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© Vertreter des Siegerteams vom Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr am Main nahmen gemeinsam mit Jury und Ehrengästen die Auszeichnung beim Wettbewerb „H2@School“ an der OTH Regensburg entgegen. Foto: Simone Zenner/OTH Regensburg

Junge Talente entwickeln Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft

Wie lässt sich die Energieversorgung in Deutschland langfristig sicher gestalten?

Mit dieser Frage sowie der Rolle erneuerbarer Energien und von Wasserstoff setzten sich bayerische Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb „H2@School“ auseinander. Zum Abschluss entwickelten sie Konzepte, wie Krisenregionen mithilfe von Wasserstoff unabhängig mit Strom versorgt werden können. Die besten Teams des Schuljahres 2025/26 wurden nun an der OTH Regensburg ausgezeichnet.

Den ersten Platz erhielt das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium aus Lohr am Main. Die Jury beeindruckte vor allem das vollständig handschriftlich ausgearbeitete Magazin „VOLTVision“ der Schülerinnen und Schüler. Während in den vergangenen Jahren durchaus auch KI-gestützte Projekte ausgezeichnet wurden, überzeugte dieses Team mit einer außergewöhnlich detaillierten analogen Ausarbeitung. Das entworfene Energiezentrum mit Wasserkraft, Wasserstoffproduktion und Speichersystemen war laut Jury technisch schlüssig, kreativ gestaltet und bis ins Detail durchdacht.

Besonders in Erinnerung blieb der Jury das Dientzenhofer-Gymnasium aus Bamberg, das den zweiten Platz belegte. Für die Versuche verbrachte das Team einen ganzen Tag an der Universität Bayreuth, führte zusätzlich ein Experteninterview zur Energietechnik und entwickelte ein Konzept für eine fiktive Firma, die Wasserstofftechnik in Krisengebieten einsetzt. Ihr Wissen gaben die Schülerinnen und Schüler anschließend sogar in Unterrichtseinheiten an jüngere Jahrgänge weiter. „Wissen nur für uns zu behalten, wäre Verschwendung“, brachte es ein Schüler auf den Punkt.

Den dritten Platz teilten sich das Gymnasium Ernestinum Coburg und das Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding. Alle Teams der praktischen Wettbewerbsphase erhielten zudem eine finanzielle Anerkennung für ihr Engagement.

Prof. Dr. Christoph Skornia, Vizepräsident der OTH Regensburg, ordnete den Wettbewerb in den Kontext der Hochschule ein: „Die Herausforderungen wie Klimawandel und Energieversorgung können wir nur mit einer entsprechenden Forschung und Ausbildung bewältigen.“ Den Schülerinnen und Schülern gab er mit auf den Weg, neugierig zu bleiben und sich mit Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. „Es ist entscheidend, nicht nur zuzuschauen, sondern dort aktiv zu werden, wo etwas passiert.“ 

Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt ermutigte die Teilnehmenden, offen für neue Technologien zu bleiben. Als Vertreter des Bayerischen Wirtschaftsministeriums betonte die Bedeutung von Wasserstoff für die Zukunft: „Damit die Energiewende gelingt, brauchen wir Wasserstoff als Energiespeicher. Die Teilnehmenden von H2@School haben sich der Frage gewidmet, welchen Beitrag Wasserstoff zur Lösung konkreter Probleme leisten kann, und dabei herausragende Ideen entwickelt. Solche jungen, klugen Köpfe brauchen wir in Bayern.“ 

Hintergrund zum Wettbewerb

Der von Staatsminister Hubert Aiwanger initiierte Wettbewerb fand in diesem Jahr zum dritten und letzten Mal statt. Organisiert wurde er von der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi). Ziel war es, Jugendliche ab der achten Klasse für das Zukunftsthema Wasserstoff zu begeistern. Von Anfang an mit dabei: die OTH Regensburg als wissenschaftliche Partnerin. Sie erstellte die Aufgaben, begleitete die Projekte fachlich und war durch Prof. Dr. Michael Sterner, Leiter der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher an der OTH Regensburg, auch in der Jury vertreten. 

Insgesamt hatten sich 18 Teams aus 15 bayerischen Schulen der Herausforderung gestellt. Die elf punktbesten Teams qualifizierten sich für die praktische Wettbewerbsphase. Sie entwickelten unter dem Motto „Hydrogen for Humanity“ unter anderem Konzepte, die auf Basis von Wasserstoff Lösungen für eine autarke Stromversorgung in Krisengebieten lieferten. 

Quelle

OTH Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

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