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15.06.2020

Wie ist jetzt ein Riesensprung nach vorn möglich?

Ein WeQ-Team entwickelte bereits 2018 ein konkretes Konzept, wie die grundlegende Transformation unserer Ökonomie zu einer humanen und nachhaltigen “Weconomy” tatsächlich gelingen kann. Es war schon erstaulich nahe an der Umsetzung. Jetzt in der Coronakrise kann dieses zu einer Blaupause für den Durchbruch zu einer “WeSociety” werden. Von Peter Spiegel

Der seinerzeitige Ansatz des 70-seitigen “Projektkonzepts zum Start der Economy-to-Weconomy-Initiative” war im Kern sehr einfach: Wenn die wirkmächtigsten und komplementär sich ideal ergänzenden “Communities of Change” einen Sprung zu einer deutlich stärkeren Vernetzung und Kooperation machen, kann der überfällige Kipppunkt erreicht werden. “Economy” kann dann die notwendige Transformation zu einer “Weconomy”, wie wir eine zukunftsfähige Ökonomie nannten, vollziehen.

Dieses Ergebnis veröffentlichten wir im vergangenen Sommer unter dem Titel “WeQ Economy – Wege zu einer Wirtschaft für den Menschen” im Oekom Verlag. Obwohl alle dort vorgestellten Thesen und Vorschläge seitdem fast schon unglaublich starke Bestätigungen fanden, korrigieren beziehungsweise ergänzen wir unser Konzept nun an zwei Punkten: Es geht um die Transformation zu einem “WeSociety”-Bewusstsein, nicht nur um eines zu einer “Weconomy”. Und es geht um fünf statt der bisher vier “Communities of Change”, die wir als not-wendig sehen, um den Kipppunkt zu erreichen.

Der Kipppunkt, wenn sich 5 “Communities of Change” besser vernetzen… 

Die Erkenntnis über den immensen gesellschaftverändernden Wert einer besseren Vernetzung und Zusammenarbeit dieser fünf “Communities of Change” (siehe Grafik unten) gewann in den vergangenen Monaten weltweit erheblich an Fahrt:

  • Die Nachhaltigkeits-Community hat sich in den letzten Jahrzehnten zu der wohl größten, bestorganisiertesten, kreativsten und einflussreichsten Bürgerbewegung der bisherigen Menschheitsgeschichte entwickelt. Diese ist längst gesamtgesellschaftlich aufgestellt – von Aktivisten bis zu umfassenden Wissenschaftler-, politischen wie auch wirtschaftlichen Communities.
  • Die Social-Innovation-Community mauserte sich in kaum mehr als 15 Jahren zum innovationsstärksten weltweiten Hoffnungsträger zur praktischen bis systemischen Lösung der großen gesellschaftlichen bis ökologischen Herausforderungen.
  • Die Genossenschaftliche Community ist die mitgliederstärkste ökonomie-innovative Gemeinschaft, die es je gab – mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern weltweit und jüngst mit völlig neuartigen genossenschaftlichen Betätigungsfeldern.
  • Die New Work Community entwickelte sich innerhalb erstaunlich kurzer Zeit in allen Sektoren und Unternehmensgrößen von Start-ups über Mittelstand bis Großunternehmen zu einem hoch motivierten Transformationstreiber eines tiefgreifenden Wandels in der Wirtschaft.
  • Die Education Innovation Community – die ebenfalls sehr heterogen parallel in Bildung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft aufkam – setzt sich für einen tiefgreifenden bildungsinnovativen Wandel zum Fokus Lebensschlüsselkompetenzen ein sowie inhaltlich zum Fokus auf die kreative Verwirklichung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.

Alle diese fünf “Communities of Change” stecken derzeit im Kern im selben Erkenntnisprozess. Dieser lässt sich so zusammenfassen: Nur wenn Soziales, Ökologisches, Ökonomisches, Potenzialentfaltendes, Planetarischpolitisches, ZukunftsBildendes wie auch Spirituelles etc. nicht länger getrennt gedacht werden, sondern in unseren Köpfen, Herzen und Händen zusammenwachsen, kann Zukunft gelingen.

Deshalb ist es auch sehr naheliegend, dass diese je einzeln bereits ungemein wirkmächtigen “Communities of Change” nun zu einer völlig neuen Qualität des Austauschs und der Kooperation kommen. Und es ist auch naheliegend, dass genau dies dann auch zu dem so lange vergeblich ersehnten Kipppunkt des Durchbruchs zu einer gesamtsystemisch Wir-verantwortlichen Gesellschaft, zu einer WeSociety, führt.

Eskalierende Kreativität in jeder “Community of Change”

Mit unserem 2018er Konzept “Economy to Weconomy”, das wir speziell für eine große Renaissance des genossenschaftlichen Denkens und der genossenschaftlichen Community entwickelt haben, erfuhren wir aus dieser Community überaus euphorische Rückmeldungen. Einer der bekanntesten Vordenker der Genossenschaftswelt meinte, mit der dort vorgeschlagenen engen Zusammenarbeit mit den anderen genannten “Communities of Change” würde das 21. Jahrhundert faktisch zu einem genossenschaftlichen Jahrhundert werden.

Wie sehr die Nachhaltigkeits-Community in jüngerer Zeit an neuem Denken und Handeln gewonnen hat durch Impulse beispielsweise aus der Social Innovation Community, davon berichtet unter anderem der jüngste Bericht des Club of Rome “Wir sind dran”, die höchst erfolgreiche Einladung von Maja Göpel, “Unsere Welt neu (zu) denken” oder mein Blog-Beitrag zum 80. Geburtstag von Muhammad Yunus “Er lässt zusammenwachsen, was superdringend zusammen gehört”.

Sehr viele weitere wechselseitig eskalierende Kreativitäts-Impulse sind in dem erwähnten Buch “WeQ Economy” beschrieben. Auf dieser und vielen weiteren Grundlagen kann es kein Hexenwerk mehr sein, dass tatsächlich genau JETZT die vorgeschlagene Kooperationsexplosion zwischen den wirkmächtigsten und sich komplementär ergänzenden “Communities of Change” passiert.

“Summer of Purpose” als ein Kick-Punkt

Der “Summer of Purpose” vom 26.-28. Juni 2020 in München und im weltweit digitalen Austausch kann ein erster Kick-Punkt für diesen Kipppunkt zu einem umfassenden “Social Consciousness”, zu einer “WeSociety” werden. Versäumen wir diesen nicht. Alles, was dort ausgetauscht, gesammelt, entwickelt, vereinbart etc. wird, wird dokumentiert als “Open Source Archiv” unserer gesamtgesellschaftlichen Zukunftsgestaltung.

Der spezielle Beitrag von Seiten der Teams rund um das WeQ Institute steht unter dem Motto

  • “WE Have A Dream: For A Better WE Society”

Dabei sind beide “WE’s” nicht im Sinne einer speziellen und damit begrenzten “Wir”-Gruppe gemeint, sondern im Sinne von WIR ALLE. Dies ist ein Prozess, der nicht über Nacht zu perfekten Formen finden kann, sondern sich nur als gemeinsamer und wertschätzender Lernprozess immer weiter verbessern kann.

Und unser Hauptfokus ist dabei insbesondere gerichtet auf

  • “Future Skills als das neue MegaLearning”

Was wir damit meinen, ist in den Blog-Beiträgen “Future Skills” und “Frei-Days” ein Stück näher beschrieben.

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Quelle   Peter Spiegel / Blog 2020 | WeQ Institute gGmbH

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