyl beantragt, aber das Oberste Gericht des Landes wies die Klage gegen seine Abschiebung ab. Die Richter r\u00e4umten zwar ein, dass seine Heimat unter dem Klimawandel leide. Kriterium f\u00fcr eine Anerkennung als Fl\u00fcchtling sei laut UN-Konvention aber, dass der Antragsteller in seinem Heimatland Verfolgung f\u00fcrchten m\u00fcsse.\u201c (<a href=\"http:\/\/gfx.sueddeutsche.de\/wissen\/2015-11-27_Marshallinseln\/chapter01.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gfx.sueddeutsche.de\/Marshallinseln\/chapter01<\/a>)<br>\u201eGenaue Zahlen zum Umfang von Umweltflucht existieren nicht, weil sie bislang weder eindeutig definiert noch rechtlich gekl\u00e4rt ist oder statistisch einheitlich erfasst wird. Sch\u00e4tzungen zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Migration\">Migration<\/a> aufgrund von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umweltproblem\">Umweltproblemen<\/a> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umweltmigration\">Umweltmigration<\/a>) oder damit verbundener Probleme gehen von einer Gr\u00f6\u00dfenordnung zwischen grob 50 und 150 Mio. betroffenen Menschen aus.\u201c (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umweltfl%C3%BCchtling\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">de.wikipedia.org\/Umweltfl\u00fcchtling<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schie\u00dfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Einstellung des \u201eMarschs\u201c \u2013 der \u00fcbrigens damals in der Sparte \u201eUnterhaltung\u201c lief, und am 25.09.15 unter dem gleichen Rubrum wiederholt wurde, allerdings vorsichtshalber weit nach Mitternacht \u2013 zeigt die jubelnden Teilnehmer des Marschs, die, nachdem sie die Meerenge von Gibraltar in Tausenden von h\u00f6lzernen Nussschalen \u00fcberwunden haben, wie sie auf die wartenden spanischen Soldaten und Panzer zulaufen. Offen bleibt, ob die schie\u00dfen werden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/seenotrettung-mittelmeer-fluechtlinge-seawatch-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zdf.de\/seenotrettung-mittelmeer-fluechtlinge-seawatch<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/programm.ard.de\/?sendung=2872515717850120\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">programm.ard.de\/sendung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.buschmediagroup.de\/de\/unternehmen\/pressebereich\/item\/der-marsch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">buschmediagroup.de\/der-marsch<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.cinema.de\/film\/der-marsch,1314995.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">cinema.de\/der-marsch<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IFeu8jEQ2TA\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Video auf youtube: youtube.com<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2013\/06\/11\/iea-bis-2100-drohen-funfkommadrei-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/iea-bis-2100-drohen-funfkommadrei-grad<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/fore.yale.edu\/climate-change\/science\/the-stern-review-on-the-economics-of-climate-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fore.yale.edu<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/iopscience.iop.org\/1748-9326\/8\/2\/024024\/article\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">iopscience.iop.org<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2015\/09\/03\/laudato_si_folge_21_migrationsprobleme_und_klimamigration\/1169185\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">de.radiovaticana.va<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/biodiversity.de\/index.php\/fuer-presse-medien\/top-themen-biodiversitaet\/5707-un-entwicklungsziele-die-rolle-von-naturveraenderungen-fuer-afrikanische-fluechtlinge\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">biodiversity.de<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.nanseninitiative.org\/global-consultations\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">nanseninitiative.org\/global-consultations<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/10\/14\/825-weg-zu-einer-klimagerechten-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/weg-zu-einer-klimagerechten-zukunft<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-aussenpolitik\/fluechtlingskrise-eu-laender-halten-geldzusagen-nicht-ein-318485\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">euractiv.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Mensch-ist-schuld-am-Klimawandel-article10655896.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">n-tv.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/klimawandel\/id_63428272\/wissenschaft-ist-sich-einig-mensch-ist-schuld-am-klimawandel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">t-online.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/themen.t-online.de\/news\/klimawandel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">themen.t-online.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/iopscience.iop.org\/1748-9326\/8\/2\/024024\/article\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">iopscience.iop.org<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/theconsensusproject.com\/#sharePage\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">theconsensusproject.com<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/entlarvung-der-klimaleugner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/entlarvung-der-klimaleugner<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/klimawandel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/klimawandel<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.globalissues.org\/news\/2015\/07\/23\/21292\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">globalissues.org<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/gfx.sueddeutsche.de\/wissen\/2015-11-27_Marshallinseln\/chapter01.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gfx.sueddeutsche.de\/2015-11-27<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umweltfl%C3%BCchtling\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">de.wikipedia.org\/Umweltf\u00fcchtling<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/10\/20\/klima-krieg-und-flucht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">solarify.eu\/klima-krieg-und-flucht<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n<h5 class=\"green\">Quelle<\/h5>\r\n\n\n\n<p>Der Bericht wurde von der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2022\/08\/01\/651-klima-krieg-und-flucht\/\">Redaktion &#8222;SOLARIFY\u201c (Gerhard Hofmann) 2022<\/a>\u00a0verfasst!\u00a0| Dieser Text wude am 20.10.2015 (also vor der Pariser Klimakonferenz COP21) zum ersten Mal auf <a href=\"https:\/\/www.solarify.eu\/2015\/10\/20\/klima-krieg-und-flucht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Solarify<\/a> publiziert (einige Bez\u00fcge k\u00f6nnen daher \u2013 obwohl vorsichtig aktualisiert (02.08.22) \u2013 veraltet wirken)<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><div class=\"ShariffHeadline\">Diese Meldung teilen<\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8;border-radius:1%\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.sonnenseite.com%2Fde%2Fzukunft%2Fklima-krieg-und-flucht%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\";border-radius:1%; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 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