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KI preist der Jugend ungesunde Lebensmittel an

Wissenschaftler haben 111 Fallstudien untersucht – Subtiles Marketing umwirbt Heranwachsende.

Lebensmittelhersteller werben mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem bei Kindern und Jugendlichen für ungesunde Produkte. Diesen Vorwurf erhebt Christine Driessen von der Deakin University. Danach werden Kinder und Jugendliche mit den neuesten, ausgeklügelten Marketing-Tricks gezielt angesprochen, damit sie ungesunde Lebensmittel und Getränke konsumieren. An der Studie beteiligt waren auch die Monash University und die London School of Tropical Medicine and Hygiene.

Politik sollte gegensteuern

„Multinationale Lebensmittel- und Getränkeunternehmen nutzen fortschrittliche digitale Marketing-Techniken, darunter KI, um das Ernährungsverhalten junger Menschen weltweit zu prägen und ihre Ernährung zu beeinflussen. Es sind dringend entschlossene Maßnahmen der Regierungen nötig, um alle jungen Menschen vor der invasiven Reichweite und dem starken Einfluss digitaler Marketingtechniken zu schützen“, fordert Driessen.

Die Forscher haben 111 Fallstudien zu „Best-Practice“-Beispielen der Werbebranche ausgewertet, darunter Marketing-Kampagnen aus Australien, Indien, China, Europa und den Vereinigten Staaten. Die Marken befanden sich in der Regel im Besitz multinationaler Unternehmen und umfassten Erfrischungsgetränke, Schokolade, herzhafte Snacks und Milchgetränke.

Nachteilig für Essverhalten

„Beunruhigenderweise konnten wir anhand unserer Analyse feststellen, dass Unternehmen ausgefeilte verhaltens- und psychografische Techniken einsetzen, die sich vermeintlich nicht direkt an Kinder und Jugendliche richten“, klagt die Expertin der Deakin University und ergänzt: „Die Tatsache, dass diese Verfahren mit Marketing-Preisen bedacht werden, deutet darauf hin, dass solche Technologien für Lebensmittel- und Getränkeunternehmen gut funktionieren.“

Umfassende, staatlich gelenkte und verbindliche Richtlinien seien für das gesamte digitale Ökosystem nötig, um Kinder und Familien vor der Realität des Marketings für ungesunde Lebensmittel und Getränke zu schützen. Denn das digitale Marketing für ungesunde Lebensmittel und alkoholfreie Getränke wirke sich nachteilig auf das Essverhalten von Kindern aus und führe zu negativen ernährungsbedingten Gesundheitsfolgen. Details sind in „ScienceDirect“ veröffentlicht.

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Wolfgang Kempkens) 2026 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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