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18.02.2020

Risikofaktor Antarktis

Erstmals wurden in der Antarktis mehr als 20 Grad gemessen. Die schneller tauenden Eismassen bereiten Klimaforschern zunehmend Sorgen.

Laut einer neuen Studie könnten sie den Meeresspiegel noch stärker ansteigen lassen als im jüngsten IPCC-Sonderbericht prognostiziert.

Auf 20,75 Grad Celsius stiegen die Temperaturen am 9. Februar auf der Seymour-Insel in der Antarktis und damit erstmals über die Schwelle von 20 Grad, wie Guardian und BBC unter Berufung auf den brasilianischen Kryosphärenforscher Carlos Schaefer berichten. Solche Hitzerekorde wurden in der Antarktis noch nie gemessen. 

Drei Tage zuvor waren etwa 120 Kilometer weiter nördlich auf der argentinischen Forschungsstation Esperanza 18,3 Grad gemessen worden.

Die Rekordtemperaturen müssen noch von der Weltmeteorologieorganisation WMO bestätigt werden.

Über 20 Grad – das heißt nun nicht, dass es überall in der Antarktis so warm geworden ist. Die Messstationen, an denen die Rekorde aufgezeichnet wurden, liegen beide auf der Spitze der Antarktischen Halbinsel (auf dem Foto links oben). Der bisherige Temperaturrekord von 19,8 Grad aus dem Januar 1982 war auf Signy Island gemessen worden, die nördlich der Halbinsel liegt und damit subantarktisch ist.

Die nun gemessenen Rekordtemperaturen seien einzelne Messungen und keine Langzeit-Datenreihe, sagte Schaefer. "Wir registrieren seit Langem einen Erwärmungstrend, doch so etwas haben wir noch nie gesehen." Das Überschreiten der 20-Grad-Marke sei ein Zeichen dafür, dass in dieser Region etwas Ungewöhnliches passiere.

Hier können Sie die Meldung weiterlesen

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „klimareporter.de“ (Verena Kern) 2020 verfasst - der Artikel darf nicht ohne Genehmigung (post@klimareporter.de) weiterverbreitet werden! 

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