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17.08.2019

Jugendstudie: Engagement für den Klimaschutz geht weiter

Jugendliche zeigen eine hohe Bereitschaft, sich auch künftig für den Klimaschutz einzusetzen. Das ist eines der ersten Ergebnisse der Jugendstudie des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes, für die mehr als 1.000 junge Menschen zwischen 14 und 22 Jahren befragt wurden.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass Umwelt- und Klimaschutz bei den 14- bis 22-Jährigen das wichtigste gesellschaftlichen Thema ist. Die Gesamtergebnisse der Studie werden Anfang 2020 bei einer Jugendkonferenz vorgestellt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Die ersten Ergebnisse unserer Jugendstudie bestätigen das, was wir seit vielen Wochen erleben: Umwelt- und Klimaschutz liegt jungen Menschen sehr am Herzen. Das Engagement der Jugend geht weitter. Das macht Mut für die großen Aufgaben, die vor uns liegen. Es liegt in unserer Verantwortung, dass auch die kommenden Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden. Noch haben wir die Möglichkeit, den Schalter umzulegen. Jetzt gilt es, gemeinsam und entschlossen die Klimaschutzziele in Angriff zu nehmen. Das ist die klare Erwartungshaltung der Jugendlichen, aber auch vieler Erwachsener."

Gefragt nach der Bedeutung ausgewählter Probleme, stuften 45 Prozent der 14- bis 22-Jährigen "Umwelt- und Klimaschutz" als "sehr wichtig" ein, gefolgt vom Zustand des Bildungswesens und Fragen sozialer Gerechtigkeit (jeweils 39 Prozent).

Als die mit Abstand wichtigsten Akteure im Umwelt- und Klimaschutz werden "Jede und jeder Einzelne" (61 Prozent), die Industrie (50 Prozent) und die Bundesregierung (48 Prozent) angesehen. Anhand einer Liste war nach den drei wichtigsten Akteuren gefragt worden, die etwas für Umwelt- und Klimaschutz leisten können.

Die Zufriedenheit mit den Leistungen der aus Sicht der Befragten wichtigsten Akteure ist jedoch gering. Nur 21 Prozent finden, dass "Jede und jeder Einzelne" "genug" oder "eher genug" für den Umwelt- und Klimaschutz tut. Die Industrie kommt sogar nur auf 15 Prozent. 22 Prozent der Befragten finden, dass die Bundesregierung "genug" oder "eher genug" für den Umwelt- und den Klimaschutz leistet. Am höchsten ist die Zufriedenheit mit der Leistung der Umweltverbände, bei denen 70 Prozent der Meinung sind, dass diese "genug" oder "eher genug" für den Umweltschutz tun. Allerdings haben die Verbände dem Eindruck der Befragten nach vergleichsweise wenig Einflussmöglichkeiten, denn nur 17 Prozent nannten Umweltverbände als einen der drei wichtigsten Akteure, die etwas für den Umwelt- und Klimaschutz leisten können.

Zu der Bewegung "Fridays for Future" gaben 80 Prozent der Befragten an, von dieser schon einmal gehört zu haben. Rund ein Viertel hat bereits mitgemacht und die Bereitschaft, sich weiter zu beteiligen, ist hoch (90 Prozent). Fast 50 Prozent derer, die sich noch nicht beteiligt haben, können sich ein künftiges Engagement vorstellen. Die wichtigsten Gründe für eine Beteiligung sind die Bedeutsamkeit des Themas für die Zukunft (67 Prozent) und der Wunsch, etwas zu bewegen (57 Prozent). Der Wunsch, "schulfrei" zu haben, spielt so gut wie keine Rolle (lediglich 6 Prozent der Befragten gaben dies an).

Die aktuellen Ergebnisse basieren auf einer Repräsentativbefragung von über 1.000 jungen Menschen zwischen 14 und 22 Jahren. Durchgeführt wurden die Befragungen im April und Mai 2019. Die Gesamtergebnisse der Befragungen werden im Oktober diskutiert und Anfang 2020 im Rahmen einer Jugendkonferenz veröffentlicht werden. Gegenstand der Studie ist die Erforschung wichtiger gesellschaftlicher und aktueller umweltpolitischer Themen aus Sicht junger Menschen.

Die Studie wird auf der BMUB-Konferenz "Zukunft? Jugend fragen!" vorgestellt und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen diskutiert.

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