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01.02.2020

Wandel der Gesellschaft ist dringend notwendig

Ob Elektroauto-Batterien aus Kaffeesatz, Roboter für eine umweltschonendere Landwirtschaft oder Kochen mit Algen – nur mit einem grundlegenden Wandel hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft wird es gelingen, die großen Probleme der Menschen in den Griff zu bekommen.

Darin sind sich Studierende und Forschende einig, die an der Universität Hohenheim in Stuttgart den Startschuss für die Aktivitäten zum bundesweiten Wissenschaftsjahr 2020 Bioökonomie gegeben haben. Gemeinsam laden sie die interessierte Öffentlichkeit ein, Bioökonomie zu erleben. Es erwartet sie ein buntes Potpourri von spannenden Veranstaltungen mit monatlichen Themenschwerpunkten. Nach dem Auftaktmonat wird im Februar der Klimawandel im Fokus stehen. 
 

Bioökonomie ist das Leitthema der Universität Hohenheim – doch längst noch nicht allen Menschen ein Begriff. Das, wofür sie steht, ist allerdings spätestens seit Fridays for Future in aller Munde: Eine Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erdöl und andere fossile Rohstoffe durch nachwachsende, biologische Stoffe ersetzt.

Denn es sind große Herausforderungen, vor denen die Menschen weltweit stehen. „Die Weltbevölkerung wächst und muss auch künftig ausreichend und gesund ernährt werden“, erklärt Prof. Dr. Iris Lewandowski, Chief Bioeconomy Officer (CBO) an der Universität Hohenheim. „Doch der Klimawandel und eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen erschweren dies. Wenn wir einer Lösung dieser Probleme näherkommen wollen, brauchen wir die Bioökonomie.“

„Aber einen Wechsel schaffen wir nur alle zusammen“, gibt Prof. Dr. Andrea Kruse, wissenschaftliche Leiterin des Wissenschaftsjahres an der Universität Hohenheim, zu bedenken. „Daher ist es wichtig, die Bioökonomie auch für die Bevölkerung greifbar zu machen.“ Im Wissenschaftsjahr 2020 rückt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Bioökonomie nun zwölf Monate lang bundesweit ins Rampenlicht. Die Universität Hohenheim beteiligt sich mit monatlichen Themenschwerpunkten, vielfältigen Veranstaltungen und spannenden Einblicken in die Forschung.

„Den thematischen Bogen spannen wir in Hohenheim von den biologischen Grundlagen über die Pflanzen- und Tierproduktion und neue technische Verfahren bis zu notwendigen Veränderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft“, berichtet Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim.

Bioökonomie erleben: Spaß und Spannung für Jung und Alt
Im Wissenschaftsjahr laden Feld- und Hoftage dazu ein, die Hohenheimer Versuchsstationen kennenzulernen. Ein „Schaufenster der Bioökonomie“ versprechen zahlreiche Vorträge, und „Forschung vor Ort“ bietet Einblicke in die Arbeit der Institute. Das „Café Scientifique“ lädt dazu ein, sich bei Kaffee, Wein oder Bier in der Stuttgarter Innenstadt über Forschungsthemen zu informieren und auszutauschen. Wer lieber tagsüber dabei sein möchte, kann bei den „Brown Bag Lectures“ zur Mittagszeit Neues erfahren.

Auch das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, das schwimmende Science Center, geht deutschlandweit auf Tour und präsentiert wissenschaftliche Exponate. Mit von der Partie ist die Universität Hohenheim. Der jährliche Tag der offenen Tür im Juli wird ebenfalls im Zeichen der Bioökonomie stehen. Die Nachhaltigkeitswoche im Mai gestalten die Studierenden, und ein Bioökonomie-Festival für Jung und Alt ist ebenfalls in Planung. Das Zukunftsforum 2030 im Dezember wird das Wissenschaftsjahr in Hohenheim abschließen und einen Blick in die Zukunft werfen.

HINTERGRUND: Definition des Begriffs Bioökonomie
Basis der Lehre und Forschung zur Bioökonomie an der Universität Hohenheim ist die folgende Definition aus dem aktuellen Struktur- und Entwicklungsplan (2018-2022):

„Bioökonomie ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen sowie biologischen Wissens zur Bereitstellung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines modernen und zukunftsfähigen Wirtschaftssystems. Ihre Rohstoffe sind bio-basiert, sie stammen von Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen oder aus organischen Abfallströmen. Auch bei den Produktionsverfahren nutzt sie biologische Prozesse für eine nachhaltigere sowie energie- und ressourcenschonende Produktion im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft. Die Bioökonomie spannt den Bogen von der Pflanzen- und Tierproduktion über neue, vor allem biotechnologische Konversionsverfahren bis zu den notwendigen Veränderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft.“

HINTERGRUND: Wissenschaftsjahr 2020 Bioökonomie
2020 steht das Wissenschaftsjahr im Zeichen der Bioökonomie – und damit einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Es geht darum, natürliche Stoffe und Ressourcen nachhaltig und innovativ zu produzieren und zu nutzen und so fossile und mineralische Rohstoffe zu ersetzen, Produkte umweltverträglicher herzustellen und biologische Ressourcen zu schonen. Das ist in Zeiten des Klimawandels, einer wachsenden Weltbevölkerung und eines drastischen Artenrückgangs mehr denn je notwendig. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichtete Wissenschaftsjahr Bioökonomie rückt das Thema ins Rampenlicht.

Die Bioökonomie ist das Leitthema der Universität Hohenheim in Forschung und Lehre. Sie verbindet die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät. Im Wissenschaftsjahr Bioökonomie informiert die Universität Hohenheim in zahlreichen Veranstaltungen Fachwelt und Öffentlichkeit zum Thema.

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Quelle   Universität Hohenheim | 2020

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